Bietet eine dünne Lederhose wirklich mehr Schutz als eine Textilhose für Motorradfahrer?

4 Antworten

Es gibt ja auch billige Lederhosen in normalen Bekleidungsläden, kann mir gut vorstellen, dass bei denen der Unterschied zu Textil kaum noch vorhanden ist.

Gutes Durchschnitts-Motorrad-Bekleidungs-Leder hat eine Dicke von 1,2 bis 1,4 mm.

Textilstoffe werden mit einem Abriebwert angegeben z.B. Polo Mohawk D1680 (Sturzstellen) und D500 (nicht gefährdete Zonen). Außerdem hat diese Jacke die sturzgefährdeten Stellen eben wegen des Abriebes mit Büffelleder zusätzlich verstärkt.

So hat man bei guten Textilien sowohl Klima- und Wetterschutz als auch Schutz bei Sturz. Wichtig ist bei der Bekleidung immer, daß sie gut sitzt und die Protektoren da bleiben, wo sie schützen sollen.

Fährst Du viel Alltag, so ist Vollleder wenig gemütlich bei Regen/Hitze/Kälte. Textil ist da flexibler.

Fährst Du mit hohem wöchentlichen Sturzrisiko, dann ist in jedem Fall Leder ratsam. Und ein dickes Konto für die ständigen Reparaturen am M. ...

Reusch hat übrigens "Super Tech", das ist Epoxidharz an den besagten Stellen und mit Leder vergleichbar.

Ich hab im Polo-Shop mal eine zerissene Textiljacke (Preissegment 80 €) von einem Sturz gesehen. Der Erfahrung nach ist Leder auf jeden Fall besser. Außerdem überleg mal, warum die im Rennsport nur Leder fahren? Nicht weil's so scharf aussieht... ;-)

Was jetzt deine Definition von "dünn" ist weiß ich nicht, aber eins sollte ja klar sein, je dünner das Material, je dünner die Reserve, bis Haut und Fleisch statt Leder auf dem Asphalt bleibt.

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