Richtige Lenkerbreite

2 Antworten

Hallo, die Frage ist zwar schon ein paar Jahre alt, aber die Antworten werden sicher von anderen frisch gebackenen Bandit-Fahrern gelesen, daher: Ein Problem in einigen Bandit-Baujahren ist das Lenkkopflager, das je nach Einsatz bereits ab 20000-25000km Probleme machen kann. Dieses kann sich durch gefühlte "Schlangenlinien" (Pendeln) auf der Autobahn bemerkbar machen. Bike einfach mal auf den hauptständer stellen, von einem Helfer hinten herunterdrücken lassen und dann den Lenker mal von einer zur anderen Seite schubsen. Dieser sollte von alleine zur Seite fallen, sonst ist das Lager defekt oder zumindest zu schwergängig (z.B. altes, verharztes Fett). Spätestens bei einem leichten Einrasten muß ein neues her. Sollte Spiel an der Gabel spürbar sein, wenn man am entlasteten Vorderrad zieht, dann ist es zu lose eingestellt.

Wie "Collin" schon beschrieben hat, "fängst" Du den Wind mehr ein als bei "normalen" Lenker. Mit den Breitlenkern hast Du als "Breitlenkeranfänger" auch nicht so die Ruhe und Gewalt im Fahrzeug. Du versuchst "krampfhaft" das Motorrad in der Spur zu halten. In der Kurve lenkst Du eigentlich nur mit einer Hand. Mit der anderen Hand versuchst Du den Lenker zu stabilisieren. ---

Soweit bei jemandem, der mit einem Breitlenker ein Anfänger ist. Das gibt sich mit der Zeit. Man bekommt Routine und fährt nicht schlechter damit als andere mit "normalen" Lenkern. Ich habe einen Hochlenker. Fast alle, die ich damit habe mal fahren gelassen kamen nicht zurecht. Nach wenigen Minuten haben die "resigniert". Man bracht damit mehrer Tage Erfahrung. Dann hat man sein Motorrad in der Stadt in der Gewalt, wie kaum ein Anderer. Jeden den ich kenne, würde nie mehr auf den Hochlenker verzichten. Damit schlägt man schnelle Harken, die mit keinem andern Lenker möglich sind.

Am schwersten zu fahren sind "Stummellenker". In langen Kurven (Landstraße, Autobahnen) sind die gut, weil man "windschnittig" fährt. Man kann sich in die Kurve legen, da habe ich mit den Hochlenker keine Chance. Meine Stärke liegt in der Stadt. Schnelle Ausweichharken, gutes kontrolliertes Driften (man sitzt ja senkrecht und kann besser balancieren). Die "idealsten" Lenker sind meist die Originallenker und die Lenker von Reiseenduros und Nakedbikes. Ich habe über 30 Jahre Stummellenker- und über 15 Jahre Hochlenkererfahrung. Natürlich habe ich alle möglichen anderen Lenker probiert. Wenn mir jemand antwortet "er hat mal einen anderen Lenker, besonders die Extremen ausprobiert, den spreche ich die Erfahrung ab. Hat jemand es über mehrere Tage ausprobiert, da respektiere ich seine eigene Erfahrung. Der kann sich dann wirklich ein Urteil erlauben. Das muss aber nicht auf Andere zutreffen. Ich liebe meinen Hochlenker, andere finden den eben "unmöglich". Ist OK, aber "so kann man nicht fahren, da hat man keine Gewalt, der hat nun wirklich nur Blähungen und keine Ahnung. Gruß Bonny  

Auch wenn die Frage schon älter ist (zugegeben, habe ich eben erst bemerkt, grins), hat die noch ihre volle Bedeutung. Ständig treffe ich auf Leute an der Spinnerbrücke, die noch nie in ihrem Leben mit einem Hochlenker gefahren sind, aber die totalen "Äxperten" sind. Besonders die "Badegäste (Strandbad Wannsee ist in der Nähe und die Badeengel kommen bei uns vorbei)" sind am "blödesten". Die "Möchtegern-Gigolos" erklären ihrer Begleitung oft ihr Wissen. Wenn es mal "Halbwissen" wäre, ginge ja noch, aber die haben noch nie auf einem Motorrad gesessen. Das geben die auch meist zu, wenn ich mich dann einmische und die vor ihren "Barbie-Püppchen" bis auf die Unterhose blamiere. Sarkastisch zu sein liegt mir gut. Verbal sogar noch besser als geschrieben. Da kommt dann noch meine Mimik dazu. Das macht mir schon Spaß, man gönnt sich ja sonst nichts (grins). ;-)) Gruß Bonny

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