Eingelaufene Nockenwelle

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Auf der Auslaßseite wird der Kopf meistens heißer. Deshalb gibt die Auslaßnockenwelle zuerst den Geist auf, außerdem ist sie im Ölkreislauf in der Regel ganz hinten an letzter Stelle. Wenn also ein Schmierproblem - was ich bei dir vermute, auftritt, dann verschleißt zuerts die Auslaßnockenwelle. Nockenwell, Kipphebel und Tassenstößel laufen aus drei Gründen ein.

1) Überhitzung z.B. wenn der Kopf durch irgendetwas abgedeckt wird und dadurch nixcht genügend Kühlluft ankommt, oder ein Fehler im Wasserkreislauf.

2) Materialfehler (Härtefehler)

3) Schmierstoffmangel. Falsches Öl, zu wenig Öldruck, Ölleitung verstopft, Beipaßventil im Ölfilter defekt, wodurch der Öldruck absackt und als Erstes die Auslaßnockenwelle hopps geht.

Eine eingelaufene Nockenwell zerstört im Eilzugtempo den neuen Reibungspartner. Deshalb wechselt man auch immer sofort beide aus. Wenn die neue NW schon so bald wieder den Geist aufgibt, tippe ich auf einen Defekt im Kühl - oder Schmiersystem.

Hi, erstmal danke für die Klasse Antwort.

Aber was mich ein wenig wundert ist, dass die alte NW fast an allen Nocken gleichmäßig eingelaufen ist, die "neue" aber nur an einer Nocke, die anderen Nocken sind alle noch i.O., auch das Ventilspiel lag dort in der Toleranz.

Müsste bei fallendem Öldruck nicht auch die Kontrollleuchte angehen?

Checken werde ich auf jeden Fall beides mal. Danke dir.

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@KawaFreak

Die öldruckschalter sind normal ziemlich lausig eingestellt, nur damit nicht im Stand mal "zufällig" die Ölkontrolle aufleuchtet.... :-(((

...schaltdruck meistens nur 0.5-1bar...dagegen ca. 5bar Öffungsdruck des bypassventils = Solldruck bei höheren Drehzahlen! :-/

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@KawaFreak

Das Motorenöl ist nicht immer an allen Stellen gleichzeitig, sondern verteilt sich von einer Hauptleitung aus. Die Lagerfläche, die zuerst beschädigt wird, könnte jene sein, die vom Mangel am stärksten betroffen ist. Die anderen Gleitflächen werden erst später beschädigt. Nur in diesem Fall hatten sie dazu nicht die nötige Zeit.

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@chapp

Ok, danke nochmals. Ich werde mir das mal Ende nächster Woche oder so genauer ansehen. Wenn gewünscht, werde ich das Ergebnis der Frickelei ins Forum stellen. Ausreichend bebildert im Fall der Fälle.

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Hm, also bevor Du jetzt wieder ne neue Nockenwelle, nebst den dazu gehörigen Kipp, oder Schlepphebeln montierst, würde ich erst mal Ursachenforschung betreiben. Ich habe in letzter Zeit eine ganze Menge Luftgekühlte Motoren zerlegt, und hab bei kuriosen Lager, oder Laufflächenbeschädigungen immer wieder fest gestellt, das die Ursache, eine zu niedrige Öldurchflußmenge ist. Wie kommt es zu so einem Fehler? Bei vielen Motoren ist ein Großsieb vor den Ölschnorchel der Ölpumpe montiert. Dieses sollte in unregelmässigen Abständen beäugt werden. Das geht natürlich nur, wenn der Seitendeckel runter ist. aber bei Verschleißauffälligkeiten ist dies die erste Stelle, die man sich anschauen sollte. Wehr oft ist auch das Rückschlagventil der Ölpumpe hängen geblieben, hier liegt dann die Ursache an billigen Ölfiltereinsätzen, die sich zerlegen, und bei kurzfristigem hohem Öldruck vor diesem Ventil, dieses öffnen, und durch die sich lösenden Filterteile nicht wieder ganz schließen. U.a. kann dadurch auch eine Ölbohrung verstopfen, oder so in ihrem Querschnitt verengt werden, das bei hohem Ölbedarf, gerade dieser nicht mehr zustande kommt. In einigen Modellbezogenen Foren, kann man sich bezüglich solcher Fehler sehr gut mit den anderen Fahrern, und guten Schraubern austauschen. Z.B. gab es bei dem von mir bevorzugten Modell Yamaha TR1 aufgrund eines Engpasses in einer Hohlschraube der Ölsteigleitung zum Kopf, des öfteren zu Hitze, und Ölmangelproblemen. Die sich genauso gestalteten, wie bei deinem Moped. Zwar haben die Nockenwellenlager es meist überlebt, aber die Laufflächen der Kipphebel und die der Nockenwellen, waren dann komplett eingelaufen. Hier halb das vorsichtige erweitern der Bohrung, in der Hohlschraube. Wenn Du Dir die Mühe machst, die von mir beschriebenen Problemstellen zu prüfen, sollte nach dem Einbau der Neuteile wieder eine angemessene Laufleitung ohne Probleme möglich sein. Auch wichtig ist die Montage der Hohlschrauben mit ausreichend dicken Kupfer oder Aludichtringen, ich habe schon gesehen, das jemand dünne Dichtscheiben verwandt hat, und dadurch die Hohlschraube den Ölkanal in der Zuführung von der Ölpumpe um mehr als die Hälfte verschloss ! Sollte viel Abrieb vor dem Ölpumpensumpfsieb sein, muß auf jeden Fall das Spiel in der Ölpumpe geprüft werden, könnte sein, das die Pumpe durch mangelnden Ölzufluß verschlissen ist...... Viel Spaß beim Suchen.......!

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