Wie überleben eigentlich die Motorradhändler im Winter ?

1 Antwort

Prinzipiell sollte ein Händler über die Saison so viel verdienen (können), das er den Winter durchsteht. Leider ist der Markt inzwischen so dünn, die Preise durch's Internet so transparent und die Kunden oft schmerzlos im Preisdrücken, das nach diesem Winter bei der aktuellen Marktlage sicher ein paar Händler mehr auf der Strecke bleiben. Dem Händler bleibt der Versuch, Kosten zu reduzieren, Personal über den Winter zu entlassen (mit der Gefahr zum Saisonstart ohne fähiges Personal dazustehen), Öffnungszeiten zu verkürzen, Werkstatt-Aktionen zu fahren etc.

Honda-Händler in Südbaden?

Jetzt ist es offiziell, das Fahrzeughaus Sütterlin in Freiburg beendet auf 2019 die Zusammenarbeit mit Honda, die Motorradwerkstatt wird geschlossen. Anscheinend überzieht Honda die Händler mit allen möglichen Anforderungen, die sich aber niemand antun will.

Renner in Eimeldingen hat schon abgewinkt, er könne meine Maschinen (SC59 und eine alte CBF1000) höchstens im Winter warten, Reifen ginge während der Saison "gerade noch so". ABS der 2009er warten... sowieso Fehlanzeige.

In Waldshut gibt es zwar eine Honda-Vertretung, die auch gut sein soll, aber wer die Strecke von Lörrach nach Waldshut kennt, weiss, dass sie mit der Fireblade eigentlich nur in Vollnarkose zu ertragen ist. Freiburg ist gerade noch so gegangen, aber Waldshut tue ich mir definitiv nicht an.

Irgendwie stellt sich da auch die Sinnfrage, habe mit einigen Werkstätten telefoniert, auf die Frage hin, ob sie Vertrags-Händer /-Werkstatt wären bekommt man nur ein hohles Lachen als Antwort. Die Regularien sind so streng, niemand will so viel Geld investieren, und Recht haben Sie!

Honda scheint genug mit Schneefräsen und 125ern zu verdienen, denen scheint das egal zu sein. Fahre seit 42 Jahren nur Hondas, jetzt werde ich mir wohl eine andere Marke aussuchen.

Der Letzte mache bitte das Licht aus.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?