Ultraschallreiniger brauchbar?

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8 Antworten

Ein Ultraschallreiniger funktioniert nur bei sehr kleinen, verwinkelten Teilen mit sehr geringem Gewicht. Die Ultraschallschwingungen müssen nämlich das Werkstück in Schwingungen versetzen, nicht nur die Reinigungsflüssigkeit. Nur dann löst sich der Schmutz ab. Dazu ist sehr viel Energie nötig. Die benötigte Energiemenge steht im direkten Zusammenhang mit dem Gewicht des zu reinigenden Teiles. Für Vergaser eignet sich immer noch am Besten der gute alte Teilereiniger, der in fast allen Werkstätten herumsteht. Ein Auffangbecken mit einem Gitter darüber, ein hohlgebohrter Pinsel in den von hinten durch einen Schlauch die Reinigungsflüssigkeit gepumpt wird - das wars.

Ich verwende so ein Teil gelegentlich in einer befreundeten Firma um meine Brille oder Schmuck mit Seifenlauge zu reinigen. Die haben das am Flohmarkt gekauft und mangels der richtigen Reinigungsflüssigkeit werden die eingehängten Vergaserteile nicht wirklich sauber.

Ich glaube auch dass es auf die Leistung des Gerätes ankommt. Ein befreundeter mechaniker sagte mir dass er ein kleines, aber sehr leistungsfähiges, Gerät hätte. Damit haben wir einen Rollervergaser, der 4 Jahre lang unbewegt in der Scheune gestanden hat, und komplett zugeklebt war, sehr gut gereiningt. Der Vergaser sah aus wie neu, und die Rückstände waren alle weg. Aber mehr kann ich zu dem Gerät nicht sagen, nur dass man angeblich lieber nicht daneben stehen sollte, wenn es läuft.

Wie auch andere hier, benutze ich das Gerät nur für Schmuck, Brillen,...

Einen Vergaser würde ich immer konventionell mit Pinsel und Benzin reinigen - das geht doch relativ schnell und funktioniert sehr gut.

Naja, mit den einfachen Ultraschallreinigern kommt man ja auch nicht zu einem guten Ergebnis, dazu sind spezielle US-Reiniger notwendig, die eine sogenannte Chrack-Stufe haben. Dazu gehört unbedingt eine geeignete Reinigungslösung, die genau abgestimmt ist, auf den jeweiligen Werkstoff, sonsz kann man gleich zu Pinsel und Petroleum greifen...... Ich habe bei einem Tuningprofi so ein Gerät benutzen dürfen, das Ergebnis war verblüffend!

Habe mir vor einigen Jahren ein Ultraschall Reinigungsgerät zugelegt. Benutze es zum Reinigen für Schmuck und Kleinteile. Natürlich habe ich auch Schrauben und verölte Motorradteile versucht zu reinigen. Hat zwar auch einen gewissen Erfolg erzielt, aber müssen immer noch von Hand nachgereinigt werden. Einen kompletten Vergaser habe ich noch nicht damit gereinigt, brauchte es auch noch nicht (wäre auch zu groß für mein Gerät). Für Schmuckketten ist es ganz gut, man kommt ja sehr schwer zwischen die Glieder. Eine Anschaffung lohnt sich selbst für eine Werkstatt sicherlich nicht, wenn man nur Motorradteile reinigen will. Man soll auch nicht Wunder erwarten, mit den Geräten, die bezahlbar sind. Meines ist kein Billigteil, aber auch keines für kommerzielle Anwendungen. Gruß Bonny2

Wie bonny2 schon schrieb, liegt der Vorteil in der Reinigung schwer zugänglicher bzw. verwinkelter Ecken oder eben bei sehr empfindlichen Material.

Nur mal für die Archive, das ist dummes Zeug. Ein Ultraschallreinger versetzt nicht das Werkstück in Schwingungen, sondern die Flüssigkeit. Lest http://www.bransonic.com/faq.asp. Bransonic ist die Firma, die die Dinger erfunden hat. Leute, die was von der Wirkungslosigkeit der US-Reinigungsgeräte faseln, sind entweder auf wirkungslose Vibrationsgeräte für 9 Euro reingefallen oder auf Brillen- und Schmuckreiniger für den Consumerbereich mit tunlichst niedriger Leistung. Im Gewerbe haben die kleinsten Geräte beispielsweise 120 Watt Leistungsaufnahme (ohne Heizspirale) und 50 Watt effektive UV-Leistung. Die fräsen dann aber auch schon mal den Lack von der Brille. Testen kann man Geräte, indem man Stücke Alu-Folie reinhängt. Oder einen Bleistiftstrich auf Mattglas beobachtet, der soll in 10 Sekunden weg gehen.

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