GESCHWINDIGKEIT ALS Anfänger?

2 Antworten

Ich erinnere mich noch an eine meiner ersten Fahrstunden auf der Autobahn mit dem PKW, Bei Ausfahrten wollte ich instinktiv immer auf 20-30 runterbremsen und habe Panik geschoben als mein Fahrlehrer aufs Gas stieg und die Kiste auf 70 beschleunigte. Das kam mir in jener Ausfahrt, die nur eine leichte Kurve hat, irrsinnig schnell vor. Heute weiß ich, dass man jene Ausfahrt durchaus auch mit 130 leicht fahren könnte. Also eine Gewöhnungssache.

Bei einem unverkleideten Motorrad merkt man den Gegenwind extrem. Und gerade wenn man dies nicht gewohnt ist, zieht es einem leicht den Kopf vom Fahrtwind nach hinten, weil auch die Halsmuskulatur nicht trainiert ist. Dies suggeriert einem dann leicht, dass irre Kräfte am Werk sind und es nicht gesund sein kann noch schneller zu fahren. Im Prinzip stimmt dies ja auch, aber deine Halsmuskulatur solltest du auch zusätzlich trainieren, zumindest die vordere.

Also demnächst mal öfter auf dem Rücken liegend Fernsehen gucken und dabei den Kopf hochhalten und diesen immer wieder auch mal ablegen, damit sich die Muskeln entspannen können und du keinen Krampf dort bekommst ;-)

Man desensibilisiert beim Motorrad fahren sehr schnell, das betrifft sowohl die Geschwindigkeit als auch z.B. das subjektive Gefühl von "zu viel" Gegenwind und auch Verwirbelungen, nach einiger Zeit spürt man das gar nicht mehr. Auch an die Leistung/Beschleunigung gewöhnt man sich, Anfänger fahren meist im höchsten Gang rum, wenn du aber mal feiner mit dem Gas umzugehen gelernt hast, fahr ruhig mal im 4. oder sogar im 3. Gang auf der Landstrasse, das ist eine ganz andere Welt.

Und wenn sich Autofahrer ausgebremst fühlen, ist das deren Problem, nicht deins.

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