Ist die Hinterradbremse mit ABS besser einsetzbar ?

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7 Antworten

Auch wenn es mit ABS ungleich leichter ist, mit dem Hinterrad eine kontrollierte Vollbremsung hin zu legen, so ist mit etwas Übung auch mit einem Krad ohne ABS möglich, gute Verzögerungswerte hin zu bekommen, wobei das aber auch wirklich geübt werden sollte :-)

my666 27.06.2009, 09:32

Aber nur unter kontrollierten Bedingungen, wenn Du weist was kommt - im Alltag gelingt einem normalen Motorradfahrer das nicht!

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Du hst schon recht mit der Wirkungsweise des ABS, allerdings halte ich es hinten fü nicht so nötig wie vorne (angenommen man könnte die Systeme trennen). Denn wenn ich stark bremse geht ein Großteil des Gewichts aufs Vorderrad und hinten wird es leicht. Ich lasse das Hinterrad bei Vollbremsungsübungen teilweise extra blockieren, damit es mit einem gewissen Gegenmoment den Stoppie länger verhindert. Aber das ist alles nur Spielerei, ich finde seit meinem Test einer BMW ABS einfach unumgänglich. Gruß

Hallo Sloopy, zunächst mal würde ich grundsätzlich zu ABS raten ,obwohl meine Divi natürlich keines hat, ist ja auch nicht mehr die jüngste :-) Was jeweils mit der Bremse möglich ist, erfährt man wirklich am besten bei einem Sicherheitstraining. Es geht auch ohne ABS ziemlich viel, mit ABS aber ungleich mehr.

Sehr richtig. Mit ABS kannst du die Hinterradbremse ohne Gefahr voll betätigen! Das Denken kannst du dann auch gleich ganz abschalten. Du mußt dann nur aufpassen, daß dir keiner hinten draufkrscht.

Sloopy 27.06.2009, 14:31

Wieso kann ich das Denken abschalten. Versteh ich jetzt nicht so ganz chapp ?

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chapp 29.06.2009, 08:38
@Sloopy

Zwischen Bremse voll betätigen und völlig ignorieren gibt es noch eine ganze Menge Zwischenstufen, die man als Fahrkönnen und Beherrschung des Fahrzeuges bezeichnet. Das ist es, was ich mit Denken meine. Deiner Frage kann man entnehmen, daß es für dich nur diese beiden Extreme gibt.

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Ich war diese Woche bei einem Bremstraining des ADAC und der Trainer sagte zu mir "Mach doch mal mit Deinem ABS in Schräglage mit der Hinterradbremse eine Vollbremsung und guck was passiert!" - "Klar sag ich, ich pack mich aufs Maul oder was...?"

Ich also los, ca. 60 km/h durch die Kurve (ca. 50% der Maximalschräglage) und hinten voll reingelatscht das das Rad blockierte! Und was ist? Nix! Das ABS regelt ganz normal, die Maschine wandert zwar nach außen aber bleibt gut beherrschbar! Das geht auch vorne, aber das haben wir nicht probiert, da es lt. Instruktor schon anspruchsvoller ist.

Wir haben bei dem Training mit einem Messgerät auch die Verzögerungswerte ermittelt. Mit ABS kam ich sogar auf nasser Straße noch auf 9,2m/s" (Meter/Sekundenqudrat)

Mit kurzen Worten: ABS ist eine tolle Sache - vor allem Abseits der Rennstrecke!

Sloopy 27.06.2009, 14:32

Deine Erfahrung schreit ja förmlich nach ABS. Vielen Dank für die Infos.

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Ich hatte mal ein „Dienstmotorrad“ (einen C1 von BMW), das ich aber zurückgegeben habe, weil ich Motorradfahrer bin und nicht einen überdachten Motorroller fahren möchte. Dieses „Ei“ hatte ABS. Ich bin zum ersten Mal mit ABS gefahren. Bei der Einweisung wurde mir erklärt, nur Gas und voll in die Bremse. Habe ich probiert. Funktioniert einwandfrei. Ich musste tatsächlich auch einmal eine echte Gefahrenbremse beim Abbiegen hinlegen. Mit meiner Trude hätte ich mich wahrscheinlich gelegt, oder diesen Idioten umgefahren, was auf das Gleiche rauskommt. Mit ABS hab ich es überstanden. Allerdings mit riesigem Schrecken, da ich es ja nicht gewöhnt war. Mein nächstes Motorrad auf jeden Fall nur mit ABS. Gruß Bonny2

Du liegst völlig richtig. Es blockiert nichts, geht nichts weg und die Fuhre bleibt absolut beherrschbar.

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