Wann verwendet man bei Ventilen eigentlich starke und wann weiche Ventilfedern ?

1 Antwort

Die Härte der Ventilfedern hängt vom Gewicht der zu bewegenden Massen (Ventil, Stößel, eventuell Kipphebel und Stoßstangen), von der Drehzahl und von der Nockenwellenkurve ab. Sie wird so weich wie möglich (weil das den Verschleiß mindert) und so hart wie nötig gewählt. Die Ventilfeder muß bei ablaufendem Nocken das Ventil sauber schließen. Dafür steht ihm nur eine sehr kurze Zeit zur Verfügung. Je steiler die Ablaufkurve der Nockenwelle (ist besonders bei scharfen Rennnocken der Fall), je schwerer der Ventiltrieb und je höher die Drehzahl, desto mehr Kraft benötigt die Ventilfeder, das Ventil oder den Stößel auf dem Nocken zu halten, damit sie dessen Kurve sauber folgen können. Der Ventiltrieb darf auf keinen Fall abheben(springen). Das würde zu Leistungsverlust und hohem Verschleiß an Nocken, Ventil und gesamtem Ventiltrieb führen. Außerdem muß die Feder so stark sein, daß sie bei abgelaufenem Nocken das Ventil fest in den Sitz pressen kann weil es sonst nicht dicht ist. Die Folge: Leistungsverlust und verbrannte Ventile und Sitze. Federn werden in der Regel paarweise konzentrisch verwendet, wobei die Wicklung gegensinnig ist. Der Grund dafür ist, daß die Feder sich beim Einfedern dreht und in Schwingung gerät. Die konzentrisch innen eingebaute Feder wirkt beidem entgegen, eliminiert zum Teil die Schwingungen und wirkt dem Drehimpuls entgegen.

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