Wie äussert sich ein "zu fettes" oder "zu mageres" Gemisch beim fahren?

1 Antwort

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Deine Definition ist schon einmal richtig.

Es beginnt beim Start. Fettes Gemisch macht den Motor startfreudiger (daher die Gemischanreicherung zum Starten). Mageres Gemisch macht ihn startunwillig oder läßt den Motor überhaupt nicht starten.

Im Fahrbetrieb mit warmem Motor ist der Idealfall die genau richtige Gemischzusammensetzung (Lambda 1) mit einem leichten Hang ins Fette. Das erhöht zwar den Verbrauch etwas und verschlechtert die Abgaswerte, aber es tut dem Motor gut und er wird dadurch leistungsfähiger, spritziger und neigt weniger zum Überhitzen.

Ist er zu fett, wird er bei warmem Motor auch träge, säuft wie ein Loch und kann sogar das Öl verdünnen. Sehr magere Einstellung kann im Schiebebetrieb Fehlzündungen verursachen, läßt den Motor heißer werden, verringert die Leistung, insbesondere beim Beschleunigen aber reduziert den Spritverbrauch und verbessert die Abgaswerte. Dem Motor Schaden zufügen kann eher ein zu mageres Gemisch. Zu fettes nur im Extremfall der Ölverdünnung.

Perfekte Antwort.

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Ergänzend zur (wie gewohnt) Top-Antwort: Bei einem zu fetten Gemisch ist die Ölverdünnung vor allem deshalb problematisch, da der dünne Ölfilm an den Zylinderwänden "abgewaschen" werden kann. Dadurch entsteht ein deutlich höherer Verschleiß bis hin zum Motorschaden.

Zu mageres Gemisch entsteht häufiger, da der Motor z.B. bei defekten Ansauggummis Nebenluft zieht. Zu fett eigentlich nur, wenn man selbst dran rumfummelt oder der Schwimmer hakt.

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Vielen dank, super Antwort!

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