Warum dreht bei manchen Motoren die Kurbelwelle rückwärts?

3 Antworten

Mit Gyroskopie hat das nichts zu tun. Es hat was mit der Messebeschleunigung zu tun. Beim vorwärts rotierenden Motor versucht der Motor beim Beschleunigen, sich vorne aufzurichten, wodurch die Neigung zum Wheelie verstärkt wird. Rückwärts laufende Motoren haben den gegenteiligen effekt und halten das Vorderrad eher am Boden. Der Effekt ist aber sehr gering. Bei luftgekühlten Motoren ist noch ein positiver Nebeneffekt, daß beim mVerbrennungstakt der Kolben an der kühleren Vorderseite der Zylinderlaufbahn abwärtsgleitet und dadurch besser geschmiert wird.

Massebeschleunigung natürlich.

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Hi, geht hier um die Handlichkeit der Maschine.... z.B. auch die Wheelieneigung in der Beschleunigung. Ich weiß nicht inwiefern du physikalisch Vorgebildet bist, geht hier um rotierende Massen, Stichwort Gyroskopie

http://de.wikipedia.org/wiki/Gyroskopischer_Effekt

Ich meine Yamaha hat irgendwann in den 2000er mit ihren MotoGP-Maschinen damit angefangen. Ist allerdings nicht nur Vorteil, wird durchaus kontrovers diskutiert. Google hilft dir sicher bei Gyroskopie+Motorrad ;-)

Auch den Test auf Motorradonline gelesen? Oder selbst so klug? ;-)

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@Afbian

öhm klug ? %-) Naja bissi wissenschaftliches Interesse (+ 2 nervige Semester Physik) bring ich mit und ich hab vor 'nem Jahr oder so mal was zu gelesn und das ganze jetzt nur via Google verifiziert ;-)

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Prima Antwort, weiter so! :-) Gruß T.J.

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@Bonny2

Hehe, dann müssten ja Guzzis und BMW-Boxer dementsprechend schlecht für Rennfahrer sein, lass das mal den Meier Schorsch hören :-)

http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Meier_(Rennfahrer)

Bitte den Rennfahrer in Klammern mit kopieren, sonst kommt man beim falschen Schorsch raus :-)

Sch... Technik!

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Hm, während eines Wheelies ist die Beschleunigung aber eher zweitrangig, aber was die Gyroskopie angeht, das kann heute bei Rennmaschinen durchaus ein Konstruktionsmerkmal sein.

Aber im "Normalen" Motorenbau, wird immer die technische Durchtriebsrichtung voraus genommen. Man baut ja nicht extra noch Drehrichtungswechselzahnräder ein, das gäbe wiederum Verlust im Antriebsstrang.

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Je nachdem, wie der Motor aufgebaut ist, gibt die Drehrichtung der Getriebabgangswelle konstruktiv die Drehrichtung der Kurbelwelle vor. Kann aber auch Konstruktionsbedingt für einen ruhigeren Motorenlauf von Nöten sein, dann muß das Getriebe der Kurbelwellendrehrichtung angepasst werden. Ist halt alles eine Frage des Aufwands.

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