3 Antworten

Es werden Dir sicher viele Antworten mit „kann ich mir nicht vorstellen, … auf keinen Fall“ o.ä. gegeben werden. Nimm die nicht so ernst. Aus meiner Erfahrung kann ich Dir nur antworten: Ich konnte noch kaum laufen, da saß ich schon auf einem Motorrad. Das „Biken“ und die Kameradschaft waren für mich sehr wichtig. Ich gehörte auch zu den Gründern eines MC´s, das sich leider im Laufe der Zeit sehr zum Nachteil verändert hatte. Deshalb bin ich ausgeschieden. Der MC wurde in einigen noch existierenden MC´s eingegliedert. Dann kamen die Familie, der Beruf und andere Prioritäten. Das „Biken“ trat in den Hintergrund. Lust hatte ich immer, aber die Prioritäten waren jetzt eine Andere. Es wurde auch nicht mehr so wichtig. Vor ca. 10 Jahren kam der „Rückfall“. Ich hatte immer Sportler oder Naked-Bikes gehabt. Mein Wunsch war aber immer eine Chopper. Nun habe ich eine und es ist schlimmer den je. Wenn aber mal die Gesundheit es nicht mehr zulässt, muss ein Schlussstrich gezogen werde. Mann bringt sich und andere in Gefahr. Nach meinem Unfall (u.a. Rückrad gebrochen) sollte ich nie mehr Motorrad fahren. Ein ¾ Jahr später saß ich wieder auf dem Bike. Wenn das keine Motorrad-Macke ist, was dann? Gruß Bonny2

Bei deiner Frage muß man unterscheiden zwischen Freude am Motorradfahren allgemein oder am Renntraining und relativ erfolglosen Racen. Daß einem halbwegs geistig anspruchsvollen Menschen nach einiger Zeit die sture Rundenknüppelei ohne den Kick des Rennerfolgs auf die Nerven geht liegt nahe und so ergeht es wohl fast jedem irgendwann einmal. Eine andere Sache ist das Motorradfahren auf der Straße und im Alltag. Nach einer gewissen Zeit der Sättigung oder wenn sich die Rahmenbedingungen oder Lebensumstände drastisch ändern, kann sich auch da Überdruß einstellen. Bei mir gab es das auch während einiger Jahre. Ich hatte meine Sturm - und Drangperiode während einer Zeit ohne Tempolimit und Radarkontrollen. Nur in wenigen geschlossenen Ortschaften galt Tempo 50, ansonsten war freie Fahrt. Im Bayrischen Wald gab es eine schöne, kurvenreiche Strecke auf der auf mehr als 60km kein Tempolimit galt und keine geschlossene Ortschaft den Vorwärtsdrang bremste. Als Tempo 100 eingeführt wurde und die Radarkontrollen sich wie Kaninchen vermehrten, konnte ich nicht mehr wie gewohnt das Fahren genießen. Nach ein paar frustrierenden Jahren habe ich das Motorradfahren bis auf ein Minimum eingeschränkt. Etliche Jahre später, als sich die Intentionen geändert hatten, begann es wieder Spaß zu machen und so ist es bis heute geblieben.

Seit dem 1. Mai 2010 fahre ich Roller (45km/h). Nachdem ich innerhalb eines Monats 3400km(!) zurückgelegt habe bin ich bereits so angefressen vom Ganzen, dass ich mir eine Suzuki GT 125 von 1981 zugelegt habe. Für mich stand immer zur Diskussion, den Autoführerscheiun zu machen. Diese Diskussion hat sich nun erledigt.

Ich denke, obwohl ich noch nicht lange Motorrad fahre, dass es kein schöneres Gefühl gibt, als in Kurven zu liegen und den Geruch von Abgasen zu riechen, währed du dahingleitest. Auto, nein danke!

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