Wer hat Erfahrungen mit einer Cagiva Raptor?

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Hallo, ich bin auf einer Tour in Italien im vorletzten Jahr eine Raptor zur Probe gefahren. Das Bike war nicht meins. Der Motor war unter einer Drehzhal 4.000 U/min.nicht zum "leben" zum bringen. Darüber war er ganz OK. Sehr schlecht fande ich das Fahrwerk - viel zu hart und die sehr teigigen Bremsen. Würde ich Dir nicht empfehlen. Noch dazu in Deutschland im Wiederverkauf nahezu unverkäuflich.

So einen Schmarren, wie den von Profiheizer, hab ich noch selten gelesen. Wenn er den Motor einer Raptor unter 4000 Touren nicht zum Leben bringt, dann weiß er nicht, wie man einen Gasgriff bedient.

Habe selber einer Raptor und bin in den letzten Jahren relativ viele andere Bikes Probe gefahren. Der spontane Antritt unten raus ist auch im Vergleich zu neueren Motorrädern immer noch der Hammer. Gegen eine Superduke oder eine Tuono neueren Baujahres kann sie sich mit Anstand halten, aber natürlich nichts gewinnen; jeden x-beliebigen Vierzylinder schnupft sie mit dem reinsten Vergnüngen.

Wie der Motor im Allgemeinen ein einziger Traum ist. Einzig störend sind in der serienmäßigen Abstimmung die heftigen Lastwechselreaktionen. Die machten das Motorrad im ersten Jahr für mich beinahe unfahrbar (bin eben ein Grobmotoriker :-)) Mit einer einfachen Modifikation zu geringen Kosten (ein paar Euronen) lässt sich diese Problem aber beheben. Details (und jede Menge weitere Inos zur Raptor) findet man auf www.cagivaonline.de.

Das Sitzposition ist (zumindest für mich als ehemaligen Supersportfahrer) ein wenig gewöhnungsbedürftig. Man sitzt sehr tief und im Motorrad sitzt, die Fußrasten sind relativ weit vorne, dabei aber hoch.

Das Federung ist (zweiter großer Schmarren von Profiheizer) eher auf der weichen Seite. Kann aber im Infight auf einer eher holprigen Passstraße von Vorteil sein.

Die Bremsen sind gut, verlangen aber eindeutig zu viel Handkraft. Teigig (Schmarren Nummer drei) sind sie nicht.

Kurz gesagt hat die Raptor ein paar Eigenheiten, an die man sich gewöhnen muss. Wenn man sich aber einmal darauf eingestellt hat, gibt es zu diesem Preis kein Motorrad mit höherem Spaßfaktor.

Der einzige Punkt, in dem ich Profiheizer Recht gebe, ist der problematische Wiederverkauf. Andererseits ist der Einkaufspreis bereits derart niedrig, dass sich der Wertverlust in Grenzen hält. Für dieses Geld erhält man meiner Ansicht nach kein vergleichbar hochwertiges und tolles Gerät. Ich jedenfalls habe den Kauf noch keine Sekunde bereut.

Ich habe einen Freund, der die große Raptor fährt... motorseitig gepimpt... er ist glücklich mit dem Mopped! Das ist das was zählt.

Allerdings kenne ich auch einen ambitionierten Rennstreckenfreund, der mit dem Fahrwerk der Raptor nie ganz glücklich geworden ist und die Raptor deshalb gegen eine Duc getauscht hat...

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