Sind Shims zum Einstellen der Ventile für jedes Modell und jedes Motorrad unterschiedlich?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

He Alterchen, ich werde Dir doch Deine Öhrchen nicht lang ziehen. Das würde ich nie wagen, auch wenn ich Dir in diesem Fall nicht zustimmen kann. Es ist in der Praxis höchst selten, daß die Shims von unterschiedlichen Modellen oder gar Marken austauschbar sind.

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Techniken. Der eine Typ hat die Shims innerhalb des Tassenstößels, der andere oberhalb. Letztere sind größer und extra gehärtet, weil sie zugleich die Kontaktfläche für die Nockenwelle darstellen. Die unterhalb des Tassenstößels sind kleiner und haben keine extra gehärtete Oberfläche. Bei Maschinen einer Marke, die auf einem Baukastensystem beruhen, kommt es in Ausnahmefällen vor, daß die Ventiltriebe so weit übereinstimmen, daß man mit einer Shim - Bauart auskommt. Ein Musterbeispiel dazu sind die alten (ab etwa Bj 1976/77) Suzuki GS Modelle. Da waren zum Teil sogar die Kolben identisch. Die GS 400, 500,550,750,850 und 1000 hatten identische Tassenstößel und passende, obenliegende Shims. Das war aber nicht ganz unproblematisch, weil unterschiedliche Ventildurchmesser (und damit Gewichte) und Drehzahlen unterschiedliche Ventilfedern verlangten, die nur mit Kompromissen in ein und demselben Tassenstößel unterzubringen waren. Schon bei der nächsten Modellgeneration haben die aber schon nicht mehr gepaßt.

Daß du meine Ohren heil lässt, beruhigt mich, kaputte Ohren würden mir gerade noch fehlen... Und die Lehrstunde nehme ich von Dir doch gerne an. :-)

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Ich hoffe, daß ich jetzt nicht die Antwort vergeige und "chapp" mir die Ohren langzieht: Unter der Annahme, daß es keine ovalen Ventillteller gibt, passen die Shims markenunabhängig. Hauptsache der Durchmesser der Shims stimmt. Die unterschiedlichen Dicken sind ohnehin durch das metrische Maß genormt.

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