Warum hat ein Zweitakter einen höheren Verbrauch?

1 Antwort

Verglichen mit einem 4-Takter hat der 2-Takt Motor einen vergleichsweise "schlampigen", ungenauen Gaswechsel mit relativ hohen Frischgasverlusten. Entscheidend ist die Symmetrie der Steuerzeiten. Der 4-Takter wird durch nockengesteuerte Ventile beatmet. Dies bedeutet, daß bei der Ventilsteuerung und damit dem Öffnungs - und Schließbeginn der Ventile bezogen auf die Position der Kurbelwelle auf den Winkelabstand vom OT keine Rücksicht genommen werden muß. Die Ventile öffnen und schließen zum opfimalen Zeitpunkt. Außerdem ist die Öffnungs - und Schließgeschwindigkeit variabel. Im Ergebnis führt dies zu asymetrischen Steuerzeiten. Der Winkelabstand zum OT bei Öffnen und Schließen des Ventiles ist unterschiedlich. Der 2-Takter wird durch starre Kanäle und durch das Kolbenhemd und die Kolbenoberkante gesteuert. Da dieser über die Pleuelstange fest mit der Kurbelwelle verbunden ist, erfolgen Öffnen und Schließen immer am selben Punkt des sich auf und abbewegenden Kolbens und bezogen auf die Drehbewegung der KW immer im selben Winkelabstand der KW zum OT. Das Ergebnis ist ein symmetrisches Steuerdiagramm, das mehr Rücksicht auf die Geometrie des Motors als auf die Notwendigkeiten des Gaswechsels nimmt. Die Steuerzeiten eines 2-Takters sind also immer ein mehr oder weniger fauler Kompromiß zwischen Leistung und Wirkungsgrad. Man hat dies früher durch Drehschiebersteuerung (Platten - und Walzendrehschieber), durch Membraneinläße und durch Doppelkolben versucht auszugleichen - ein fauler Kompromiß blieb es immer und hat letzendlich in Zeiten von Umweltschutzgesetzen und teuerem Sprit zur Ablösung des 2-Takters durch den 4-Takter geführt.

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Perfekt, hätte ich nicht besser schreiben können :-)

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Also Dir (chapp) würde ich meinen Motor anvertrauen! absolut perfekte Antwort (eigentlich wie immer!). Kompliment und Gruß hj-austria

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Motor stirbt nach Voll- bzw. Teillast (z.B. beim halten an der Ampel...)

Hallo liebe Community. Ich war ja schon länger nicht mehr hier. Aber jetzt habe ich ein Problem und hoffe ihr könnt mir helfen. Es handelt sich um meine alte Suzuki GSX-F 750 (GR78A) BJ. 89

Folgendes: Letztes Jahr im September lief die Maschine schon etwas "unrund" und holperig..... und ist teilweise an der Ampel im Leerlauf ausgegangen. (nur wenn der Motor schon warm war...) Da ich die Saison letztes Jahr frühzeitig beendet habe, habe ich mir gedacht, OK, der Luftfilter sitzt bestimmt zu und die kleine kriegt keine Luft. (war noch vom Vorbesitzer etc..). Bauste' im Frühjahr nen neuen ein und gut is.

Jetzt ist das Frühjahr.. Ich hab nen neuen Lufi eingebaut und heute die erste Probefahrt machen können. Aber das Problem besteht weiterhin. Ausserdem nimmt sie während der Fahrt im Teillastbereich (ca. 3.000-5.500 U/min) nur schlecht Gas an. Wenn ich da mal den Hahn durchziehe ("stottert" und "brummt" sie und dann auf einmal rennt sie wieder los.) Wenn ich den Gashahn hingegegen langsam durchziehe merkt man von diesem Effekt kaum etwas... Auch langsames Fahren im 1. oder 2. Gang (etwas mehr als Standgas) ist eher eine Qual.

Sie springt auch, wenn sie dann warm ist, eher schlecht als recht an.

Ich habe schon versucht das Standgas einfach ein wenig höher zu drehen. Jedoch bringt das nichts. Und wenn ich es so einstelle, dass sie im Standgas bei den geforderten 1.100-1.300 U/min ist, ist das besagte Problem noch schlimmer.

Nun habe ich noch ein wenig gegoogled und habe gelesen, dass man nach Arbeiten an Luftfilter, Ventilspiel, Auspuff etc. das Leerlaufgemisch einstellen sollte.

Ist das empfehlenswert und könnte das mein Problem lösen? Habe es heute noch nicht ausprobiert...

Oder könnten es auch "nur" die Zündkerzen sein (leider hab ich da beim Lufi wechsel nicht nach geschaut,, weil ich dazu wohl einen "Spezialschlüssel" brauche. Die ZK sind ziemlich "tief" verbaut und ich weiss nicht ob ich da so dran gekommen wäre. Ist immer ein enormer Aufwand, da man Verkleidung, (damit verbunden Spiegel, Frontscheibe...etc) und den ganzen Tank komplett abbauen muss.

Was könnte es sonst noch sein? Vergaser "verharzt" oder dreckig? (Da trau ich mich nicht dran glaub ich >_<)

Wäre toll, wenn der/die Ein oder Andere noch ein Idee hat was helfen könnte? Ich habe die Reparaturanleitung für meine Maschine und würde mich durchaus als Handwerklich begabt bezeichnen... Daher denke ich sollten Reparaturen eigentlich kein großes Problem darstellen (Außer Vergaser... hab angst da an den Kleinteilen was kaputt zu machen... oder ist das nicht so wild wie ich mir das vielleicht ausmale?)

Ich würde mich über Ratschläge, Tips und Tricks von Euch freuen.

Danke schonmal im Vorraus und allseits einen schönen Saisonstart.

Gruß Stephan

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