Fahren im 1. Gang

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Kommt eigentlich primär darauf an, dass der Motor und Schmierstoffe grundsätzlich einmal warm sind. Dann kannst du auch dein Auto bist in den Begrenzer bei 8500 umdrehungen knallen, kein problem, dauerhaftes fahren nah am Begrenzer sollte halt vermieden werden. Dass der erste Gang nur zum Anfahren dient ist hier chauvinistischer Ausdruck "Fahrschul-Hausfrauengeschwafel" (in Bayern am Dorf sieht man WIRKLICH viele eindeutige Hausfrauen die immer Sonntags mal zum Bäcker fahren müssen -.-) Überleg dir doch mal, was ist am ersten Gang anders als am zweiten bis sechsten? Außer der Übersetzung und der evtl. geringeren Motorkühlung wegen niedriger Geschwindigkeit doch eigentlich gar nichts?!

Ist beim Motorrad genau so, vor allem die Nippon-Reihen-4-Zylinder laufen ja von der Übersetzung her weit über 100 im ersten Gang, 7000rpm wie in deiner Frage sind ja für eine R6 gar nichts, da fängt die erstmal langsam an aufzuwachen.

Wie das bei einer Einzylinder ist können dir andere beantworten, da ich denke diese sind bei hohen Drehzahlen etwas anfälliger und tendenziell eher kürzer übersetzt.

LzG

Max

Danke für den Stern :)

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Ich ziehe, warmen Motor mal vorausgesetzt, den ersten Gang auch mal bis 110km/h kurz vor den Begrenzer... das ist weder technisch erforderlich noch schädlich für Motor oder Getriebe. Klar ist es nicht unbedingt sinnvoll, länger als drehmomenttechnisch erforderlich im ersten Gang (oder überhaupt einem niedrigen Gang) zu fahren, insbesondere wenn Du spritsparend unterwegs sein willst. Und gerade das Bremsmoment im ersten Gang, wenn Du spontan vom Gas gehst, kann enorm sein.

Technisch also kein Problem, aber nicht unbedingt gut für Deine Außenwahrnehmung (Lärm)...

Wenn du wirklich flott beschleunigen willst, musst du je nach Motorrad so hoch drehen. In der Stadt und überhaupt in normalen Verkehrssituationen ist das ja meist nicht nötig, deshalb würde ich für Umwelt und Motor schonend früher hochschalten.

kann das Getriebe plötzlich in den falschen Gang schalten

Hallo! Letzten Herbst ist es mir mehrfach passiert, dass bei meiner (fast neuen) KTM Duke 200 der 6. Gang erst verzögert mit deutlichem Ruckeln des Motorrads reingegangen ist. Konkret habe ich ganz normal hochgeschaltet (bei rd. 90 km/h), aber als ich den Kupplungshebel wieder losgelassen habe hat die Ganganzeige nur geblinkt und ein rotes Warnlicht ist angegangen (also das normal grüne Neutral-Lämpchen war rot, was nicht sehr beruhigend ist bei 90 km/h). Der Motor hat kurz hochgedreht im Leerlauf und dann ist nach ca. 2-3 Sekunden mit einem deutlichen Ruckeln doch der 6. Gang reingegangen. Das hat sich doch etwas gefährlich angefühlt. Bei meinem KTM-Händler habe ich die Auskunft bekommen, dass dies überhaupt nicht gefährlich ist, sondern nur daran liegt, dass die Zahnräder der neuen Maschine - besonders im 6. Gang - noch nicht abgenutzt sind und deshalb manchmal der Gang nicht gleich reingehen würde.

Seither habe ich aber immer bei höheren Geschwindigkeiten Angst, dass das Motorrad sich plötzlich "denkt", es wäre jetzt eigentlich lustig, z.B. bei 90 km/h statt einen Gang rauf drei Gänge runterzuschalten, was vermutlich tödlich enden würde. Ich bekomme das Bild nicht aus dem Kopf, dass ich in den 6. schalten möchte und stattdessen legt das Getriebe den 2. Gang ein und es katapultiert mich 100 Meter weit gegen einen Baum.

Ist es technisch überhaupt möglich, dass so etwas passiert? Kann es sein, dass wenn ich die Kupplung ziehe irgendein Gang reingehen kann? Oder ist das Getriebe sowieso "gefangen" zwischen dem aktuellen Gang und einem rauf oder runter? Bitte um eine beruhigende Nachricht :o)

Danke! Lg, Michael

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