Bremsen Rennfahrer wirklich nur mit der Vorderbremse?

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8 Antworten

Es gibt bestimmt auch einige Profis die ihre eigene individuelle Kurven-Bremstechnik haben und diese dann auch nahezu perfekt ist.... Allerdings die richtige den physikalischen Gesetzen richtig angepasste Technik ist: Man kommt an eine Linkskurve gefahren, nun wird nur mit voller Konzentration die Vorderradbremse benutzt(Die Hinterradbremse ist hier überflüssig!). Nun kommen wir zum Einlenken - also nach rechts lenken, bei abgehobenem Hinterrad kann man nun ein Schwänzeln beobachten, gleichzeitig in linke Schräglage ablegen- und nun kommts - jetzt da wir durch die Zentripedalkraft die verursacht wird zunehmend wieder mehr Druck auf das Hinterrad bekommen fangen wir an mit der Hinterradbremse gerade erst in Schräglage zu bremsen, quasi nachzubessern. Spätestens im Kurvenscheitel die Vorderradbremse ganz lösen, allerdings die Hinterradbremse weiter halten - mit dem richtigen Gefühl natürlich - und gleichzeitig wieder ans Gas! Also nach dem Kurvenscheitel geht man ans Gas und bremst hinten gleichzeitig, allerdings nur für einen Augenblick....der Sinn dafür ist: Die Kette wird ständig unter Zug gehalten, denn den Lastwechsel können wir gar nicht gebrauchen wenn wir wieder aus der Kurve schießen, vielleicht auch nur ganz knapp auf dem Hinterrad!!

Lieber moppedmichl, deinen Gag mit der Anti - Hopping Kupplung und dem Einleiten des Slides hast du wohl als Scherz gemeint. Zum Einen haben die Rennmaschinen mit ihren extremen Überschneidungen der Steuerzeiten nur eine marginale Bremswirkung. Die Anti Hopping Kupplung wirkt nur beim harten Herunterschalten. Kein Geisteskranker dieser Welt leitet aber genau in dieser labilen Situation den Slide ein. Zum Anderen ist das Einleiten des Slide die sensibelste und labilste Situation aller denkbaren. Der Grip und der Fahrbahnzustand ändern sich ständig. Mit einer vor dem Rennen fixierten Einstellung der Anti Hopping Kupplung ist es ausgeschlossen dem Rechnung zu tragen. Zuletzt noch eine Frage: der Slide wird seit Jahrzehnten praktiziert. Die AH Kupplung gibt es erst seit relativ kurzer Zeit - wie haben dann die das vorher gemacht? Die Hinterradbremse hat sehr wohl eine sehr relevante Bremswirkung. Man benutzt sie auf der Geraden und zum Einleiten des Slides - in Schräglage wird sie nicht benutzt.

'Tschuldige chapp, aber ich sehe das wie moppedmichl.

Früher mag das ja anders gewesen sein, aber auch z.B. in der MOTORRAD Ausgabe 19/07 steht über die Buell 1125R Zitat: "...und mit ihr dank der unterdruckunterstützten Anti-Hopping Kupplung sanfte Anbrems-Drifts hinzulegen..." Zitat Ende.

Evtl. hat sich in den letzten Jahrzehnten ein wenig geändert...

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@my666

Lieber Freund, du solltest über diese Dinge nicht lesen, sondern sie selbst beherrschen, wenn du darüber eine Meinung abgibst. Übrigens, ich fahre seit meiner Jugend ununterbrochen und beherrsche diese Technik heute noch. Du auch?

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@chapp

Nein, ich Drifte nicht - ich komme auch so zügig genug um's Eck ;-)

Natürlich leiten die Meisten den Drift ein, wie von Dir beschrieben. Aber darum geht es auch gar nicht, sondern nur darum, das moppedmichl mit seiner Antwort prinzipiell sehr wohl recht hat, egal ob DU die Technik beherrscht oder nicht!

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Wer erzählt so einen Mist? Natürlich benutzen Rennfahrer auch die Hinterradbremse. Abgesehen vom normalen Reduzieren der Geschwindigkeit wird besonders in den größeren Hubraumklassen das Hinterrad absichtlich überbremst, um den Slide gezielt einzuleiten.

Das ist die einzig richtige Antwort

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Nach meiner Erfahrung bremsen bei einem Renntraining 90% der Fahrer nur vorne, weil sie mit der Kontrolle einer Bremse genug zu tun haben. Und die ganz schnellen bremsen hinten mit.

Hat jemand vorhin Moto-GP geschaut? Da waren Rossi und Co. oft in Nahaufnahme zu sehen, wie vor der Kurven das H-Rad abgehoben hat. Ich habe aber nicht darauf geachtet, ob es sich dabei noch gedreht hat. Nächstes Mal wissen wir mehr. Aber eigentlich wissen wir es schon. Wie oft hat man schon einen gesehen, dessen Moped beim Anbremsen hinten "geschwänzelt" hat.

Dass die Profis bei extremer Bremsung aus extremer Geschwindigkeit eine Bremse weglassen, ist überhaupt schon ein extrem abenteuerlicher Gedanke. Selbst wenn die H-Bremse nur 10% übernimmt, ach was, selbst bei nur 5%, wäre das total verschenkt bzw. verrückt. Da kommt es auf jedes Quentchen an. Möglich nur, dass sie kurz bevor sie in Schräglage gehen oder wenn das H-Rad sowieso abhebt, die H-Bremse ganz loslassen.

Auf diversen Renntrainings wurde uns "eingebleut" auf den Einsatz der HR-Bremse zu verzichten. Das hat aber nicht viel mit Rennfahrern zu tun. Wir sind allesamt ziemlich lumpige Pistenstrolche gewesen.

Wer es kann, der setzt alle Bremsen am Motorrad ein. Die HR-Bremse kann gezielte Hilfe geben (siehe chapp) oder auch gerade da dem Ungeübten den Angstschweiss ins Gesicht treiben. Da wir hier von Rennfahrern sprechen, gehe ich nicht davon aus, daß die Angstschweiß ins Gesicht bekommen, wenn die ihre HR-Bremse einsetzen... die können es wohl ....

Genau! Volle Konzentration auf die Vordere, dann klappt's auch mit dem Bremspunkt!

Auf der Straße und vor allem mit ABS natürlich ggf. voll rein mit allem was geht ;-)

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Kann den Komentar von chapp nur unterstreichen ! Bei extremen Kursen , wo viele Schnelle Rechtskurven sind , bauen die Kracks schon mal die Hinterbremse zum linken Daumen hoch !!

Ab einem bestimmten Punkt hat die Hinterradbremse 0 Bremswirkung, und bei blockierendem Hinterrad ist das Motorrad nicht mehr so spurstabil, daher wird die Hinterradbremse wenn nur am anfang der Bremsung eingesetzt.

Das Driften wird auch oft über die einstellung der Antihopping Kupplung geregelt! Also über die Motorbremse!

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