Würdet ihr einen Kettenkasten an euer Motorrad bauen - wenn man ihn kaufen könnte?

Das Ergebnis basiert auf 30 Abstimmungen

Nein, weil... 53%
Ja, weil... 43%
Weiß nicht, weil... 3%

6 Antworten

Ganz klar: Ich habe in den 70er Jahren 6 Stück Honda F1 gefahren. Eine hatte - mit Becker Fettkasten - 180.000km (Ich habe Dienstfahrten mit diesen Maschinen gemacht --> 480.000km abgerechnet. Da sind die privaten km nicht dabei) Bei der Kontrolle der Kette mußte ich feststellen, dass die Durchbiegung nur 2 cm betrug, WAS EINER NEUEN KETTE ENTSPRICHT!!!! Ich habe dann beides - Kette und Kasten - auf die Nachfolgemaschine umgebaut und bin weitere 80.000km gefahren, ohne eine Störung zu haben. Auch danach war kein Ritzel / Kette/ Kettenrad verschlissen! Die Kette wird in einem BUNA - Stück geführt und hat somit keinerlei Eigenschwingung, was zum Verschleiß führen würde. Für mich gibt es nur eines: Kette mit Fettkasten, denn ein Kardan hat beim Anfahren nur einen Wirkungsgrad von 40% - die Kette 100%. Gruß von Dipl.-Ing. Wolfgang Manthey, 94051 Hauzenberg. ismanthey@t-online.de P.S.: Weiß jemand, was aus dieser Firma Becker in Pirmasens geworden ist???

Ja, weil...

Hab mir an mein XJ600 Diversion Gespann so ein ding drangefummelt. Hab die Kette über 100T Km gefahren. Das vordere Ritzel hatte dann aber schon Verschleiß gezeigt. Leider habe ich jetzt ne breitere Bereifung, so daß das Ding nicht mehr passt. Kommt dafür beim nächsten kettenwechsel an meine Solo-Yam.Da müßten dann nochmehr Km mit einer Kette drin sein. (dann wieder keine O, oder X-Ring Kette, sondern ne "billige" Industriekette)!!! Gruß Schrauberwolfi

Ja, weil...

ich die Kettenspannung über die Gummiteile an dem unteren Kettentrum erfühlen kann und es auch einen Sicherheitsaspekt gibt, Stichwort Kettenfinnen. Und natürlich wegen des geringen Verschleißes. Aber anscheinend bin ich momentan der einzige Befürworter...:-(

Sind schon zwei und Scott Oiler ist so auch nicht der Weisheit letzter Schluss

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@Nachbrenner

Aller guten Dinge sind Drei..... ich hab so´n Ding sogar am Moped verbaut :-)

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Ja, weil...

Erstens bliebe es am Hinterrad sauber zweitens würde die Kette nicht so verschleossen drittens müsste er so wie bei der alten MZ aussehen

Nein, weil...

Auch wenn einer meiner Freunde ein absoluter Fan von Kettenkästen ist, habe ich da Vorbehalte. Ölbadkettenkästen sind so gut wie nicht dicht zu kriegen, außer sie sind bereits serienmäßig vorgesehen (Beispiele: Heinkel Perle, Münch Mammut). Nachträglich angebaute Ölbadkästen waren ein technisches Fiasko(siehe Becker Kettenkasten). Die Firma Becker hat den Kasten dann als Fettkasten auf den Markt gebracht, der war wenigstens dicht. Das Problem bei abgeschlossenen Kettenkästen ohne Ölbad ist die Hitze. Ketten heizen sich im Betrieb, besonders bei starken Maschinen und hohen Geschwindigkeiten enorm auf. Der Fahrtwind löst dieses Problem normalerweise. Ist die Kette jedoch gekapselt und vor dem Fahrtwind abgeschirmt, aber nicht im Ölbad, dann entfällt diese Kühlung. Die dann enorm heiße Kette schleudert das dann sehr dünnflüssige Fett nach außen und verteilt es an der Innenwand des Kettenkastens. Die Folge war bei Ketten ohne O-Ringe der schnelle Tod der Kette, weil sie knochentrocken liefen. Verwendet man in Kettenkästen O-Ring - oder X-Ring Ketten, dann hat man, abgesehen von der Verschmutzung kaum einen Vorteil gegenüber einer offen laufenden Kette. Wohlgemerkt, das gilt für starke, schnell gefahrene Motorräder. Vielfahrer mit relativ moderaten Motorleistungen (unter 50PS), haben von einem Kettenkasten sicher Vorteile.

Absolut falsch --> siehe meine Erfahrung über 480.000km. Ein Fett wird in einem Fettkasten durch die BUNA _ Stücke vollkommen gekapselt und nicht abgeschüttelt. Wieviel Milligramm Fett hast Du denn reingetan --> bestimmt nciht die vorgeschrieben Menge! Und der Alukasten leitet die Wärme vollkommen ab, wird nicht über 40 °C heiß.

Meinst Du nicht, dass Dir da die Erfahrung fehlt???

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