Ist die Bauart für die Haltbarkeit eines Motors entscheidend ?

2 Antworten

das ganze ist natürlich schlecht vergleichbar.Kann ja sein das ich da falsch liege aber ich würde denken das bei gleichen hubraum(annähernd gleicher leistung) und weniger zylinder die Drücke auf Kolben/Kurbelwelle höher sind als bei einer Lastverteilung wie zb.4 zylindern. Von schlechter bauteilqualität oder veralteter technik abgesehen.

Hallo maxus,

doch, das ist vergleichbar. Auch die Drücke im Zylinder. Egal, ob 500 ccm in einem Zylinder, auf zwei verteilt oder auf vier verteilt.

Veraltete oder moderne Technik hat mit der Bauart auch nichts zu tun.

Auch, wenn ich mich wiederhole:

Die Bauart (R, V, B) und die Zahl der Zylinder (1, 2, 3, 4, 6) hat mit der Haltbarkeit nichts zu tun.

Gruß, Iceman

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Lieber Iceman, auch wenn du es noch so oft wiederholst wird es nicht richtiger! Die Motoranbauart hat sehr wohl etwas mit der zu erwartenden Lebensdauer zu tun. Um ein paar Extrembeispiele zu nennen: Auch ein Motorenbaugenie von nahezu göttlichen Dimensionen wird es niemals schaffen, bei einer luftgekühlten V" den hinteren Zylinder vor Überhitzung zu bewahren. Die Folge ist, dass diese Motoren praktisch niemals vollgasfest werden und bei hoher Dauergeschwindigkeit den Geist aufgeben. Großvolumige 1- und 2-Zylinder haben gegenüber Multizylindermotoren selbst als Kurzhuber einen längeren Hub und damit eine höhere durchschnittliche Kolbengeschwindigkeit und sind daher höheren Beschleunigungskräften und Gleitgeschwindigkeiten ausgesetzt, was Zylinderlaufbahnen und Kurbeltrieb höheren Belastungen aussetzt. Sie sind daher niemals so Vollgas - und Drehzahlfest wie ein Multizylindermotor. Hinzu kommt, dass 1 - und 2 Zylindermotoren im Verhältnis zum Hubvolumen viel schwerere Kolben und eine wesentlich kleinere Wärmeabstrahlfläche haben als Multizylindermotoren, was bedeutet, dass sie selbst mit Wasserkühlung bei lang anhaltender thermischer Höchstbelastung viel eher an ihre Grenze geraten, als ein 4-Zylinder. Abgesehen davon sind die Drehmomentschläge und damit die Torsionsbelastungen bei 1-und 2Zylindermotoren ungleich zerstörerischer als bei einem viel gleichmäßiger laufenden 4-Zylinder. Übrigens: ein doppelt so großes Ventil wiegt etwa 4x so viel wie ein kleineres. die daraus resultierenden Kräfte überlasten das größere Ventil viel eher als ein kleineres. Deshalb ist man auch schon sehr früh auf 4-Ventiler Köpfe gekommen. Außerdem kann ein großes Auslaßventil die Hitze viel schlechter abführen, als mehrere kleine, die noch dazu wegen der kleineren Ventilteller weniger Wärme aus den Auspuffgasen aufnehmen.

Servus! Gute Ausführung, ein doppelt so grosses Ventil wiegt sogar das 8-fache...

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