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Bei deiner Frage muß man unterscheiden zwischen Freude am Motorradfahren allgemein oder am Renntraining und relativ erfolglosen Racen. Daß einem halbwegs geistig anspruchsvollen Menschen nach einiger Zeit die sture Rundenknüppelei ohne den Kick des Rennerfolgs auf die Nerven geht liegt nahe und so ergeht es wohl fast jedem irgendwann einmal. Eine andere Sache ist das Motorradfahren auf der Straße und im Alltag. Nach einer gewissen Zeit der Sättigung oder wenn sich die Rahmenbedingungen oder Lebensumstände drastisch ändern, kann sich auch da Überdruß einstellen. Bei mir gab es das auch während einiger Jahre. Ich hatte meine Sturm - und Drangperiode während einer Zeit ohne Tempolimit und Radarkontrollen. Nur in wenigen geschlossenen Ortschaften galt Tempo 50, ansonsten war freie Fahrt. Im Bayrischen Wald gab es eine schöne, kurvenreiche Strecke auf der auf mehr als 60km kein Tempolimit galt und keine geschlossene Ortschaft den Vorwärtsdrang bremste. Als Tempo 100 eingeführt wurde und die Radarkontrollen sich wie Kaninchen vermehrten, konnte ich nicht mehr wie gewohnt das Fahren genießen. Nach ein paar frustrierenden Jahren habe ich das Motorradfahren bis auf ein Minimum eingeschränkt. Etliche Jahre später, als sich die Intentionen geändert hatten, begann es wieder Spaß zu machen und so ist es bis heute geblieben.

Ich fahre mit der Mofa Zeit,bald 30 Jahre Zweirad und habe dadurch Leute und sachen Erlebt die ich nie vermissen mochte. Die einer auf dem Fußballplatz nicht kennt,aber jedem das seine. Früher hätte ich nie gedacht das ich mal so denken werde wie jetzt,das ich ihn sache Motorrad einfach ruhiger werde was auch Freunde von mir sind die etwas älter als ich sind und auch alles durchlebt haben was es ihn Sachen Motorrad gibt. Motorradrennen besucht TT-Bold,0r-Renntraniges mitgemacht-In fast ganz Europa Urlaub gemacht-Treffen besucht-Tolle Motorräder gehabt. Bin stellenweiße 20.000 km im Jahr gefahren,ja ich war richtig Motorrad verrückt,wofür ich andere dinge (auch Frauen vernachlässigt habe) Ich konnte wahrscheinlich nie ohne Motorrad sein,aber ich habe aber auch kein Bock mehr oft Sinnlos lange Reisen zu machen und immer nur auf Radar zu achten. Hatte auch nie ein gutes Auto,habe mir erst jetzt einen A3 geleistet weil mir das Auto gefällt wenn das mir einer vor 10 Jahre gesagt hätte.... Aber ich glaube dagegen kann man nichts machen,das ist die Natur des Menschen .

Es werden Dir sicher viele Antworten mit „kann ich mir nicht vorstellen, … auf keinen Fall“ o.ä. gegeben werden. Nimm die nicht so ernst. Aus meiner Erfahrung kann ich Dir nur antworten: Ich konnte noch kaum laufen, da saß ich schon auf einem Motorrad. Das „Biken“ und die Kameradschaft waren für mich sehr wichtig. Ich gehörte auch zu den Gründern eines MC´s, das sich leider im Laufe der Zeit sehr zum Nachteil verändert hatte. Deshalb bin ich ausgeschieden. Der MC wurde in einigen noch existierenden MC´s eingegliedert. Dann kamen die Familie, der Beruf und andere Prioritäten. Das „Biken“ trat in den Hintergrund. Lust hatte ich immer, aber die Prioritäten waren jetzt eine Andere. Es wurde auch nicht mehr so wichtig. Vor ca. 10 Jahren kam der „Rückfall“. Ich hatte immer Sportler oder Naked-Bikes gehabt. Mein Wunsch war aber immer eine Chopper. Nun habe ich eine und es ist schlimmer den je. Wenn aber mal die Gesundheit es nicht mehr zulässt, muss ein Schlussstrich gezogen werde. Mann bringt sich und andere in Gefahr. Nach meinem Unfall (u.a. Rückrad gebrochen) sollte ich nie mehr Motorrad fahren. Ein ¾ Jahr später saß ich wieder auf dem Bike. Wenn das keine Motorrad-Macke ist, was dann? Gruß Bonny2

Das könnte ich mir vorstellen,

> wenn zunehmend alle für Biker attraktiven Strecken für eben diese gesperrt würden,

  • wenn der Gesetzgeber allgemeine und noch niedrigere Höchstgeschwindigkeiten festlegte, z.B. 70 km/h auf allen Landstrassen und innerörtlich generell max. 30 km/h,

  • wenn wir zwangsweise Chips ans Bike bekämen, damit die liebe Rennleitung uns (wie bei LKW) noch besser überwachen könnte.<

Seit dem 1. Mai 2010 fahre ich Roller (45km/h). Nachdem ich innerhalb eines Monats 3400km(!) zurückgelegt habe bin ich bereits so angefressen vom Ganzen, dass ich mir eine Suzuki GT 125 von 1981 zugelegt habe. Für mich stand immer zur Diskussion, den Autoführerscheiun zu machen. Diese Diskussion hat sich nun erledigt.

Ich denke, obwohl ich noch nicht lange Motorrad fahre, dass es kein schöneres Gefühl gibt, als in Kurven zu liegen und den Geruch von Abgasen zu riechen, währed du dahingleitest. Auto, nein danke!

Die Fähigkeit verliere ich vielleicht, wenn ich eines Tages im Rollstuhl eines Pflegeheimes dahin dämmere, die Lust glaube ich zu behalten. Denk an Bonny, der fuhr glaube ich noch in der Gipsschale. MfG 1200RT

Ich fahre seit 1986 durchgängig ganzjährig Motorrad, dabei auch 10 Jahre ohne Auto. Früher war ein Leben ohne Motorrad nicht vorstellbar, inzwischen - zumal ich auch beruflich am Thema bin - hat sich das gewandelt. Natürlich macht es mir immer noch Spaß, sonst bräuchte ich einen neuen Job. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, mein Leben anders zu leben - in jeder Weise. Und dazu gehört auch das Motorradfahren.

Das Fahren auf der Straße empfinde ich nicht mehr als so befriedigend, wie früher. Mich reizt die Rennstrecke viel mehr, da dort das Motorrad mit seinen physischen und psychischen Herausforderungen ein ganz neues Erlebnis bietet. Leider kann ich es mir nicht leisten, aber ich würde gerne z.B. im Triumph T-Cup mitfahren. Meine "Low-Cost-Rennstreckenausflüge" ins Autobahnkreuz endeten 2x fatal mit bleibenden Schäden. Mein Chef fährt inzwischen ausschließlich Rennstrecke, da er den Straßenverkehr für zu gefährlich (für sich) hält.

Das könnte ich mir vorstellen,

  • wenn zunehmend alle für Biker attraktiven Strecken für eben diese gesperrt würden,

  • wenn der liebe Gesetzgeber allgemeine und noch niedrigere Höchstgeschwindigkeiten festlegte, z.B. 70 km/h auf allen Landstrassen und innerörtlich generell max. 30 km/h,

  • wenn wir zwangsweise Chips ans Bike bekämen, damit die liebe Rennleitung uns (wie bei LKW) noch besser überwachen könnte.

Das nur mal ein paar Beispiele.

Mopppefahren hat so seine Zeit. Wenn die Zeit um ist, ist die Zeit um. Und wenn sie wieder kommen sollte, geht´s halt weiter. Bei mir ist sie wieder gekommen. Also geht´s weiter. Gruß Ebbi

Sehr schön formuliert und auf den Punkt gebracht ;-)

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Bei mir ist's so, dass ich meine Hobbies alle irgendwann mal eingeschrenkt oder zusätzlich was Neues gemacht habe. Aufgegeben habe ich sie aber eigentlich nie.

Damit beschäftige ich mich wenn es so weit ist und dann wird es mir vermutlich egal sein....

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