Kennt jemand die durchschnittliche Marge eines Motorradhändlers pro Bike?

1 Antwort

Hallo kutte! Ich glaube nicht, dass ein Händler so aus dem Nähkästchen plaudert. Natürlich jammert jeder Händler, dass die Marge zu gering wäre - Ein befreundeter Steuerberater, der 2 Hondavertretungen betreut, erzählte mir hingegen, dass sie mehr als schwarze Zahlen schreiben. Die genaue Marge kannte er aber auch nicht, das variiert von Vertrag zwischen Hersteller und Händler, aber auch mit dem Verhandlungsgeschick des Käufers.

Deinem befreundeten Steuerberater sollte man die Zulassung entziehen. Erstens scheint er ein Idiot zu sein und 2. grenzt seine Aussage an Mandantenverrat und Bruch des Steuergeheimnisses. Für das wenige Geld, das ein durchschnittlicher Motorradhändler verdient, würde dein superschlauer Steuerberater morgens nicht aus dem Bett steigen. Ihr solltet froh sein, wenn euer Händler schwarze Zahlen schreibt, weil er euch dann nämlich erhalten bleibt. Mit roten Zahlen geht er sehr schnell pleite. Der Händlerrabatt auf Neufahrzeuge liegt im Schnitt zwischen 15 und 25 % Rechnet man davon ab die Kosten für die Aufbereitung (die Maschinen kommen zerlegt in Überseekisten an), Gemeinkosten, Personal, Kundenrabatt, Verluste durch Inzahlungnahme von Gebrauchtfahrzeugen, Ladenhüterabschreibung usw, bleibt im Schnitt nicht mehr viel übrig. Vom Neumaschinenverkauf alleine könnte kaum ein Händler leben. Der Mix aus Werkstatt, Teileverkauf, Zubehör, Dienstleistungen und Verkauf von Neu - und Gebrauchtmaschinen macht in der Summe die Rentabilität aus. Ich bin seit Jahrzehnten Brancheninsider. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass ein ordentlich geführter Betrieb seinen Mann ernähren kann - reich geworden ist damit noch kaum jemand.

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