Nach unverschuldetem leichten Unfall wieder fahren, wie seid ihr damit umgegangen ?

4 Antworten

Ich hatte einen Vollcrash mit 50 KM/H, ungebremst in ein Auto gekracht das aus dem Gegenverkehr ohne zu blinken gewendet hat. Ziemlich viele Prellungen,( Moped völlig zertrümmert) aber sonst unverletzt, nach vier Wochen hinken, wimmern und jaulen sofort auf mein Zweitmoped gestiegen und weitergefahren. War ein komisches Gefühl wenn ein entgegenkommendes Auto sich unklar verhielt und nicht abzusehen war was der genau machen will. Ich hatte einige Zeit das Geräusch von dem Anprall ständig im Ohr und war extrem vorsichtig unterwegs. Das dauerte einige Wochen und ich habe aber trotzdem sofort eine neue Triple bestellt. Gelobt sei was hart macht!

ich hatte 2001 einähnlichen unfall nur mit einem 70cm Roller und bin ca 20 m geflogen .bin weiter gefahren und 8 monate später meinte ein auto fahrer er könnte mein hinterrad mal bei seite schieben.habe aber trotzdem 2003 mein motorradschein gemacht.muß zu geben , manchmal zucke ich doch wenn einer schnell in die kreuzung fährt auch wenn ich mit dem auto fahre

Erstmal sollte klar sein, wenn du das Motorradfahren liebst, so schnell wie möglich wieder aufs Bike. Wie schon gesagt wurde, man kann aus jedem Unfall lernen. Wenn du z.B. keine Schutzkleidung anhattest, solltest du das nun mal in Erwägung ziehen. Weiterhin kannst du auch überlegen warum es zum Unfall gekommen ist, du bist bestimmt auch Autofahrer und solltest vll. auch dort mal dein Verhalten analysieren, wie z.B. mehr Schulterblick usw.

Was das fahren mit dem Bike angeht, vergewissere dich, dass die Autofahrer dich sehen, wenn du z.B. abbiegst oder so. Im Zweifelsfall einfach warten, den anderen durchlassen oder so. Auch zu empfehlen ist, wenn dir wichtig ist weiterhin gut zu fahren und Angst los zu werden, mal ein Fahrsicherheitstraining zu machen oder ähnliches. Nimm dir mal ein Buch zum Motorradfahren zur Hand oder so.

Auf alle Fälle kann man aus jedem Unfall lernen, egal ob verschuldet oder nicht, egal ob selbst betroffen oder nur Zeuge. Ich spreche aus Erfahrung, aber möchte nicht weiter ausholen.

Sobald es irgendwie geht, ohne die Gesundheit zu gefährden, wieder aufs Motorrad. Die Angst stellt sich erst später ein. Oft ist es dann zu spät.

Nach einem schwerem Unfall im vorigem Jahr, bei dem ich mir u.A. das Rückrad in der Mitte einmal glatt durchgebrochen hatte, wurde mir erklärt, dass ich die nächsten Jahre, wenn überhaupt, nicht mehr Motorrad fahren kann. Im Krankenhaus hatte ich täglich Besuch „in Leder“. Das war, eigentlich das schlimmste, ohne, dass ich es mir anmerken ließ. Ca. sechs Monate später, nachdem ich aus dem Krankenhaus kam, bin ich mit meinem Bike (und Korsett) an meiner „Spinnerbrücke“ erschienen. Es war fast ein Volksfest. Trotz Schmerzen, werde ich diesen Tag nie vergessen. Es ist einer meiner schönsten Erlebnisse. Gleich darauf ging es schnell bergauf. Mein Ortophäde, selber Biker, hat mich zwar „rund gemacht“, gab aber zu, dass es die beste und schnellste Heilung war, die er je erlebt hat (klappt aber nicht immer).

Gruß Bonny

Ich finde kaum Worte dafür. Einfach großartig!

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