Schräglage - unsicherheit

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11 Antworten

Ich fahre auch das erste Jahre und kann dir nur einen Tipp geben. Fahr mit einem Kollegen (kein raser) einen Tag durch die Gegend. Am besten hinter ihm. Dann kannst du linie die er fährt beobachten und wirst merken das er wesentlich schneller unterwegs ist wie du aber trotzdem kein Raser. Bei Anfängern ist es mal wichtig RICHTIG die Kurven anfahren, im RICHTIGEN moment in die Kurve legen und den Blick immer in Richtung Kurvenausgang und nicht 3m vor dem Motorrad Steinchen suchen. ;) Das Hinterrad rutschen ist ganz normal und passiert jedem. Es reicht wenn du auf den Teerstreifen von zusammen geflickten Strassen kommst um zu rutschen aber dein Motorrad hat so schnell wieder Grip und die Kreiselkräfte baumeln dich wieder ein. Nur nicht einschüchtern lassen. Ich fahre sein April und habe knappe 6000km und einen Hinterreifen gemeistert. Bei mir hat das so super funktioniert. Mittlerweile ist der angststreifen bei meinem 180er Reifen auf 2-3mm geschrumpft ohne das ich auf der strasse rennfahrer spielen muss. Du wirst sehn das du dein bike immer besser kennen lernst und genau weisst wie sie sich verhält. Versuch nie auf öffentlichen Strassen deine Grenzen auszutesten und leg dich auch nicht mit anderen Bikern an die dich womöglich Provuzieren. Ruhig und Gelasssen bleiben und sicher nach Hause kommen. Das ist das wichtigste!

damit mir in den Kurven die Fahrbahn nicht zu nahe kommt, knicke ich meinen Oberköper ab und "lege" meistens nur das Moped in die Kurve. Mein Hinterrad ist mir auch schon leicht weggerutscht. Das ist aber nicht schlimm, weil es, entgegen dem Vorderrad, meistens leicht wieder "gefangen" werden kann.

Betrachte deine Unsicherheit von folgender Seite:

Wann weisst du, wenn die Haftungsgrenze erreicht ist? Na, wenn ein Rad mal zu rutschen beginnt. Logisch.

Beim PKW mit vier Rädern ist das ja kein Problem, aber beim Motorrad ist es schon anders. Trotzdem gibt auch ein Motorrad-Reifen Feedback zur aktuellen Haftung. Wird die Haftungsgrenze erreicht, signalisiert der Reifen das mit typischen Vibrationen. Wie sich das aber genau anfühlt, musst du selber lernen; erklären kann ich es nicht. Auf jeden Fall verändert sich das Fahrverhalten im Grenzbereich; das Motorrad beginnt zu "schwimmen". Dies ist bei etwa 30% Schlupf (üblicherweise Haftungs-Maximum von Reifen). Und deswegen dieses Gefühl.

Am besten kannst du dieses Gefühl auf deiner "Heimstrecke" mit genügend Kurven lernen. Du weisst mit der Zeit, wie sich dein Motorrad in den verschiedenen Kurven anfühlt, und merkst dann mit der Zeit auch, wenn sich dabei etwas verändert. So lernst du ein Gefühlt für dein Motorrad zu entwickeln. Aber beachte: es braucht viel zeit! Fahre deine Strecke - wenn möglich - mehrmals die Woche. Nach ein paar Monate wird es wie von alleine gehen.

Ein anderer Aspekt sind natürlich die Reifen. Wie alt sind deine Reifen? Beachte, dass Reifen bereits nach einem Jahr beginnen, ihre Haftung zu verlieren, selbst wenn sie unbenutzt bleiben. Ich persönlich rate dir, keine Reifen mehr zu fahren, welche älter als 4 Jahren sind. Überhaupt: sind die Reifen irgendwo spröde (Rissbildung) müssen sie weg. Bei meinem gekauften Motorrad war dies bereits bei 4 Jahren alten Pirellis der Fall.

Und zuletzt natürlich die Reifen an sich. Unterschätze die verschiedenen Reifen nicht! Mit schlechten Reifen wird auch ein top aktuelles Motorrad unfahrbar. Dazu gibt es verschiedene Konstruktionen/Gummimischungen. Tourenreifen sind in der Mischung härter, halten aber recht lange (Hinterrreifen bis 10'000km). Ein Sportreifen (Hinterrad) kann hingegen bereits nach 4000 km gewechselt werden. Es ist wohl klar, dass ein Sportreifen die besseren Fahreigenschaften bietet.

Hier ein griffiger Reifen: http://moto.bridgestone.de/motorrad-reifen/ranges/battlax/s20/

Ein weiterer ist zum Beispiel der Pirelli Diablo Rosso II

Ach ja, und der Luftdruck muss natürlich stimmen. Heute benutzt man tendenziell höheren Luftdruck als noch vor wenigen Jahren. Bei mir z.B. v: 2.5, h: 2.9Bar

Meinen Reifen sind neu, hab das Motorrad auch erst 20 Tage und es sind Reifen von von Michelin drauf. (Yamaha YZF-R125).

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@Bikerboy68

Ich schätze, dass du die Michelin Pilot Sporty drauf hast. Korrigiere mich, wenn ich da falsch liege.

Sie sind nicht so schlecht; trockene, warme Strasse vorausgesetzt. Es scheint aber schon so zu sein, dass es für deine Maschine bessere Reifen gibt. Trotzdem solltest du auch mit diesen Reifen klar kommen.

Mein Tipp: fahre sie mal eine Weile, und wenn der Hinterreifen einigermassen abgefahren ist, gleich zwei neue, gute Reifen drauf.

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@Bikerboy68

Das nenne ich mal eine "Super-Erklärung" zum Thema "Gripp in der Kurve". Wir "alte Hasen" kennen das "Bauchgefühl", aber es wurde bisher kaum so gut beschrieben. Ich denke mal viele haben das Gefühl noch nicht "erfahren" dürfen, was gut ist. Es hat mich jedes mal sehr erschreckt wenn es unvorbereitet eingetroffen ist. Ein ungeübter Fahren kann durch die "Schrecksekunde" falsch reagieren und der Rest ist eigentlich klar.

Ich gehe mal davon aus, dass es nicht viele "Fahranfänger" wissen und deshalb nicht gefragt haben. Jetzt fehlt nur noch eine Erklärung was man in dem Fall im Allgemeinem zu tun hat und das als Tipp hier einstellen. Das wird sicherlich vielen helfen. Gruß Bonny

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Toll, daß du jeden Tag Deine Fahrpraxis erweiterst! Sinnvoll, daß du Dich für ein Schräglagentraining angemeldet hast, denn dort solltest Du eigentlich jegliche Schräglage vollkommen entspannt trainieren können, weil Du "im schlimmsten Fall" auf den Stützrädern des Trainingsmotorrades landest. Bis dahin sind doch nur noch ein paar Wochen und solange solltest Du vielleicht keine extremen Eigenversuche anstellen und vor allem mit Konzentration "Deinen Bremsfuß" ein wenig zügeln! :-))

bitte sei die erste Zeit vorsichtig. Vor allem überstürze nichts und probiere keines Falls irgendetwas aus. Glaub mir, ich sprech aus eigener Erfahrung und bin rennstreckenerprobt. Fahre erstmal in Ruhe und spule die ersten Kilometer ab. Die Sicherheit kommt dann schon. Versuch auf keinen Fall auf Krampf irgendwelche Schräglagen zu erreichen und warte das Training ab.

Ich sach nur:

Üben, üben üben!

Bei der ersten forschen Ausfahrt hab ich gleich auf dem gegenüberliegenden Bürgersteig geparkt, weil ich zu "flott" war. Danch hab ich nen Gang runter geschaltet, das große Moped gegen ein kleineres getauscht, und mich langsam an meine Grenzen heran getastet.

Mit Geduld und Spucke wird das schon.

Also mach schön zart bis zu Deinem Schräglagentraining, und danach wirst du viel freier in Kurven fahren :-)

Viel Erfolg!

Du machst das schon richtig mit dem Training. Nur würde ich davon absehen auf irgendeiner "Hausstrecke" das auszuprobieren. Hausstrecken sind meistens die Heizerstrecken für die ganz wilden. Wenn du dort einen Abflug machst, ist die Wahrscheinlich das du jemanden mitreisst sehr hoch. Sowas übt man auf einer Rennstecke. Grundsätzlich sollte man allerdings auch so fahren, das mann jederzeit reagieren kann.in einer unübersichtlichen Kurve kann ein Traktor oder eine Gruppe Radfahrer sein.

Alles dauert seine Zeit. Sieht man ja an unseren "neuen" Flughafen in Berlin (grins). Also keine Panik. Das Du täglich Fortschritte machst ist erfreulich. Denke aber daran, es nicht mit Gewalt zu versuchen. Geht es mal schief, sind die Rückschläge gravierend. Auch das Kurven-Training ist eine gute Sache. Du machst eigentlich alles richtig. Grade das Kurven fahren dauert so einige Zeit. Es gibt hier einige Tipps, die aber sehr unterschiedlich dargestellt werden. Gehe mal in die "Themen-Rubrik". Jeder meint es gut und hat da so seine Erfahrungen. Es ist aber schwer sich in die "Anfängerzeit" zurück zu versetzen und dann die erlernte Fahrpraxis für einen Anfänger praxisgerecht zu vermitteln. Ich könnte Dir beschreiben wie ich Kurven fahre (habe ich hier schon so einige Male), wird Dir aber nicht viel bringen. Grundbegriffe ja, aber Dich langsam an Deinem "persönlichen" Fahrstil heranzutesten musst Du selber. Der Erfolg stellt sich meist langsam ein, aber der kommt mit Sicherheit. Nichts überstürzen. Ein praktisches Kurventraining mit einem erfahrendem Fahrlehrer ist da die beste Lösung. Nebenbei: Ich fahre mit einigen Bikern, die seit vielen Jahren sehr sicher und auch "sehr zügig" fahren. In den Kurven fahren die aber ohne viel Schräglage. Na und? Muss man doch nicht immer. Die sind auch nicht langsamer als Andere. Also, immer oben bleiben und es langsam angehen. Gruß Bonny

Ich würde auch einfach weiterfahren. Das mit dem Schräglagentraining ist eine sehr gute Idee. Bis zum August werden deine Ängste garantiert sehr viel geringer geworden sein!

Also, bei mir war das am Anfang auch so, ich hab mir die Hinterreifen angeschaut... 2cm auf beiden Seiten...geht so nicht weiter dachte ich mir. Bin dann mit einem Kumpel ins Sudelfeld und zum Kesselberg gefahren (solche bekannten Kurvenstrecken gibt es eigentlich überall), und dann war einfach die Devise: Runter die Maschine. Da merkt man dann mal wie weit das eigentlich geht und was man dann für Reserven hat, wenn trotz Fußrasten schleifen immer noch Platz am Hinterreifen ist. Danach bekommt man dann keine Panik mehr, wenn man sich einfach mal selbst dazu gezwungen hat runter zu gehen. ist evtl. nicht für jeden praktikabel, aber so habe ich die Angst vor der Schräglage wegbekommen

LzG

Mogges (auch erst seit einem Monat oder so den Schein)

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