Frage von kmx200bj92, 50

Kawasaki KMX 200 verölter Kolben und Zündkerze?

Hi

Kmx 200 BJ 92, ca 25000 km ( Zweitackter, Einzylinder) gebraucht gekauft, Auslasssteuerung ersetzt und gereinigt da eine walze gefehlt, die andere fest war, Zylinderwandung fühlt sich glatt an. gefühlte Kompression beim ankicken. Bei der ersten Testfahrt habe ich festgestellt dass nach der ersten Testfahrt von ca 20 km der Kolben und die Zündkerze total verölt war. wegen gefühlter schwacher Leistung und der hohen Kilometer einfach mal auf verdacht den Kolben gewechselt OHNE den Zylinder hohnen oder beschichten zu lassen. ölpumpe nach handbuch auf die Kerben eingestellt. Nach der Reparatur sprang sie problemlos an. aber nach ca. 1 km spotzte und verschluckte sie sich und liess sich nicht mehr starten. zündkerze war wieder ölig und feucht.

hat jemand einen Tip?

Antwort
von fritzdacat, 39

Zweitakter mit Zündkerze ölig und feucht bedeutet kann bedeuten => läuft zu fett oder  zündet nicht (mehr) . Oder beides. Wenn sie wirklich Kompression hat (ich meine wirklich, nicht nur neudeutsch "gefühlt") könntest du mal in Richtung Luft/Benzin Gemisch schauen, also Luftfilter, Grösse der Vergaserdüse, vielleicht ist auch nur ein Kerzenstecker oder die Kerze hinüber (bei warm werdenden Motor). Ein Hinweis in Richtung zu fettes Gemisch könnte sein, wenn die Fuhre auf dem 1. Kilometer blau qualmt... tut sie das?

Viele Vielleichts, ist aber eben auch kein klares Fehlerbild.

Kommentar von kmx200bj92 ,

blau qualmen? na klar und wie

Kommentar von 19ht47 ,

blauer Qualm kommt meistens vom Öl, also: mal die Ölzufuhr ein wenig verringern. Durch zu viel Öl versagt dann auch die Zündung.

Kommentar von kmx200bj92 ,

update

evt. selbst schuld? 

Muss das Kurbelgehäuse geölt werden nach Benzineintritt? 

habe den Motor nochmal ausgebaut und dabei ist mir folgendes aufgefallen:

benzin aus dem Krümmer gelaufen, geschätze 100-200 ml, kolben und zylinder sehen gut aus, nur verölt, Das Getriebeöl hab ich entlehrt-keine Fremdstoffe. Das Interessante war dass sich Benzin im Kurbelgehäuse befand. habe denMotor auf den Kopf gestellt und es auslaufen lassen. siehe Frage am Anfang- Was nun? 

Vergaser: Überlaufschläuche hatte ich damals beim erneuern alle mit einem Kringel,  "Looping" oder "Sauschwanz-Kringel verlegt. Hintergrund war das Eindringen von Wasser in den Vergaser zu verhindern ( wenn ich beispielsweise durch tiefes Wasser fahre und es bis über den Vergaser unter wasser stehen sollte). Jetzt sieht es wohl so aus als wäre das Benzineinlassventil im Vergaser undicht gewesen und der Überlauf hatte soviel Widerstand dass der Sprit in den Motor gelaufen ist anstatt durch den Schlauch nach aussen weg. Den Vergaser werd ich mir mal vornehmen und euch erzählen was dabei rausgekommen ist. Auffällig war dass der Schwimmerkammerablass offensichtlich nichtdicht ist da bei zugedrehter Schraube aus dem Schlauch Benzin läuft. wir werden sehen.

Vieleicht nützt meine Story ja auch dem ein oder anderen um so einen Mist bei sich selber  zu vermeiden...

Jetzt interessiert mich vor allem noch ob ich das Kurbelgehäuse vor dem Zusammenbau wenigstens ölen oder teilweise mit Öl füllen muss da das Benzin evtl. die Lager ausgewaschen hat. ??? 

Das Getriebeöl wieder an seinen Platz muss steht natürlich ausser Frage. 

Weiss da jemand was dazu? 

Kommentar von fritzdacat ,

Im Kurbelgehäuse muss Benzin sein (und das Öl ist im Benzin!) . Schau dir mal hier (rechts oben das GIF) die Wirkungsweise eines Zweitakters an.

https://de.wikipedia.org/wiki/Zweitaktmotor

Kommentar von 19ht47 ,

natürlich geht die Benzinzufuhr des 2-Takters über das Kurbelgehäuse. Aber, es sollte nicht so viel sein, dass man darin "baden" kann. Ich schätze, dass der Vergaser, bzw. die Schwimmernadel nicht dichtet und so das Kurbelgehäuse flutet.

Kommentar von fritzdacat ,

Da könntest du recht haben.

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