Oldtimer und Tüv?

1 Antwort

Hier wird eine Frage gestellt, die etliche, weitergehende Fragen beinhaltet; insoweit sollte die Frage schon etwas präzisiert werden. Die TÜV-Vorschriften gelten natürlich für alle Motorräder, auch für Oldies. Insoweit ist die pauschale Feststellung, dass man bei Oldies fast alles durchbekommt, schlicht unsinnig. Maßgebend ist das Baujahr des Fahrzeugs und die zum Zeitpunkt des Baujahres geltenden Bestimmungen. Hier nur ein Beispiel von vielen: Es gab z.B. in den 50iger Jahren keine Vorschrift, die besagt, daß Motorräder mit einer Blinkanlage ausgerüstet sein müssen. Also wird vom TÜV auch keine Blinkanlage gefordert. Dies kann bei einem Laien den Anschein erwecken, "daß man bei Oldies alles durchbekommt". Hinsichtlich des Vorhabens,eine alte Laverda zu kaufen sollte auch sinnvollerweise mal ein Typ benannt werden. Schöne Laverdas gab es nämlich schon 1950. Da auch von Flachschiebervergasern die Rede ist, ist wohl der Kauf einer 750er Laverda angedacht; welcher Typ?. Bei den hier verwendeten Flachschiebervergasern VHB 29 und VHB 30 gibt es z.T. gravierende Engpässe in der Ersatzteilversorgung. Ansonsten ist die Ersatzteilversorgung für die 750er nicht schlecht, sofern man die entsprechenden Bezugsquellen kennt. Insgesamt empfehle ich, lieber mehrere, aber präzise Fragen zu stellen, um eine wirkliche Hilfestellung zu erfahren.

Muss ich mich an die Eintragung in der Zulassung bezüglich Radialreifen bzw. Diagonalreifen halten?

Ich muss für die HU neue Reifen aufziehen, da meine Profiltiefe unter dem zulässigen Wert liegt. Dafür habe ich mich nun zum ersten Mal mit der Eintragung zum Reifentyp in der Zulassung meines Motorrads auseinandergesetzt.

In der Zulassung steht folgender Reifentyp: 120/70-17 58H (vorne) bzw. 150/70-17 69H (hinten). Mit den Abmessungen komme ich soweit klar. Das Minus ("-") hinter der 70 bedeutet ja jeweils, dass es Diagonalreifen sind.

Nun habe ich mal an meinem Motorrad nachgeschaut und gesehen, dass da jeweils Radialreifen aufgezogen sind (120/70 ZR17 58H bzw 150/70 ZR17 69H). Das war offensichtlich einer der Vorbesitzer.

Bei der letzten HU wurde die Diskrepanz zwischen Zulassung und aufgezogenen Reifen nicht bemängelt. Jetzt weiß ich allerdings nicht, ob es einfach nicht aufgefallen ist, oder ob es zulässig ist, mit Radialreifen zu fahren, obwohl Diagonalreifen eingetragen sind.

Ein Anruf beim TÜV ergab, dass exakt das Modell aufgezogen sein muss, das in der Zulassung steht. Die Praxis beim TÜV selber spricht aber dagegen, da ich wie gesagt bei der letzten HU problemlos durchgekommen bin.

Da Radialreifen um einiges günstiger sind als Diagonalreifen, würde ich auch jetzt gern wieder zu Radialreifen greifen. Könnt ihr mir sagen, ob ich damit problemlos durch die HU kommen werde?

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