Frage von Rafaelooo, 118

Hallo, ich habe am Mittwoch die praktische Prüfung und wollte mich informieren, welche Fragen der Prüfer vor einer Prüfung stellen kann?

Mein Fahrlehrer hat mir so gut wie nichts gesagt

Antwort
von MopedTunerAT, 91

Der Prüfer hat mich alles am Motorrad abgefragt.

Wie man die Lager überprüft, was due Angaben am reifen bedeuten, Mindestprofiltiefe / wie man diese misst, wann man en Not-Aus betätigen muss, warum der Not aus besser ist als den Schlüssel zu drehen, welche programmierten Sicherheitseinrichtungen das Fahrschulmoped hat (ABS), wie man die Kettenspannung überprüft, wie man die Kettenschmierung überprüft, wo man die Bremsflüssigkeitsstände prüft, ob die Bremsen hydraulisch sind, wie man die Bremsbacken überprüft, was es für ein Motor ist, wie dieser gekühlt wird, etc.

Wäre blöd von deinem Fahrlehrer wenn er dir das nicht gezeigt hat, ist nämlich auch für die Zukunft wichtig.

Kommentar von nagelpilzotto ,

Mich hat der Prüfer damals gar nichts gefragt. Ich habe nur fahren müssen, das wars dann auch schon. Das ist aber schon über 30 Jahre her. Vielleicht hat sich ja zwischenzeitlich was verändert. 

Apropo...die Antworten auf Deine Fragen hätte ich damals auch nicht gewußt. Davon hat mir mein Fahrlehrer auch nichts erzählt. Bist Du sicher, daß sowas abgefragt wird? Man will ja keine Mechaniker Ausbildung machen, sondern nur fahren. Für die Wartung und den Service  ist die Werkstatt da. 

Kommentar von geoka ,

Bei den heutigen Führerscheinen muss auch auf das Thema Technik eingegangen werden und das ist gut so. Genauso wie die Forderung nach einem Mindestmaß an Schutzbekleidung bei der Ausbildung und Prüfung bei den Zweiradführerscheinen.

Kommentar von MopedTunerAT ,

@nagelpilzotto Jep sowas wird inzwischen abgefragt. Auch in der Theorieprüfung werden solche technischen Dinge mit eingebunden, denn die Motorrad-Fahrer selbst sollen sich ja auch ein bisschen auskennen.

Um ehrlich zu sein, glaube ich, dass dir bzw. allen Prüflingen damals das Wissen auch nicht geschadet hätte (nicht böse gemeint! :-) ).

@geoka Danke für die beantwortung von Ottos frage, war in der Arbeit.

Und von wegen Schutzkleidung gibt es immernoch Unterschiede.

Bei euch in Deutschland sind doch Rückenprotektor etc. ein muss soweit ich weiß, oder?

Bei uns/ mir in Österreich hats ne alte Lederjacke vom Papa getan, und dazu Skater-Ellenbogen und Knieschützer, also keine richtigen Motorradprotektoren, und gar kein Rückenprotektor.

Antwort
von XTrider, 39

Also: Wenn es so ist, dass Dir Dein Fahrschullehrer nichts dazu gesagt hat, dann frag ihn ganz einfach das, was Du auch hier gefragt hast. Bei mir war es so, dass ich die ganzen Technikfragen und das, was man am Motorrad zeigen können sollte, von meinem Fahrlehrer in der Fahrstunde vor der Prüfung bzw. auf dem DEKRA- Platz erklärt bekommen habe. An sich kann der Prüfer so ziemlich alles fragen (bzgl. Motorrad), wozu er gerade Lust hat.

Das kann vom Prüfen der Lager über Profiltiefe der Reifen bis hin zur technischen Ausstattung (wie schon andere vor mir geschrieben haben) gehen. Das Lagerprüfen wird (soweit ich weiß) nur gemacht, wenn Dein Gefährt, das Du zur Prüfung mitbringst, einen Hauptständer zum Aufbocken hat. Da meine Maschine eine XT600 war und nur einen Seitenständer hatte, hat mein Fahrschullehrer aus seiner Erfahrung heraus diese Aufgabe ausgeschlossen - und so war es auch (Trotzdem habe ich gelernt, wie es geht.).

Aus meiner Sicht waren die Fragen bei meiner Prüfung recht einfach: Der DEKRA- Mensch wollte wissen, wo der Notaus- Knopf ist, wo ich denn sehen kann, ob noch genügend Bremsflüssigkeit für die Vorderbremse vorhanden ist und wann das Gerät wieder zur Hauptuntersuchung muss (Plakette am Nummernschild; der Monat, der auf 12 Uhr steht + das Jahr in der Mitte der Plakette).

Von Freunden weiß ich, dass gerne noch gefragt wird, wie man die Beleuchtung testen kann: Zündung an, Beleuchtung bzw. Blinker an und dann die Hand mit Handschuh vor den Scheinwerfer / das Rücklicht / den Blinkern halten, dass man die Reflektion sieht. Desweiteren werden gerne Bedien- und Kontrolleinrichtungen abgeftragt; also sowas wie Leerlaufanzeige, Fernlichtschalter usw. Profiltiefe muss ich hier nicht weiter erklären und wenn auf Sicherheitseinrichtungen zu sprechen kommt, kannst du das ABS und seine Funktion erwähnen. Das war bei mir nicht der Fall, sowas kannte die XT nicht. :D

Wenn Dich Dein Prüfer nach der Begrüßung auf Deine Kleidung oder Helm anspricht, antworte nicht nur mit "ja" und "nein". Der möchte meist auch nur das Eis brechen. Es kommt gut an, wenn man ein bisschen mit ihm plaudert, zum Bleistift sagt, dass man für seine Montur leuchtende Farben gewählt hat, weil man das so in der Theorie gelernt hat usw. Das gibt schon kleine Pluspunkte.

Ansonsten noch: Mach Dich vor und während der Prüfung nicht fertig; im Prinzip ist es auch nur eine Fahrstunde. :D Frag Deinen Fahrlehrer davor nochmal, ob der Tank und die Batterien für das Funkgerät voll sind (Sonst wird es ein Spaß wie bei mir damals :D).

Und jetzt noch der Senf, den ich unter jeden Beitrag schreibe, aber trotzdem jedes Mal ernst meine: Viel Erfolg bei der Ausbildung und stets eine sichere und knitterfreie Fahrt!

Antwort
von Bonny2, 69

Lass es sein mit der Prüfung. Wenn Du es nicht weist, bist Du noch nicht so weit.

Frage mal bei den Leuten nach, die Abitur- und Diplomfragen raus bekommen und weiter geben. Auch die, die Doktorarbeiten kopieren und Meisterprüfungsfragen vorher bekannt geben könnte man fragen --- Intelligenz lässt grüßen, vorausgesetzt man hat etwas davon. Bonny


Antwort
von geoka, 60

Der kann Fragen stellen wie z.B. "Guten Tag, wie geht es Ihnen?" oder "Sind Sie nervös?" oder "Zeigen Sie mir doch mal die Doppelhelix".

Dein Fahrlehrer braucht Dir nichts zu sagen, dafür hat er Dir ja vor der Prüfung alles Notwendige gezeigt und Hellsehen in Bezug auf mögliche Fragen kann auch er nicht.

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