Reicht eine Probefahrt um ein Motorrad für lange Fahrten zu testen?

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Ob das Motorrad letztendlich ergonomisch zu dir passt, wirst du erst nach deiner ersten mehrtätigen Tour feststellen.

Aber keine Sorge, man kann auch einiges an der Ergonomie ändern. Anderer Sattel, den Winkel der Lenkerarmaturen ändern, Lenkererhöhung oder gar einen anderen Lenker.

Das Problem ist eher, dass die meisten Leute das leider nicht machen. Die meisten fahren ihr Motorrad so wie gekauft. Aber das ist eigentlich völlig sinnfrei, du hockst dich ja auch nicht in ein Auto und fährst es ohne den Sitz an dich anzupassen ;)

Das wichtigste ist dass du bei einer Probefahrt nichts unangenehm wahrnimmst. Das ist wie bei Druckpunkten beim Helm. Beim ausprobieren spürt man es. Vielleicht ist es da noch nicht mal unangenehm, doch man merkt dass da etwas ist. Aber nach Stunden im Sattel, schmerzt es etwas. Nach Tagen tut es richtig weh.

Ich habe jetzt selbst erst bei einer einwöchigen Italienreise gemerkt, dass ich den Lenker etwas höher drehen muss, weil ich sonst meine Schultern nach vorne drehe. Das war bei Tagesausflügen keinerlei Problem, aber nach einer Woche auf einer unbequemen Matratze bei der man wenig Erholung findet, da merkt man das durchaus.

Aber wie gesagt. Bei der Probefahrt muss es bequem sein. Alles was du da bereits spürst verstärkt sich nur noch mit der Zeit.

Auf alle Bikes, die mich interessiert haben, habe ich mich draufgehockt. Bei den meisten war schon die Haltung nichts für mich. Und die, die auch dann gekauft habe, waren auch auf längeren Strecken tauglich. Nur die Sitzbank habe ich dann mal tauschen müssen, weil die Originale zu weich war. Das bekommst du aber erst nach mehreren Stunden Fahrt raus.

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