Unterschied "Sporttourer" und "Reiseenduro"?

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5 Antworten

Ich finde den Unterschied zwischen Sporttourer und Reisenduro größer als zwischen Sporttourer und Supersportler. Schau dir mal die werkseitig aufgezogenen Reifen an, die Federwege und die Höchstgeschwindigkeit. Dann dürfte alles klar sein. Zwischen Sporttourer und Supersportler ist es eigentlich eher nur eine Gewichtsfrage.

Wir waren gerade in 14 Tage Ö/CH/I unterwegs. Auf nicht geteerten Pässen hätte ich mir eine Reiseendure gewünscht, dann hätte ich besser zwischen den rumlaufenden Kühen kurven können. Aber auf den schnelleren Etappen und geteerten Pässen war ich über meine XX wieder heil froh und bin der teilweise mitgefahrenen 1100er V-Strom um die Ohren gefahren.

Es gibt ganz klare Unterschiede ... auch wenn sie marketinggerecht immer wieder im Laufe der Zeit angepasst werden.

Die grundlegende Definition eines Sporttourers und einer Reiseeenduro ist von my666 schon passend umschrieben.

Allerdings möchte ich hier mal einige Beispiele für die Sporttourer nennen:

Die Yamaha Thundercat bzw. Thunderace waren ursprünglich als reine Sportler im Programm. Da sie dafür aber etwas zu pummelig wurden und die Konkurrenz bzw. Yamaha selbst bei den Sportlern mit der R6 bzw. R1 nachgelegt hat wurden die Beiden kurzerhand als Sporttourer definiert.

Ähnlich war es auch mit der TRX850. Sie sollte Mitte der 90´iger den vermeidlichen Boom der sportlichen Twins bedienen. So wurde sie als SuperSport Twin zunächst auf den Markt gebracht. Die Maschine hatte aber mit ihren 83 PS gegen die aufkeimende Konkurrenz von Honda (VTR) und Suzuki (TL1000) motorisch nicht mehr viel zu melden. Da sie auch auf Reisen angnehm zu fahren war bezeichnet "man" sie heute gern als Tourensportler.

Bei Triumph gibt es ein Modell, daß von anfang an nicht als reinrassiger Sportler sondern als Tourensportler etabliert wurde. Die Sprinz. Dort sind die Marketingstrategen offensichtlich etwas weitsichtiger. Allerdings gibt es dort im eigenen Hause so etwas wie einsatzähnliche Konkurrenz. Die neue Tiger ist aus der recht glücklosen Enduro entstanden und könnte jtzt als Reiseenduro glten... allerdings fehlen ihr dazu streng genommen die Stollen... auch wenn sie nur gemäßigt sind. Ansich ist Triumph auch hier konsequent und setzt die Einsatzzwecke an erste Stelle des Pflichtenheftes. Betrachtet man nun die Sprint und die Tiger im direkten Vergleich sind die Untershiede ttächlih nur noh sehr gering und drücken sich im Wesentlichen durh die etas andere Fahrzeuggeometrie und eben auch die unterschiedlichen Federwege aus.

Als Reiseenduro würde ich auch ganz klar BMW´s GS 1200 sehen. Vergleicht man so eine Maschine wiederum mit der Sprint von Triumph sind die Unterschiede wieder deutlicher. Ert Recht wenn man die Thundercat von Yamaha auf den Plan ruft.

Unter dem Strich gibt es als schon Unterchiede. Die Hersteler definieren das aber nach eigenem Gusto.

ich fahre eine sporttourer weil ich für die meisten enduros zu klein bin ,in slowenien hätte ich auf der holper strecke gern eine enduro gehabt und man hat auf der enduro noch eine geradere sitzhaltung.

Sporttourer-Fahrer träumen davon, das sie eigentlich auch auf die Rennstrecke könnten, wenn sie wollten und Reiseenduro-Fahrer träumen davon, das sie auch um die Welt reisen könnten, wenn sie denn mal die Zeit dafür finden.

In der Praxis triff man beide im gleichen Revier an und der tatsächliche Einsatzzweck unterscheidet sich nicht.

Wie so oft ist also eine reine Marketing- und Geschmackssache. Das hätte Dir der Verkäufer eigentlich auch so sagen können :-)

frschilling 24.08.2009, 16:36

Und wir könnten damit ins Gelände, wenn wir denn wollten :-). Was Du damit sagen wolltest war eigentlich, dass wir - wenn wir erst mal Rentner sind - die Welt in bequemer Form auch abseits aller Straßen "umrunden" könnten ;-)

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demosthenes 24.08.2009, 16:42

@my666:

Das trifft meine Vermutung schon sehr gut - danke.

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Also für meine Begriffe sind es schon 2 unterschiedliche Gattungen

1 - Sporttourer sind sportliche Tourer (Bild links)

2 - Reiseenduros sind Enduros, die für lange Reisen geeignet sind (Bild rechts)

badboybike 24.08.2009, 17:16

Nachtrag: Sporttourer würde ich kaufen (so sie mir denn gefallen würden) wenn ich primär lange Autobahnstrecken fahren würde, und Reiseenduros wenn ich oft auf lange Urlaubstour gehen würde, mit vielen vielen 3.klassigen Landstraßen, ab und zu auch mit einem Ritt ins Gelände. so wie die 2 Engländer aus "Long Way Round" und "Long Way Down".

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my666 24.08.2009, 19:07
@badboybike

Wenn Du beide mal ausprobiert hast, wirst Du merken das der Unterschied geringer ist, als man denkt. Schnelle Autobahnetappen spult eine Reiseenduro genau so gut ab. Und eine 1000er Varadero fährt sich im Gelände auch nicht wirklich gut - Feldwege und Schotter gehen mit einem Tourer auch...

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badboybike 24.08.2009, 22:08
@my666

Die BMW habe ich schon gefahren. Lange Federwege zeichnen sie aus (zumindest verglichen mit meiner Intruder), und sie war im Osten, wo katasrophale Straßenverhälltnisse herrschen, 1A. Einen Sporttourer habe ich noch nicht gefahren, aber ich kann mir vorstellen dass die weniger Federweg haben, und eher für Asphalt gebaut sind!?

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