Was passiert im Motorradmotor, wenn man die Motorbremse verwendet ?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Eigentlich müsste man da etwas weiter ausholen: Beim Vergasermotor der Fahrzeuge bis etwa 1985 wird trotz Schiebebetriebs, also Gashahn zu, Bergab fahrt mal angenommen, durch die Zündung eine geringe Menge Kraftstoffluftgemisch im Brennraum gezündet, und diese Verbrennung setzt sich auch im Auspuff fort, wodurch es je nach Auspuffsystem zum typischen Patschen kommt. Da hier natürlich nicht genug Verbrennungsdruck aufgebaut wird, bremst der Motor mit seiner gesamten mechanischen Masse, sprich den an der zylinderwand schleifenden Kolbenringen und Kolben, dem widerstand der Lagerstellen, und Getrieberädern. Bei Kardanmopeds zusätzlich noch die 1-2 Winkeltriebe, je nachdem wir der Motor eingebaut ist. Bei neueren Motorrädern mit Vergaser wird das Kraftstoffsystem durch ein Elektro-Magnetssystem im Schiebebetrieb nicht mehr vom Kraftstoff gespeiste, also eine Art Schubabschaltung, die notwendig wurde um den gestzmässigkeiten vor allem um den USA zu entsprechen. Dadurch wird der Motorbremseffekt noch weiter verstärkt. Bei Einspritzmotoren ist es natürlich genauso, nur das hier die einspritzdüsen halt bis zu einer bestimmten Drehzahl im Schiebebetrieb abgeschaltet werden.

Bei allen Motoren wirkt sich natürlich auch der Kompessionsdruck bremsend auf die Motoren aus :-), aber das schrieben ja Bandy und Nachbrenner bereits......

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Der Widerstand der Kompression wird beim Viertakter zur Verzögerung genutzt. Sonst passiert nichts. Zweitakters Bremswirkung ist eher symbolisch.

Es findet im Motor keine Verbrennung mehr statt, dadurch wird das Motorrad durch die Verdichtung des Motors und die Reibwerte Getriebe - Lager - Antrieb abgebremst.

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