Um wieviel % darf man die Service Intervalle überziehen?

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10 Antworten

500-1000km spielen da keine Rolle, wenn du mit Deinem Händler gut asukommst, dann trägt er Dir die Kilometerlaufleistung im richtigen Intervall in Dein Garantiecheckheft ein, damit es später keinen Stress bei Garantiefällen gibt. Ich hab erlebt das beim PKW die Koraner bei mehr als 1000km Stress machen, kann ich mir bei den Japanern auch gut vorstellen. Also versuch den gesteckten Rahmen ein zu halten, da es Dir ja keinen Vorteil bringt, ein Fahrzeug in der Garantiezeit muß gewartet werden, früher, oder später!

Die Frage ist ganz einfach zu beantworten, dazu muss man jedoch ein wenig ausholen und die Frage stellen: Was ist Garantie überhaupt? Garantie ist eine freiwillige Leistung des Herstellers, die durch keinerlei gesetzliche Regelungen erzwungen oder geregelt wird. Rechtlich wäre keine Garantie genauso einwandfrei wie lebenslängliche 100% Garantie. Beides wird in Realität kaum jemals vorkommen. Da die Garantie aber nun nichts Anderes ist, als eine Zusatzvereinbarung zum Kaufvertrag zwischen Dir und dem Hersteller, gilt im Falle des Falles auf Punkt und Strich genau das was in dieser Vereinbarung geschrieben steht. Und wenn da nun steht, das ein Nicht-Einhalten der Service-Intervalle die Garantieansprüche nichtig macht, dann sind die auch bei 1km über der festgesetzten Grenze nichtig. Wie immer wird aber meist nicht so heiß gegessen wie gekocht wird und die meisten Hersteller verzichten in Kulanz auf ihr Recht die Garantieleistung zu verweigern, solange man die Intervalle nicht mehr als um 5% überschreitet.

Bei Triumph darf der Servicetermin nur um wenige KM überzogen werden, bzw. einmal jährlich auch wenn die KM nicht erreicht wurden, sonst gibt es bei einem Garantiefall keinerlei Leistung und auch keine Kulanz. Die sind da richtig kleinlich und entledigen sich bei so einer günstigen Gelegenheit sofort ihrer Leistungspflicht.

Inspektionsintervalle sind zum Einen technisch veranlaßt, aber zum Anderen auch eine Möglichkeit, Dich zu Wartungsarbeiten (=Ausgaben) zu zwingen. Meistens ist eine Herstellergarantie (nicht Gewährleistung!) zwingend an die korrekte Einhaltung der Inspektionsintervalle gekoppelt.

Je besser Du Dich mit Deiner Werkstatt verstehst um so weniger ist dabei der Aufwand, daß das trotzdem "korrekt" dokumentiert wird. Ich hatte letztens am PKW das Problem, daß er (dynamische Inspektionsintervalle) spontan nach einer Inspektion verlangte, aber wegen des exotischen Modells erst vier Wochen später ein Inspektionstermin machbar war. Hab ich mir vom Markenwerkstattleiter so bestätigen lassen, damit es da keinen Streß gibt.

Faustregel: Je genauer die Intervalle eingehalten sind, umso besser Deine Chancen auf Garantieleistung im Fall der Fälle bzw. auf Kulanzleistungen.

Grundsätzlich sollte man die Intervalle möglichst gar nicht großartig überschreiten. Ich denke, bis maximal 100 Km wird nicht viel passieren. Fällt innerhalb einer Überschreitung ein Schaden an, kannst Du davon ausgehen, dass Dir die Garantieansprüche möglicherweise gestrichen werden. Dann ist Ärger vorprogrammiert. Normalerweise sollte man es schon irgendwie schaffen, die Termine einzuhalten. Sie kommen ja schließlich nicht von jetzt auf gleich auf einen zu. Ich musste vor vielen Jahren Garantieleistungen gerichtlich erstreiten, weil ich mit meinem PKW zwar in einer Meisterwerkstatt, nicht jedoch in einer Ford-Werkstatt gewesen bin. Es endete mit einem Vergleich. Seinerzeit gab es die EU-Regelung noch nicht, nach der man jede Meisterwerkstatt aufsuchen darf.

Da gibt es keine feste Regel. Im Handbuch bzw. in den Werkstattvorgaben sind die Intervalle festgeschrieben und eindeutig. Ist das Intervall überzogen und es tritt ein Schaden ein, so liegt es ausschliesslich im Ermessen des Herstellers, ob und wie weit er sich was davon anzieht. Ich bin sogar der Meinung der Hersteller könnte aufgrund der vorgschriebenen Intervalle dann jede Garantieleistung auch rechtlich verweigern.

Ob dieser das dann macht, auch aus Gründen der Kundenzufriedenheit, ist dann reine Kulanz!

Es ist keine Regelung neben Deinen Papieren bekannt. Die meisten Hersteller haben dazu klare Aussagen in den Garantieunterlagen.

Bei meinem letzten Bike konnte ich die 12000er Inspektion erst bei 14400 km machen lassen, weil die Vertragswerkstatt nicht in der Lage war, die dabei zu wechselnden Teile zu beschaffen.

Das Problem habe ich mir schriftlich bestätigen lassen und mich parallel schriftlich beim Herstellerservice beschwert, sodass ich wohl auf der sicheren Seite bin.

die erste Inspektion sollte ja bei 1000 km gemacht werden, da kann man dann schon mal ein paar 100 km überziehen also bis zu 500 km,

und bei der 10 000er Inspektion da darf man schon etwas mehr überziehen,

bei mir ist es da egal, denn die erste Inspektion war ja schon und bis ich zur 2ten komme ist meine Garantie zeit eh rum,

denn ich habe ja eine Vorführmaschine gekauft, die haben ja nur 1 Jahr Garantie :)

Hi Enigma! Kannst Du das irgendwie belegen?

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@frschilling

was genau ?

das mit dem 1 Jahr Garantie ?

frag doch den winni Geschäftsführer u. KFZ-Meister

Herr Winfried Horn

E-Mail: horn@tec-motors.de

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Versuch das doch rechtzeitig mit dem Händler zu klären.

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