Was schadet einem Motorradmotor mehr, der Kaltstart oder die Hochleistungsfahrt ?

Das Ergebnis basiert auf 13 Abstimmungen

andere Meinung 69%
ich glaube, beim Kaltstart geht mehr kaputt, weil... 23%
Ich glaube bei Hochleistungsfahrt geht mehr kaputt, weil... 7%

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
andere Meinung

Kaltstart, weil dort der Ölfilm noch nicht ausreichend an allen Stellen angelangt ist und sich das Material (Kolben) noch nicht bis zur "Arbeitstemperatur" ausgedehnt hat.

Andererseits kommt es bei Hochgeschwindigkeitsfahrten auch auf die Kolbengeschwindigkeit/Temperatur und die Konstruktion des Motors an, sprich ob das Öl auch schnell und ausreichend zu den markanten Schmierpunkten gelangt.

Somit ist beides nicht gerade Gesundheitsfördernd. Meiner Meinung nach zumindest...

andere Meinung

Der Kaltstart solte kein problem sein wen der Motor langsam warm gefahren wird, und eine kurz zeitige Hochleistungsfahrt mit gutem Öl wenn der Motor in ordnug ist stellt auch kein Probleme dar.

andere Meinung

Das kommt auf den Motor an. Als Extrem: ein kleinvolumiger 2-Takter schert sich einen Dreck um einen oder tausende Kaltstarts. Wenn du ihn aber stundenlang vollgas gegen die Gummiwand laufen läßt gibt er irgendwann mit einem schrillen Kreischen den Geist auf. Einen großvolumigen 4-Takter kannst du mit vielen Kaltstarts relativ schnell ruinieren. Relativ ausgeglichen ist die Lage bei 4-Zylinder 4-Taktern im Hubraumbereich zwischen 500 und 750 ccm. Die reagieren auf Kaltstarts nicht gerade mit Begeisterungsstürmen, leiden aber nicht besonders darunter und sind auf der anderen Seite so vollgasfest, daß ihnen selbst längere Vollgasjagden nichts anhaben können. Meine alte HONDA CB 500 four habe ich zu glücklichen Zeiten ohne Tempo 100 und wenig Verkehr auf den noch wenigeren Autobahnen fast ausschließlich Vollgas gefahren. Drehzahlen unter 9000 U/min waren Ausnahmen. Das gute Pferdchen hat mich über 30.000 km ertragen und hinterher noch 4 Besitzer und erst mit etwa 80.000 km zeigten sich die ersten Verschleißerscheinungen.

Warum das : "Relativ ausgeglichen ist die Lage bei 4-Zylinder 4-Taktern im Hubraumbereich zwischen 500 und 750 ccm. Die reagieren auf Kaltstarts nicht gerade mit Begeisterungsstürmen, leiden aber nicht besonders darunter und sind auf der anderen Seite so vollgasfest, daß ihnen selbst längere Vollgasjagden nichts anhaben können."

Was hat denn das mit den angegebenen Hubraumgrößen zu tun? Für eine 900er oder 1000er gilt das nicht?

Und das : "Einen großvolumigen 4-Takter kannst du mit vielen Kaltstarts relativ schnell ruinieren." Wirklich? Warum? Du denkst wahrscheinlich an große V2.

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@Iceman

Lieber iceman. Du solltest mit deinen Reaktionen etwas vorsichtiger sein und diese etwas länger überlegen, bevor du sie auf die Menschheit losläßt. Kleinere Einzelhubräume haben im Verhältnis zum Hubvolumen eine größere Zylinderinnenfläche und Brennraumfläche. Das bedeutet, der Wärmeübergang ist bis zu doppelt so schnell wie bei großvolumigen Motoren und dementsprechend die Warmlaufphase verkürzt. Die Warmlaufphase ist zu Ende, wenn die Gleitflächen im Motor halbwegs ihre Betriebstemperatur erreicht haben, nicht wenn du dir außen die Finger verbrennst. Punkt 2. Hubraumkleinere Zylinder haben auch einen kürzeren Hub als größere. Dadurch sinkt bei gleicher Drehzahl die mittlere Kolbengeschwindigkeit und damit die Gefahr von Schmierfilmabrissen und Schäden an Kolben und Zylinderbuchsen.

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@chapp

Ich will es dir durch ein Extrembeispiel verständlicher machen: Großdiesel mit hunderten Litern Hubraum werden nicht etwa, wie wir aus unserer Alltagserfahrung mit PKW - und Motorradmotoren erwarten würden, als Multizylindermotoren mit 30 und mehr Zylindern (gibt es als Billiglösung ausnahmsweise auch), gebaut, sondern als 5-7-9 Zylindermotoren. Der Grund ist der höhere Thermische Wirkungsgrad dieser Motoren. Weil im Verhältnis zum Hubraum die Zylinderfläche sehr klein ist, geht viel weniger von der kostbaren Verbrennungswärme durch die Zylinderwände an die Kühlung verloren. Die Kehrseite: diese Motoren haben Warmlaufphasen von bis zu einer Stunde und länger, was sie extrem empfindlich auf Kaltstarts reagieren läßt.

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@chapp

Zitat: "Du solltest mit deinen Reaktionen etwas vorsichtiger sein und diese etwas länger überlegen, bevor du sie auf die Menschheit losläßt."

Sag mal, gehts noch? Ich hatte dich zitiert und dazu nur drei Fragen gestellt.

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@Iceman

Ich war mal Lokführer und unsere Dieselmotoren mit ca 30 Litern Hubraum durften unter 40°C Wassertemperatur nicht gestartet werden und erst ab 60°C Leistung abgeben. Im Anlasserstromkreis war ein Druckschalter in Serie geschaltet der erst bei einem Öldruck von 0,5 Bar schloss, der Öldruck wurde durch eine elektrische Vorschmierpumpe erzeugt.

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chapp, wie immer perfekt erklärt

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