Wieso gibt es trotz Sicherung einen Kabelbrand?

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Was macht denn eine Sicherung? Sie unterbricht den Strom. Nehmen wir mal an, es ist handelt sich um die 20A „Hauptsicherung“. Bei 20A würde diese durchbrennen. Da gibt es aber noch einige „Varianten“ wie flink, mittelträge und träge. Das ist das Verhalten, wie schnell die Sicherung „anspringt“.

Bleiben wir aber bei der unserem Beispiel der 20 Amperesicherung (flink). Bei einem Kurzschluss steigt der Strom schnell über 20 A an. Die Sicherung „brennt durch“. Alles was darunter ist, interessiert die Sicherung aber nicht. „Auch 10A Stromfluss ist sehr viel, reicht aber nicht um die Sicherung auszulösen.

Nehmen wir mal an, die Isolierung ist an einer Stelle durchgescheuert. Es fließt noch kein direkter 20A Strom, der die Sicherung auslöst. 10 Ampere, die sich durch die defekte Isolierung „brennen“ reichen locker aus, das Plastik zum schmelzen und dann zum brennen zu bringen. Das sind die „normalen“ Kabelbrände, die so entstehen. Dabei spielt es keine Rolle ob die am Fahrzeug, in der Wohnung oder sonst wo entstehen. Ich hoffe, ich konnte es Dir einigermaßen erklären. Gruß Bonny

eine sehr gute Erklärung !

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Hallo kleiner König

Es sind in der Regel nicht alle Leitungen abgesichert, z.B. die zum Starter oder die Akku Plus führenden auch nicht bei jedem Motorrad. Eigentlich nur die, die unmittelbar zu den Verbrauchern führen und auch das muss nicht immer sein. Die meisten Brände sind eh hausgemacht,

a weil fettere Sicherungen bei Schäden verbaut oder gar grob überbrückt werden oder

b zu viele zusätzliche Verbraucher angehängt werden, z.B. Lampen und Hupen.

Dann werden heute Leitungen mit z.T. 0,5mm² verbaut, die mechanisch gerne an ihre Grenzen kommen.

Elektrik ist halt nicht Jedermanns Sache und trotzdem wird gerne daran rumgefummelt.

Gruß Nachbrenner

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