Merkt man ein Plus an Federweg im Vergleich?

2 Antworten

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Meine Antworten beziehen sich auf meine Erfahrung mit Mountainbikes:

Bei gleichem Dämpfer bzw. Federgabel mit den gleichen Einstellungen, nur 25% mehr Federweg kann man schon dagen, dass man komfortabler unterwegs ist, sprich man hat mehr Reserven und muss nicht so viel mit dem Körper arbeiten und starke Stöße vermeiden. Weicher sind sie nicht, bei gleichen Stößen werden sie gleich stark auf den Fahrer übertragen.

Natürlich kann man die Art des Abfederns beliebig einstellen, wenn ein 120 mm Fahrwerk weich eingestellt ist und eine niedrige Druck- und Zugstufe hat, federt es im Vergleich zu einem 150 mm Fahrwerk mit höherem Innendruck (härtere Federung) mit hoher Druck- und Zugstufe viel weicher, aber auch langsamer.

Und noch eine kleine Anmerkung: Je größer der Federweg, desto größer der Sag (Beanspruchung des Fahrwerks durch Körpergewicht im Ruhezustand). So sind 150 mm Federweg im Endeffekt nicht 25% mehr als 120 mm Federweg. Klugscheißen OFF

So muss man individuell entscheiden, was man mit dem Fahrwerk vorhat, mit der richtigen Größe spart man sich teure Umbauten und langwierige Einstellungen. Mein MTB hat zum Beispiel 140/140 mm, da geht schon einiges im Gelände. Will man nur XC (Crosscountry) fahren, reicht auch ein härteres 100/100 mm, man ist schneller, leichter, aber man spürt auch mehr Stöße.

Hoffe geholfen zu haben, schönen Abend noch!

Grüße, Paul

Zeile 3: Natürlich sagen statt dagen ;)

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Danke sehr für den Stern! ;-)

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Sicher, wenn man denn den Federweg durch weichere Dämpfung auch ausnutzt. Für erstrebenswert halte ich das allerdings nicht, bei mir will da kein rechtes Sicherheitsgefühl aufkommen.

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