Welche Ölwechselintervalle sind wirklich sinnvoll?

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6 Antworten

Stimmt, das mit dem Motoröl ist nichts alsein riesen Geschäft. Der größte Feind des Öles ist Kondenswasser. Das verdunstet nach jedem Start, wenn der Motor ordentlich durchgewärmt ist. Die Drücke und Gleitgeschwindigkeiten in modernen Motoren bewegen sich alle innerhalb jener Grenzen, die selbst ein mehrere Jahre altes Motoröl mühelos bewältigt. Gröbere Teile und Rußpartikel filtert das Filter heraus. Es gibt spezielle Filter, die das Öl so fein reinigen, daß man es ohne Bedenken 100.000 km und länger fahren kann. Das Öl der Stromgeneratoren des Jochensteinkraftwerkes ist seit Betriebsbeginn vor mehreren Jahrzehnten drin. Es ist ganz einfaches, unlegiertes Mineralöl. Es läuft durch ein Feinfilter und durch eine Vakuumkammer. Da das Öl im Betrieb nicht warm genug wird, ist diese Kammer nötig, um das Wasser zu entfernen. Das Öl schmiert so gut wie am ersten Tag.

Ölwechsel am Motorrad ist weniger ein technisch nötiger Akt der Lebenserhaltung und Pflege, sondern ein kultischer Akt der Dankbarkeit, wie etwa das Füttern eines geliebten Haustieres.

hallo H.,

wir wollen hier nicht aufs Haustier kommen, aber Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen (lach und ..... )

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Hi Gerhard,

jo die vorgeschriebenen Ölwechselintervalle sind Geldmache für die Werkstätten. Nun ja mein neuer Audi Diesel-Dienstwagen hat aber auch nur noch Ölwechselintervalle von 30.000 Km, also bekommt er 2-3 mal neues Öl im Jahr.

Beim Motorrad ist es ja anders, da läuft bei den meisten Motoren die Kupplung im gleichen Ölbad mit inkl. der Verschleisspartikel. Aber selbst da habe ich die Honda-Vorschläge von alle 12.000 Km auf 15.000 Km bei meiner alten Transalp erhöht (fahre im Schnitt 20 TKm p.a.). Das kann ich mir einfach leichter merken und spart (inkl. Ölfilter, mache natürlich alles selbst!) auch eine Menge Geld und Zeit bei einer erwarteten Laufleistung wieder von weit über 200.000 Km. :-)

Beste Grüße

T.J.

Meine persönlich Meinung dazu ist,ich wechsle jedes Jahr einmal das Motoröl egal ob es das Auto oder das Motorrad ist.Beim Motorrad immer noch den Winter zum Saisonstart und ist immer mit einer Laufleistung zwischen 8000 -12000 km im Jahr.Von Kawa sind zwar alle 6000 km vorgeschrieben und ich finde das da die Wartungsinterwalle recht kurz gehalten sind. Andere Hersteller bieten da das doppelt an Laufleistung an.Ich mache ja seit die Garantie abgelaufen ist fast alles selbst,bis auf arbeiten am,in Motor oder der Elektrik. Ich kaufe mein Öl und auch den Filter bei der Tante Louis schon billiger ein,als mir mein Händler es berechnet u.s.w. so ist es fast mit allen Teilen die man im Zubehör bekommt. VG Frank

Super Beitrag. Ich bin extrem "penibel" was mein Motorrad angeht. Da mache ich den Ölwechsel immer in der Winterpause. Natürlich mit Filter und auch die Luftfilter werden erneuert. Unabhängig von der Laufleistung. Im letzten Jahr war ich auf Grund des Unfalls und einiger anderen gesundheitlichen Problemen sowie des extrem schlechten Wetters sehr wenig gefahren (knapp 2000 km). Trotzdem hatte ich vor in den nächsten Tagen wieder einen Ölwechsel zu machen. Ist vielleicht doch zu übertrieben. Werde mich sicher auf die Inspektion ohne Öl- und Luftfilter beschränken. Öl und Filter habe zwar schon, aber die werden ja nicht schlecht.

Am Wochenende hatte ich einen Ölwechsel für einen Freund gemacht (VS 750). Der hatte das Öl und den Filter, bei einer Laufleistung von ca. 20.000 Km, seit fast vier Jahren drin. Ist vielleicht realistischer als mein "gutes Gewissen". Gruß Bonny

Uih Bonny 2 TKm im Jahr ist ja gar nicht viel. :-/ Das reisse ich manchmal an einem langen We ab. ;-) Wird Zeit das wir mal wieder zusammen eine (lange) Runde drehen! :-)))

Beste Grüße aus BO nach B, T.J.

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@Endurist

War ja nur im letzten Jahr so wenig. Auch nur Gesundheits- und, gebe zu, auch etwas wetterbedingt. Sonst fahre ich in einem Monat so viel (meist mehr). Da kann ich beruflich bedingt auch meist nur am Wochenende fahren. Gruß Bonny

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Ich denke zwar auch das die Herstellerangaben tendenziell eher zu knapp sind , aber die müssen sich natürlich auch auf die sichere Seite legen , z.b. für extremen Kurzstreckenbetrieb -und werden selbst dann noch eine Reserve einkalkulieren!...

Auch denke ich kommt es sehr auf die Motorkonstruktion sowie der Literleistung an!

Saug-Benziner sind sicher weniger empfindlich als z.B. moderen Turbo-dieseln...

Und 200PS aus 1000ccm stellen sicher andere Anforderungen an das Motoröl als bei 70PS aus 1600ccm....

Ich finde das ganze Thema ist nicht so Pauschal zu beantworten....

Ich persönlich mache mir die Ölwechsel selber und tausche dafür Filter +Öl jedes Jahr- unabhängig von den km (so wie Bonny)

Einfach wegen dem "Besseren Gefühl", weil eines darf man bei der ganzen Geschichte nicht vergessen: Nur weil ein Motor nicht gleich einen Motorschaden bekommt, heißt das noch lange nicht das z.B. der Verschleiß im Motor mit alten Öl nicht trotzdem etwas höher ist oder umgekehrt:

REGELMÄSSIGER Wechsel schadet GARANTIERT nicht, umgekehrt ist es wohl nicht ganz sooo sicher! ;-)

Frag gezielt "chapp" an, der ist Öl-Fachmann. VG 1200RT

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