Kann man durch die Abmagerungsfähigkeit des Luft-Kraftstoff-Gemisch den Verbrauch sparen ?

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3 Antworten

Abmagern kann man schon. Aber nur, solange der Motor noch gut läuft. Die Grenzen für zündfähiges Gemisch gehen etwa von Lambda 0,8 bis 1,2. Motoren mit Ladungsschichtung laufen auch noch bis Lambda 1,7. Das "1,7" aber nur auf den gesamten Verdichtungsraum bezogen, an der Zündkerze muss sich weiterhin ein zündfähiges Gemisch in den o. g. Grenzen befinden, daneben oder darunter dann mehr oder weniger reine Luft. Die Temperatur steigt beim Abmagern auch nicht wesentlich an.

Mit einem Kat müssen aber für dessen Funktion der Abgasreinigung (HC, CO, NOx) sehr enge Grenzen eingehalten werden. Nur im sog. "Katalysatorfenster" (Lambda = 1 plus/minus 0,005) funktioniert ein Kat perfekt.

Ohne Kat hat Abmagern den Vorteil des geringeren spezifischen Verbrauchs (minimal bei etwa Lambda 1,2) und des geringeren CO- und HC-Ausstosses als bei Lambda=1 (stöchiometrisches Gemisch). Nur NOx steigt an.

Weißt du eigentlich überhaupt, was "Lamdba" bedeutet? Und HC, CO und NOx? ;)

Beim Ottomotor kann man durch Gemischabmagerung nur sehr bedingt Sprit sparen, weil nicht nur die Leistung bei sehr magerem Gemisch rapide sinkt, sondern auch der Motor überhitzen kann, und bei zu großer Abmagerung einfach stehenbleibt, weil sich kein zündfähiges Gemisch mehr bilden läßt. Durch technische Tricks wie Schichtladung und ähnliches läßt sich die Grenze etwas hinausschieben, aber nur sehr wenig. Das eherne Gesetz, Lambda 1 für ein Zündfähiges Gemisch und optimale Verbrennung läßt sich nicht wirklich manipulieren.

Den Verbrauch sparen kannst Du so sicher nicht, allenfalls ihn reduzieren, bekommst dann aber die von chapp geschilderten Probleme.

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