Frage zum richtigen runterschalten!

3 Antworten

Wenn du mehrere Gänge runterschaltest solltest du in jedem Gang nach dem jeweiligen runterschalten etwas die Kupplung kommen lassen, aber wirklich nur etwas, musst aber dabei nicht völlig einkuppeln. Wichtig ist, dass du, wenn der Gang nicht reingeht (d.h. der Schalthebel am Anfang völlig blockiert ist) du den Schalthebel nicht mit Gewalt runterdrückst sondern einfach zack etwas die Kupplung kommen lässt und gleich wieder ziehst, dann kannst du wieder weiter (runter-)schalten.

Wenn du auf eine Ampel zurollst ist die Sache relativ ungefährlich, tückisch wird es auf der Landstrasse, wenn du z.B. bereits in Schräglage aus einer langgezogenen Kurve auf eine sehr spitze Kurve zufährst , mehr als einen Gang runterschaltest und du dann die Kupplung kommen lässt, da haut es dir bei dem dann kurz rutschenden Hinterrad das Heck dermassen schnell rum, (besonders, wenn es bergab geht,) du liegst so schnell auf der Strasse, dass du keine Chance mehr hast zu reagieren. Wenn du gerne (später mal, wenn du bereits Erfahrung hast) mit rutschendem HInterrad eine Kurve anfährst (kennst das vielleicht vom Mountain biken) immer mit den Bremsen arbeiten, nie die Kupplung dafür benutzen (beim Einkuppeln). Manche Bikes richten sich, selbst wenn das Hinterrad nicht rutscht (bzw. gerade dann!) , blitzschnell auf, was, wenn man eine Kurve schon aussen angefahren hat meist zu einem Sturz führt, weil man das Bike, ohne mit dem Vorderrad von der Strasse abzukommen, nicht mehr wieder in Schräglage bekommt.

So, jetzt weisst du wahrscheinlich mehr, als du wissen wolltest, aber vielleicht hifts ja, den ein oder anderen Sturz zu vermeiden :-)

Klasse Beitrag - lesenswert wie nur was! - Daumen geht hoch! Gruss JJ

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Kostja? Ich ergänze mal für Anfänger ;-)))

Im 6. Gang Kupplung ziehen und in den 5. Gang schalten, Kupplung kommen lassen, Kupplung wieder ziehen und in den 4. Gang, Kupplung kommen lassen, Kupplung wieder ziehen und dann in den 3. Gang ... usw.

Machst du das so, wie du's beschrieben hast TaKeRs, bei ner großen Maschine ohne Antihoppingkupplung (was wirklich nicht alle Maschinen haben), dann liegst du nämlich böse auf der Nase wenn du nicht ganz genau weißt, bei welcher Drehzahl + Geschwindigkeit das "ok" ist. Dazu fehlt dir noch einiges an Erfahrung.

Im Detail auf deine letzte Frage einzugehen, ist mühsam, besser schreib ich dir, wie ich's mache:

Ich gehe davon aus, wenn du stehenbleiben willst, dass du eine rote Ampel meinst, an der du stehen bleibst. Völlig unabhängig davon ob du dich nun einordnen musst (gesetz dem Fall: blinken etc. ist dir ja schon klar...) oder nicht, bremst du einfach angemessen runter und schaltest auch entsprechend runter, genauso wie's oben erklärt ist und zwar bis in den Leerlauf. Erst wenn du stehst, bzw. wenn die Ampel wieder auf gelb schaltet, legst du den ersten Gang zum losfahren ein. Es gibt keinen Grund an einer roten Ampel mit eingelegtem Gang und damit verbunden mit gezogener Kupplung zu stehen. Der 1. Gang ist zum losfahren und sonst für nix, aber auch gar nix ;-)

LG und viel Spaß beim Führerschenerwerb - Christine

Erstmal danke für alle Antworten! Mir war nicht bewusst wie gravierend das ist wenn ich es so mache! Nur um sicherzugehen, so wäre es richtig:

100km/h 6. Gang ; Gaswegnehmen -> Kupplung ziehen in den 5. Gang schalten -> Kupplung loslassen -> kupplung ziehen in den 4. Gang schalten -> kupplung loslassen und dann immer so weiter. Nebenbei halt immer weiter leicht bremsen, so wäre es dann richtig?

LG

Ich weis nicht, wie groß der Übungsplatz deiner Fahrschule ist, aber wenn möglich könntest du das dort ebenfalls ein paar mal üben.

Jetzt werden mich gleich ein paar beschimpfen xD, aber am Platz kannst du auch ein wenig herumexperimentieren, falls der Fahrlehrer keinen Aufstand macht. IMHO sind Fahrschulfahrzeuge genau dafür da. Auch wenn dadurch ein stark erhöhter Verschleiß entsteht.

Irgendwie musst du es ja lernen und herausfinden. Aber es kommt eben oft vor, dass der Fahrlehrer vl. etwas nicht genau erklärt hat oder garnicht ansprechen will, da es für ihn selbstverständlich ist.


Ansonsten wurde ja alles gesagt. Es wird ein bisschen dauern, bis diese Vorgänge flüssig und automatisch ablaufen. Solange du nachdenkst, was du machen musst, wirds nicht so flüssig.

Einen kleinen Tipp hab ich noch: Wenn du stehen bleiben musst, egal ob durch eine Ampel, Stopptafel usw.... (also vorhersehbare Stillstände), kannst du auch einmal versuchen, die letzen km/h mit der Hinterradbremse (mit etwas Gefühl wäre nicht schlecht) zu arbeiten. Sprich wenn du dann in der Leergangrollphase oder ähnlich bist. Viele Fahrer stehen darauf. Das Stehenbleiben wird dadurch etwas "smoother".

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Ganz genau! Am besten ist, du streichst das wie du's bis jetzt gemacht hast ganz schnell und sofort aus deinem Kopf. Je länger du es falsch machst, desto schwerer gewöhnst du dich um! ;-) Ab jetzt schön an's richtige runterschalten denken, dann geht's dir bald in Fleisch und Blut über.

Ich finde Rosine's Idee, mal zu experimentieren gut, dann merkst du die Unterschiede selbst und erkennst selbst, dass es "so" wie wir dir beschrieben haben, besser und vor allem sicherer ist. Rede halt mal mit deinem Fahrlehrer, vielleicht lässt er dich mal eperimentieren ;-)

LG - Christine

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@Mankalita2

Ok, ich danke euch! Dann weiß ich jetzt bescheid.

LG

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