Beeinträchtet ein PowerCommander die Haltbarkeit des Motors?

3 Antworten

Der Powercommander macht nichts anderes als das Leistungspotenzial des Motors freizusetzen für den er vom Werk konstruiert wurde, ohne einen Eingriff in die Mechanik. Da die Werke ihre Motoren oft aus Homologationsgründen in einigen Bereichen sogar extrem mager Abstimmen oder gar ein wenig Kastrieren kann eine optimale Abstimmung am Prüfstand, vorausgesetzt das es von einem wirklichen Fachmann gemacht wurde, sogar für den Motor besser sein. Wird natürlich die Drehzahlgrenze bis ans mögliche Maximum hochgesetzt dann kann der Motor früher verschleissen.

Hallo, schließe mich Nitro an. Allerdings ist die potentielle Motorhaltbarkeit schon etwas herabgesetzt, wenn man dem User unterstellt, dass er auf der Suche nach mehr Leistung ist und diese z.B. auf der Rennstrecke auch abruft. Mehr Leistung heißt leider auch mehr Verschleiß.

Da ja schon einige gute Antworten vorhanden sind, will ich mich nur zur Haltbarkeit selber äussern. Bei modernen Motormanagmentsystemen ist, wie triplewolf schon richtig geschrieben hat, die Leitungsausbeute nicht immer optimal. Daher bringt ja auch der Einsatz des Powercommanders noch etliche Reserven an Tageslicht. Anders wie beim Dieselchiptuning, bei dem auch schonmal 20-25% Leistungssteigerung möglich sind, wird das bei der Benzineinspritzung etwas flacher ausfallen. Klassisches Tuning umfasst im Normalfall Hubraumvergrößerung, geänderte Steuerzeiten durch andere Nockenwellen, ggf. größere Ventile, sowie eine gut abgestimmte Auspuffanlage. Wenn dieses zusammen alles ordentlich abgestimmt wird, dann sehe ich kein Problem, was die Haltbarkeit des Motors auf Dauer angeht. Im Normalfall wird nicht ständig die Höchstdrehzahl vom Motor abverlangt, und wenn ein Motor im Drehmoment gut zulegt, kann man dadurch auch Verschleißmindernd mit weniger Drehzahl fahren. Das Dieselchiptuning im Gegensatz dazu ist da wesentlich gefährlicher, und belastet den Motor meist mehr, als das Tuning nutzt.

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