Vergaser?

1 Antwort

Salue

Gratulation zu Deinem Sahnestückchen aus Nürnberg.

Ich kenne das von meinen eigenen Oldtimern. Wenn es ganz kalt ist, tupfst Du ja zwei- oder drei Mal den Tupfer am Schwimmergehäuse und schliesst mit dem Hebel den Drehdeckel am Ansaugpilz. Springt er an, kannst Du den Drehdeckel gleich mal zur Hälfte öffnen, sodass er wieder etwas mehr Luft bekommt. Dann lässt man den Motor auch mal 1 Minute vor sich hin tuckern, bis er dann das Gas annimmt.

Bevor Du abfährst oder nach einigen Meter Fahrt kannst Du dann den Drehdeckel am Ansaug ganz öffnen. Dann mit etwas Gefühl den Motor noch komplett warmfahren.

Dann steht dem Fahrvergnügen mit dem Oldie nichts mehr im Wege.

Bild, eine meine Kult-Töffs, eine Puch 125 SV mit Zweitakt-Doppelkolbenmotor aus dem Jahr 1964.

Tellensohn

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung
 - (Vergaser, Oldtimer)

Hallo Tellensohn,

vielen Dank für deine Rückmeldung!

leider kann sie mein Problem nicht beheben.

ich habe den Motor einige Minuten warmlaufen lassen, aber beim Gasgeben tritt keine Veränderung ein.

zur Erklärung muss ich sage, ich habe das Moped ausgiebig restauriert.

Motor halb auseinande,r Elektrik ist neu, Rahmen ect. nachdem ich anfangs Probleme mit dem Zündfunken hatte springt sie jetzt super an. die Ardie hat etwa 30 Jahre im Schuppen gestanden!

na ja, ich vermute der Motor bekommt zu viel Spritt, also das Gemisch zum Funken ist nicht optimal. vielleicht stimmt der Zündzeitpunkt nicht, aber dann würde sie doch nicht so gut anspringen?

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@Dobre

Das Problem muss beim Vergaser liegen. Der Umstand, dass er sofort anspringt, deutet darauf hin, dass der Vergaser im Moment genug Sprit hat. Dies ist der Fall, wenn Du den Tupfer betätigt und damit den Vergaser "überschwemmt" hast. 

Nachher im Leerlauf bezieht er sein Gemisch über die Leerlaufdüse. So läuft er. Also liegt das Problem bei der Hauptdüse. Das ist diese, in der die Schiebernadel hineingeht. Du kannst Sie mit dem Mund ausblasen, und schau Dir sie genau an.

Die Schiebernadel selber kann in verschiedenen Höhen mittels eines Clips verstellt werden. Wie höher die Nadel hängt, desto fetter das Gemisch.

Einen Versuch kannst Du noch machen, um sicher zu sein dass es sich um ein Vergaserproblem handelt. Schütte einen halben Fingerhut voll Benzin direkt in den Zylinder, dann schraub die Kerze fest und starte. Jetzt müsste er einen kleinen Moment lang willig hochdrehen, bis der Sprit verbraucht ist.

Meine Puch ist übrigens 32 Jahre lang gelagert gewesen. Nach der Innenbeschichtung des Tanks konnte ich diese mit 3 oder 4 Tritten starten, ohne technische Revisionen.

Viel Erfolg

Tellensohn  

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