Kupplung durchgebrannt! Wer kann mir das näher erklären was und wie das passiert?

4 Antworten

Kupplungen verbrennen, seit es Kupplungen gibt. Früher öfter, heute nur noch selten. Bei den modernen, groß dimensionierten Ölbadkupplungen kommt das kaum noch vor. Bei Trockenkupplungen (vor Allem bei Einscheibenkupplungen) war das früher sehr häufig und konnte bei einmaligem zu lange schleifen lassen schon passieren.

Ursachen? Eine schleifende Kupplung wirkt wie ein Drehmomentwandler. Durch die Primärübersetzung verstärkt sich das Drehmoment an der Kupplung schon mal um den Faktor 1,5 bis 2,5. Durch das Schleifenlassen kann sich das Drehmoment noch einmal verdoppeln.

Dabei entsteht Wärme, die bei der Ölbadkupplung über das Motorenöl abgeführt wird. Entsteht zu viel Wärme, verkohlt das Öl, und es kommt zum direkten Kontakt zwischen den Kupplungsscheiben. Dadurch steigt die Hitze sehr stark an. Die Stahllamellen werden glühend und die Beläge auf den Reibscheiben verbrennen. Bei organischen Belägen passiert das schneller, bei keramischen dauert das länger.

Ursachen?

Konstruktiver Murks zB. Zu wenige Scheiben oder zu kleiner Durchmesser.

Minderwertiges Kupplungsbelagmaterial.

Falsches Öl (zB ungeeignetes Synthetiköl setzt den Reibungskoeffizienten zu stark herab). Die Kupplung rutscht unbemerkt dauernd und verschleißt dadurch heimlich.

Kurzzeitiges Schleifenlassen beim Anfahren schadet kaum einer modernen Kupplung. Wird das aber zur schlechten Gewohnheit, kann sie verschmurgeln. Auch wer beim Gangwechsel den Kupplungshebel zu zögerlich loslässt, oder beim Fahren ständig am Kupplungshebel herumspielt schadet seiner Kupplung. Deshalb schalte ich nach dem 2.Gang prinzipiell ohne Kupplung hoch.

Besonders anfällig sind drehmomentstarke Motoren und Motoren, die dieses Drehmoment schon bei niedriger Drehzahl abgeben. Die Drehzahl ist der Kupplung prinzipiell egal. Das Drehmoment ist das Problem.

Ich würde also bei Motoren mit hohem Drehmoment aus dem Keller Kavalierstarts weitgehend vermeiden und erst voll aufdrehen, wenn die Kupplung gegriffen hat.

Um ein weiches Anfahren auch für grobmotorisch veranlagte Fahrer zu ermöglichen gehen Konstrukteure manchmal zu weit und lassen durch eine lange Hebelübersetzung die Kupplung zu langsam greifen. Das kann einer Kupplung den Tag versauen.

Reparatur?

Alle Beläge und die Federn tauschen und das Öl und das Ölfilter wechseln. Das war 's dann normalerweise. Es kann bei schweren Fällen aber auch die Reibfläche am Kupplungszahnrad ausglühen. Dann muß die komplette Kupplung gewechselt werden (erkennbar an blauer Anlaßfarbe an der hinteren Reibfläche).

GH

Wie schon beschrieben wurde, kann das passieren, wenn

Das Bike ist ja nicht so das typische Wheelie-Material, derartigen Verschleiss können wir wohl ausschliessen .  

Gehe mal davon aus, dass jemand öfters im Gelände war und der 1. Gang eventuell etwas lang übersetzt ist, und da kann man dann manchmal eben nur mit schleifender Kupplung arbeiten, und vielleicht ist die Tiger in diesem Punkt etwas schwach auf der Brust (aber alles reine Spekulation).  Die technischen Einzelheiten siehst du bei Chapp, der das besser beschrieben hat als ich es je könnte

Kann z.B passieren wenn man ständig mit hoher Drehzal anfahren will, und die Kupplung langsam kommen lässt bzw. wenn sie nicht ganz durchgezogen wird.

Bei Autos ist das des öfteren der Fall wenn Rentner ohne Hörgerät fahren, und darum den aufheulenden Motor nicht hören.

Wenn ansonsten nichts fehlt muss nur die Kupplung getauscht werden.

Bei einem Auto kostet es soweit ich weiß - bei normalen Getriebe - mind. 700-800 Euro, beim Motorrad weiß ich es nicht, kann mir aber vorstellen dass es billiger wird, da weniger Arbeitsstunden anfallen.

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