Nach Helmkauf - Recht auf Umtausch trotz das ich ihn probegefahren bin?

...komplette Frage anzeigen

8 Antworten

mhh, wenn es nichts schriftliches gibt hast du wohl die a...karte, da hilft nur reden und auf die "gutmütigkeit" der chefin zu hoffen. ein recht auf umtausch hast du nicht.

14 tätiges Rückgaberecht hast du nur bei Fernabsatzgeschäften, wie Internetkauf, Katalogkauf usw... siehe hier dazu den Link

http://www.fernabsatz-gesetz.de/widerrufsrecht/widerrufsrecht.htm

Hat der Helm keinen Mangel, ist der Verkäufer nicht verpflichtet, ihn zurückzunehmen. Bietet er es trotzdem an, handelt es sich um reine Kulanz der Händlers. Wenn die Probefahrt kurz war (wieso kaufst du VOR der Probefahrt?), sollte es für den Laden kein Problem sein, den unbeschädigten Helm einzutauschen. Zumal es vorher abgesprochen war. Einen rechtlichen Anspruch, wegen Nichtgefallen zu tauschen, hast du IMHO nicht. Vielleicht hat aber einer der Rechtsexperten hier dennoch den goldenen Tipp... VG antbel

suzuki125 12.09.2010, 23:08

Spürst du die komische Druckstelle am Hinterkopf nicht? Das MUSS ein Produktionsfehler sein... :P

0
antbel 13.09.2010, 08:38
@suzuki125

Und wenn es ein Produktionsfehler am Kopf ist?

0

Es ist zwar nicht die feine Art ihn anschließend nicht mehr zurückzunehmen obwohl man es vorher angekündigt hat, aber machen kannst du dagegen wohl nichts.

Ich sehe die Lage so wie antbel. Solange Du die Aussage des Verkäufers nicht beweisen kannst, hast Du Die Arschkarte gezogen. Ein Rückgaberecht hast Du beim Kauf im Laden nicht, es sei denn die AGB des Händlers sehen es vor. Auf eine Garantie oder Gewährleistung kannst Du DIch auch nicht berufen - und selbst wenn der Helm einen Mangel hätte (wie suzuki125 vorschlägt), bekommst Du nicht zwangsweise Dein Geld zurück. Der Händler hat zunächst ein Recht auf Nachbesserung bzw. Ersatzlieferung.

Also versuche dich gütlich mit der Chefin zu einigen - evtl. indem Du einen teureren Helm bei Ihr kaufst. Ansonsten verbuche die Aktion als Lehrgeld. War ja wirklich nicht so schlau, erst die Kohle auf den Tisch zu legen... ;-)

Ich würde mich an Deiner Stelle auf den Verkäufer berufen, da Du das mit ihm ausgemacht hast. Überall kann man Helme zu Probe fahren und umtauschen, wenn sie nicht passen. etc. Das nennt man Kulanz und Kundenbindung. Natürlich ist es nicht toll einen ev. verschwitzten, unsauberen Helm wieder zu bekommen. Aber es macht in Absprache fast jedes gute Fachgeschäft. ich würde im netz schauen, ob auch ein spezielles Gesetz was dazu sagt. Auf jeden Fall geht es um eine verbale Absprache, die gilt, so wie der Handschlag. Berufe Dich auf den Verkäufer. Kannst auch die Kulanz ansprechen und dass du ansonsten das Geschäft nicht empfehlen würdest. Von Mundpropaganda leben die meisten Geschäfte. Aber nett und freundlich, aber strange bleiben. Viel Glück.

my666 13.09.2010, 07:14

Da gibt es sogar ein ganzes Gesetzbuch - nennt sich Bürgerliches Gesetzbuch, kurz BGB. Da sind auch Kaufverträge geregelt. Handschlaggeschäfte sind zwar theoretisch bindend, vor Gericht ohne Zeugen aber schlecht zu beweisen und in so fern praxisfremd. Also Vorsicht!

Beim Kauf im Ladengeschäft gilt der Kassenbon als Kaufvertrag. Sonderabsprachen im Zweifelsfall also immer auf dem Kassenbon schriftlich absegnen lassen!

0
catwoman4 13.09.2010, 08:28
@my666

Der Handschlag gilt bei Landwirten oder Pferdekäufern immer noch und ist bindend.

0

Es ist auch in der Schweiz so wie antbel und my666 sagen: es gibt keine vom Gesetzgeber festgelegten Garantiebstimmungen. Die Garantiezusagen ergeben sich aus dem Vertrag selbst. Das Gesetz geht nur davon aus, dass du das Produkt in einem ordentlichen Zustand erhalten hast. Alles andere bedarf der separaten Vereinbarung oder aber des klaren Nachweises, dass das Produkt (Helm) nicht den herkömmlichen Bestimmungen entspricht. Das ist ein schwieriger Nachweis. Betreffend die Aussage, man hätte Dir zugesichert, Du dürftest den Helm zur Probe fahren: da steht Deine Aussage gegen diejenige des Verkäufers. Wenn der Verkäufer Deine Aussage nicht klar bestätigt, dann spricht die Beweislage eher gegen Dich. Du gehtst auch nicht in den Laden, kaufst ein Paar Schuhe zur Probe und kommst nach ein paar Stunden oder Tagen zurück und sagst, sie würden dir nicht passen...

suzuki125 13.09.2010, 18:23

Deshalb bin ich der Meinung, dass der einwandfreie Zustand vom Verkäufer nachgewiesen werden müsste, was dieser logischerweise nicht kann und bei einem Helm, resp. dessen Kaufpreis, auch nicht lohnend wäre.

Ich würde darauf bestehen, dass der Helm "komische" Druckstellen aufweist, was bei anderen Helmen der gleichen Marke vorher nie der Fall war.

http://www.admin.ch/ch/d/sr/220/a197.html

0
Geraldine 14.09.2010, 15:03
@suzuki125

@suzuki125: da muss ich Dir widersprechen, lieber Freund. Nicht der Verkäufer muss nachweisen, dass der Helm (oder jedes andere Produkt) keinen Mangel hat, sondern derjenige, der den Mangel geltend macht, muss ihn beweisen. Das Gesetz (in der Schweiz das Obligationenrecht - OR) geht davon aus, dass du das Produkt mangelfrei bekommen hast. Per Vertrag können aber noch weitere Garantien abgegeben werden - das ist bei einem Helmkauf aber sicher nicht der Fall. Und noch was: es ist kein Mangel, wenn ein Helm nicht sitzt oder drückt. Auf einem anderen Kopf sitzt er und drückt nicht. Wenn ich einen Helm kaufe, dann nehme ich mir Zeit und lasse den mal 15 bis 20 Minuten auf - im Laden - und wenn er dann nicht drückt, dann ist er gut. Ich brauche dafür nicht aufs Motorrad zu sitzen und herumzufahren! ;-))

0
suzuki125 14.09.2010, 16:47
@Geraldine

zieht den Kopf ein...

Mein Prof ist der Meinung, dass der Helm ersetzt werden muss, jedoch aus anderen Gründen als denen, die ich oben aufgeführt habe. Ich werde ihn nochmals darauf ansprechen und diese dann hier posten.

0

Ein Produkt das Mängel aufweist, muss im Rahmen der üblichen, vom Gesetzgeber festgelegten, Garantiebestimmung, ersetzt oder zurückgenommen werden. Dies kann viel heissen. Du hast in deinem Fall einen mündliche Vertrag abgeschlossen, der nach kaufmännischem Recht gültig ist. Das Problem das du jedoch hast ist die Beweisführung. Es liegt an dir zu beweisen, dass du den Deal so abgeschlossen hast.

Was steht auf deiner Quittung? Hat der Laden eine Homepage auf der AGB's veröffentlicht sind?

Leider kenne ich mich mit DE-Recht nicht wirklich aus und müsste auch noch weiter recherchieren.

suzuki125 12.09.2010, 22:29

Du kannst natürlich einen Mangel finden (Druckstelle, was auch immer) der sich nicht beweisen lässt und auf die Garantie bestehen. ;)

0
my666 13.09.2010, 06:49

WIE OFT MUSS MAN ES EIGENTLICH SAGEN?

Es gibt KEINE vom Gesetzgeber festgelegten Garantiebestimmungen!!!!!! Zumindest nicht in Deutschland!

Und eine Druckstelle ist kein Mangel an der Sache. Eine zu kurze Hose kann auch nichts dafür das sie dem Träger zu kurz ist.

0
habibi 13.09.2010, 10:22
@my666

@my666: Klasse, das Beispiel trifft den Kern!(und lachen konnte man darüber auch noch)

0
suzuki125 13.09.2010, 13:34
@habibi

Jedoch bestehe ich als Kunde darauf, dass dies ein Produktionsfehler sein muss! Ich hatte ja vorher noch nie Probleme mit den Helmen dieses Produzenten. Jetzt liegt es an dir, beweise mir mal das Gegenteil...

0
suzuki125 13.09.2010, 13:43
@suzuki125

Aha, bei euch nennt sich das Gewährleistung. Eine Garantie gibt es ja wirklich nicht. Ich kaufe nie mehr in Deutschland. :P

0
my666 13.09.2010, 21:24
@suzuki125

Da kannst Du ruhig drauf bestehen. Ob Du (bzw. der Käufer) jemals Probleme mit anderen Helmen des Herstellers hattest, interessiert niemanden die Bohne. Helme fallen genau wie Kleidungsstücke unterschiedlich aus - deshalb probiert man sie auch VOR dem Kauf ausgiebig. Es geht einzig und alleine um diesen einen gekauften Helm. Und der hat keinen Mangel, sondern passt einfach nicht zum Kopf. Da kann der Händler aber nichts für - genau wie bei der o.e. zu kurzen Hose. Der Kunde sucht sich die Ware selbst aus, die er kaufen möchte.

Da kannst Du ja mal versuchen, vor Gericht eine Rücknahme zu erzwingen. Ich würde mich als Händler bei Kunden mit solchen Argumentationen auf jeden Fall nicht kulant zeigen und eine Rücknahme ausschließen. Schon aus Prinzip!

0
suzuki125 13.09.2010, 21:29
@my666

Lieber mymit Teufelszahl ;)

Mein Rechtsprof war anderer Meinung. Er geht davon aus, dass ein Richter in diesem Fall zu Handen des Klägers entscheiden würde. Er hat ausserdem angemerkt, dass die günstigste Möglichkeit über Ebay und ein anderes Geschäft führt. ;) Ich will also auch nichts behaupten und freue mich auf den Bericht über den definitiven Ausgang dieses Falls. Grüsse Alex

0
my666 14.09.2010, 06:56
@suzuki125

Na da bin ich ja froh, dass ich in Deutschland lebe, wenn bei Euch jeder mit seinem gebrauchten Helm und ein paar Fadenscheinigen Argumenten den Händler verarschen kann ;-)

0
suzuki125 14.09.2010, 12:52
@my666

Die Begründung meines Prof. war ein wenig anders als meine, jedoch kann ich sie hier nicht wiedergeben. Ich bin hald nicht der beste "Aufpasser"... ;)

0

Warum willst Du den Helm überhaubt zurüchgeben,diese Fragen stelle ich mir und Dir!

Was möchtest Du wissen?