Einfahren bei Vorführer-Modellen?

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Bei meinem Händler fahren die Mechaniker oder so gut bekannte Kunden wie ich die ersten paar hundert Kilometer die Vorführer ein bevor sie die "normalen" Kunden in die Hände kriegen.

Das schont nicht nur den Motor sondern hat auch noch den Hintergrund des anfahrens der neuen Reifen, es haben sich schon viele Probefahrer gleich nach einigen Metern wegen der rutschigen Reifen langgelegt.

Ich persönlich hätte mit einem Vorführer kein Problem sofern der Preis stimmt.

Das ist die Info die ich gesucht hab! Danke

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Hallo zusammen, also ich würde mir nicht unbedingt ein Vorführ Modell kaufen! 2 Beispiele...1. Bin die Tage ne Triump Probe gefahren. Die hatte 60km auf der Uhr. Ich bin sie wirklich vorsichtig gefahren, auch wegen den frischen Gummis. Sagte dann dem Händler das ich ein wenig entäuscht von der Leistung bin...der hat mich noch mal raus geschickt..da und da gehts zur Autobahn und zieh mal bis 9000U/min. Also ich Kunde 60km Bike mit 9000U/min auf die Bahn... möchte das bike irgendwie nicht kaufen! 2.Beispiel: Ein Freund von mir ist Neuwagen Verkäufer (Marke sag ich jetzt mal nicht) aber der ist voll der Raser, hat ständig neue Karren die er einfährt bzw.einheizt. Von dem möchte ich kein Auto haben.Wir sind mal 4Jungs nach Sardinien gefahren..Die Karre war nagel neu...der die Karre gekauft hat tut mir echt leid. Nicht nur wegen dem verheizten Motor, denn den ganzen Urlaub waren wir die coolsten wenn wir cruisen.... (-:

Mein erstes " fast neues Auto", ein kleiner Freund, oder R5 genannt, wurde genau ein Jahr immer von der Frau des Autohausbesitzers Morgens 1,5km hin, und Abend´s 1,5km zurück bewegt. Vielleicht ist auch mal ein Kunde ein paar Meter damit gefahren. Naja, ich habe den "Vorführer" dann mit knapp 2000km nach einem Jahr gekauft, und nur auf der Landstraße ausprobiert. Als ich dann auf dem Highway war, wunderte ich mich über den Spritverbrauch und die Höchstgeschwindigkeit beim Vollgas. Hm 71 PS gehen eigentlich in so ner kleinen Dose viel besser, naja, aber den fahren wir schon noch ein. Am Anfang war die Kiste richtig zäh, und als ich dann die 6000km voll hatte, da wurde der klene Freund richtig Frei. Endlich konnte ich auch mal nen Uno 75,oder nen Golf dt abledern. Heute haben sich die Fertigungstoleranzen absolut geändert, und Einfahren kann eigentlich in die Welt der Fabelwesen geschickt werden. Ist beim Auto, oder Motorrad ziemlich gleich. Nur würde ich, bis zum ersten Ölwechsel, bei dem Bearbeitungsrückstände mit dem Öl heraus gespült werden, nicht unbedingt volle Lotte am Gashahn ziehen. Auch wenn der Ölwechsel bei 1000-2000km nicht mehr Vorschrift ist, ich würde drauf bestehen! Ansonsten viel Spaß bei Stöbern und Probefahren :-)

Vielen Dank erst mal.. Unter Einfahren hät ich jetzt auch nichts anderes verstanden als bisschen ruhiger fahren bis zum ersten Ölwechsel nach 1-2 tkm. Aber gut, dass dich bei der R5 nicht schon vorher die Lust verlassen hat. Ist ja heute schwer vorstellbar erstmal 5000 km abreiten zu müssen bevor man wirklich was von der Leistung hat.. ;-)

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Ein kleineres, schwächeres Moped, das man auf den ersten km schon Vollgas fahren kann, würde ich als Vorführer nicht kaufen. Ein stärkeres mit deutlich über 100 PS schon eher. Das kann man so leicht nicht antöten, da müssen ja auch erst mal die Reifen warm werden, bevor man loslegen kann. Dann ist i. d. R. auch das Öl schon warm. Und im Neuzustand schädliches Dauervollgas wird eher kaum jemand auf einer Probefahrt machen, außer vielleicht mit 15 PS. ;-)

Sicher ist Einfahren immer noch sinnvoll, es entsteht durch eine noch erhöhte Reibung einfach etwas mehr Wärme an den Lagern, Kolben/Zylinder, Zahnrädern. Aber selbst wenn ein 100-PS-Moped auf den ersten 100 km ab und zu mal kurz hochgedreht wird, geht nicht gleich etwas kaputt. Vllt. sollte man als erstes nach dem Kauf einen Ölwechsel machen und sich das abgelassene Öl mal etwas genauer nach außergewöhnlichem, metallischem Abrieb anschauen (wenn man sich auskennt).

Es muss aber doch gar kein "Vorführer" sein. Es gibt auch Prozente oder Grauimporte oder Auslaufmodelle. Meine hat bis zum Ende offiziell 13.600,- gekostet. Gut 10% waren beim Verhandeln drin. Und ca. 11.000,- aus anderen EU-Ländern. Und nachdem klar war, dass sie ausläuft, standen die letzten bei den Vertragshändlern für schlappe 8.500,- €. Ich wollte mir eigentlich noch eine als "Organspender" holen, hab's aber dann doch verpasst. Wäre für das Moped auch zu schade gewesen.

Die Tatsache, daß man Vorführer in der Regel ohne Bedenken kaufen kann, ist der beste Beweis, daß "Einfahren" im klassischen Sinn weitgehend überflüssig ist. Ich hätte gegen eine ehemalige Vorführmaschine keine Einwände.

na Chapp, so etwas nennt man wohl einen "Ringbeweis" ;-) . Dir scheints ja wieder gut zu gehen, ist denn noch was von der Schokolade übrig? <G>

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@fritzdacat

Aber absolut! Da ist ja mal überhaupt keine Logik hinter..

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@xt3TB

Verzeiht, daß ich mich wegen meiner Verletzungen etwas kurz fasse. Es ist daher verständlich, daß sich euch aus meinen mageren Worten die Logik nicht erschließt.

Daß moderne Großserienfahrzeuge auch als Neufahrzeug eine ruppige Behandlung mühelos wegstecken ist eine Tatsache, die in der Praxis viele tausende male bestätigt wurde und wird.Es handelt sich also um einen empirischen Beweis.

Meine Ausführungen sind daher weder ein Ringbeweis, noch logikfrei.

Meine "Neue" z.B., die leider ein sehr unrühmliches Ende genommen hat, hat ihre ersten 100 km unter härtesten Bedingungen zu Abstimmungszwecken auf einem Leistungspeüfstand abgespult. Bereits mit 700km mußte sie über längere Zeit auf der Autobahn eine Dauergeschwindigkeit vonüber 220 kmh aushalten.

Motorradfahrer haben zu ihren Motorrädern oft ein sehr persönliches Verhältnis. Bei vermeintlich quälenden Belstungen empfinden sie ein fast körperliches Mitleid mit ihren lieben "Schoßtierchen"

Dem Motorrad ist das piepegal. Der Motorradmotor ist eine Maschine, die für solche Belastungen konzipiert ist. Durch besondere "Einfahrrituale" wird sie weder langlebiger noch leistungsfähiger.

@ Ulli: Deine Schokolade liegt in den letzten Zügen.

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@chapp

Also mit dem letzten Teil geb ich dir auf jeden Fall recht. Sicherlich sind so "Traditionen" und Gewohnheiten nett, dem Motorrad ist es mit Sicherheit egal. Gibt es zu dem ersten Teil auch was handfestes? Die Tatsache, dass es scheinbar auch bei modernen Großserienfahrzeugen noch im Handbuch steht, ist ja nicht zum Spaß an der Freude.

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