Ziehkeilschaltung und Klauenschaltung beim Mokick - Unterschied?

2 Antworten

Hallo tomtom

Ich habe in meinem Leben an zwei Getrieben gearbeitet, an dem der Combinette 3 und 4 Gang, Ziehkeil und an dem der CB 250 K1 Honda Klaue, beide sequentiell geschaltet. In deinem Link Bild 1 und 2 sieht man das Prinzip recht deutlich. Würde man stattdessen an der Schaltwalze eine Stange anbringen, so wie bei den Bildern, könnte man die Walze drehen und bei gezogener Kupplung Gang für Gang überschalten. Das Ziehkeilgetriebe der Combinette wurde über einen Schaltautomat geschaltet, der nach dem gleichen Prinzip funktionierte. Die Combinette gab es mit Hand- und mit Fußschaltung. Die Ziehkeilschaltung funktionierte einwandfrei.

Ärger hat mir nur die Honda gemacht. Deren Motorgehäuse war horizontal teilbar und man konnte sehr schön die Funktion beobachten. Mit der Schaltwalze werden die Zahnradpaare kraftschlüssig gemacht, genau wie in deinem Link. Bei dem ersten Gang der Honda verbog sich die Schaltklaue unter Last dermaßen, dass das Zahnradpaar nicht mehr kraftschlüssig war. Das änderte sich auch mit neuen Klauen und neuen Zahnrädern nicht. Außerdem hatten alle Wellen axiales Spiel was das Problem nur verschärfte. Da mir der Honda Motor eh nur teuren Ärger machte, wurde sie nach einem Jahr ersetzt. Das Getriebeproblem blieb als einziges ungelöst.

Übrigens schalte ich bei meiner Wumme gerne nach dem Anfahren Step bei Step in den vierten oder fünften Gang, dann lasse ich die Kupplung wieder los. Die XJR hat halt einen bärigen Motor.

Handschaltung Standard - (Schaltung) Handschaltung Ardie - (Schaltung)

Ich glaub euch gerne, das ihr eure Getriebe beherrscht. Ich würd' mich nicht trauen ein Schräubchen zu lösen....

Zwie Dinge sind mir aber mittlerweile klar:

1.) Getriebe die mit Klauenkupplungen (mehreren axial verschiebbaren Klauenkupplungs-Elementen) die Paare fixieren lassen sich bauartbedingt - vom Konstruktionsprinzip - zunächst mal wahlfrei schalten.

2.) Die Dinger heißen zu 99.999% nicht Klauenring bzw. Klauenkupplung weil sie mit der Gabel verschoben werden. Die tauchen im Maschinenbau dem Prinzip nach an 1000 Stellen auf ohne mit einer Schaltgabel in Kontakt zu kommen.

Nochmal hier :http://de.wikipedia.org/wiki/Klauenkupplung

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Hallo Fabbolla

Prinzipiell werden heute Motorradgetriebe sequentiell, über Fußhebel geschaltet, das bedeutet ein Gang nach dem anderen. Das war allerdings nicht immer so. da gab es die Handschaltung, meist für zwei oder Dreigang-Getriebe. Da Musstest Du die Kupplung ziehen und den Kupplungshebel drehen um in den nächsten Gang zu kommen. Diese Technik war bei Mopeds, wegen der Fahrradpedale, verbreitet, aber auch bei kleineren Motorräder oder Mokicks zu finden.

Bei älteren Schätzchen gab es auch die H-Schaltung oder andere Handschaltungen, siehe Bilder.

Gruß Nachbrenner

Moto Guzzi Transporter - (Schaltung) NSU Handschaltung - (Schaltung) Horex Fußschaltung rechts - (Schaltung) Handschaltung - (Schaltung)

*Angenommen ich fahre ein Mokick mit 5 Gängen und Klauenschaltung und fahre einen Berg runter. Muss ich dann jeden Gang einzeln treten oder gibt es da einen´´ Zwischengang´´?

Und wie sieht´s beim Ziehkeiler aus?*

Wenn fußgeschaltet, ist es sequentiell, einer nach dem anderen, egal ob Klaue oder Ziehkei.

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@Nachbrenner

Jo - deshalb versteh ich die Frage nicht:

Ziehkeiler werden immer sequentiell geschaltet - und Klauengetriebe sofern im Motorrad verbaut (via Fußhebel u. Schaltwalze) eben auch!

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@tomtom41

Hallo tomtom

Ziehkeilgetriebe wurden auch von Hand geschalten und zwar waren am drehbaren Kupplungshebel noch zwei Bowdenzüge dran, mit denen der Keil durchs Getriebe gezogen wurde. Arretiert wurden die Gänge wieder vom Kupplungshebel in Grundstellung. Diese Schaltungen fanden sich an Mopeds, wegen der Pedale, an kleinen Rollern und Motorrädern um die 100ccm. Die Getriebe hatten maximal drei Gänge. Leider habe ich in meinem Fundus kein Bild von derartigen Schaltungen, aber Du darfst mir zu 100% vertrauen, da meine Viktoria Avanti 100 solch eine Schaltung hatte und ich den ersten Gang verflucht habe, denn der lag ganz unten und malträtierte meine zehnjährige Finger. Auf Zehenspitzen, oft genug im Sand stehend und dann anfahren, Du verstehst?

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@Nachbrenner

Ja, versteh ich auch - kein Widerspruch... das mit der Handschaltung ist aber ja nur ein neben Kriegsschauplatz.

Mich stört beim turboklaus halt der Satz:

Im Prinzip musst Du beim Klauengetriebe jede Gangstufe nacheinander durch schalten, kannst natürlich auch 2x schalten und bist direkt 2 Gänge tiefer, oder höher, wie Du willst.

Das liegt aber meiner Meinung nach nur an der Betätigung über die Schaltwalze. Die Klauenschaltung ist im Prinzip wahlfrei (Klauenringe sitzten auf der Welle und können je bedarf eingekuppelt werden)

Anders der Ziehkeil -einfach weil er immer nur in eine Richtung geschoben werden kann ist doch die Gangfolge festgelegt. Deshalb sagt man doch das Ziehkeilgetriebe schaltet sequenziell...

Kann mich natürlich irren - aber noch hat mich keiner überzeugt ...

Und was die Ursprungsfrage angeht:

Angenommen ich fahre ein Mokick mit 5 Gängen und Klauenschaltung und fahre einen Berg runter. Muss ich dann jeden Gang einzeln treten oder gibt es da einen´´ Zwischengang´´?

Er muss doch so oder so beim zweirad alle Gänge durchschalten!!

Als ich Klein war stand da so ein altes kaputtes Mofa - mit Pedalen und Handschaltung - mit dem wir so gespielt haben....wenn du da vom 1. in den Dritten wolltest... kamst du halt zwangsläufig über den Zeiten... auch wenn du nicht eingekuppelt hast ... der Gang wäre theoretisch drin gewesen.

Beim Klauengetriebe kannst du direkt vom 1. in den 3.... oder nicht? (Und vergiss mal die Schaltwalze beim Motorrad)

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@tomtom41

Kann jetzt auch sein das ding hatte nicht mal einen 3. Gang... das war halt nur Schrott mit dem wir gespielt haben (muss so 77-80 irgendwann gewesen sein)- aber was ich meine ist hoffe ich klar geworden...

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