Wie wird "gefühlte Temperatur" berechnet?

2 Antworten

Die gefühlte Temperatur berücksichtigt außer der gemessenen Temperatur in beruhigter Luft auch noch die darüber hinausgehende Abkühlung durch den Wind. Diese kann ganz erheblich sein. Als Motorradfahrer haben wir damit wohl eher wenig Probleme, da durch den Fahrtwind die gefühlte Temperatur noch wesentlich niedriger ist, als durch den normalen Wind. Davor sollte uns unsere Motorradkleidung schützen.

Auch aus Wiki: Unter der gefühlten Temperatur versteht man - vereinfacht gesagt - die von einem Menschen wahrgenommene Umgebungstemperatur, die sich aufgrund verschiedener Faktoren oft stark von der gemessenen Lufttemperatur unterscheiden kann. Es handelt sich also um ein bioklimatisches Maß für das thermische Wohlbefinden eines Menschen und umfasst damit das Spektrum vom Wärme- bzw. Hitzegefühl über Behaglichkeit bis zum Kältegefühl. Das Temperaturempfinden ist dabei im eigentlichen Sinne Ausdruck des Wärmeübergangs eines Organismus und wird nur aus Gründen der Anschaulichkeit in Form einer Temperatur dargestellt, in der Regel mit der Einheit Grad Celsius. Die eigentlich zutreffende Dimension ist jedoch Watt pro Quadratmeter, also eine Wärmestromdichte.

In der Praxis wird die gefühlte Temperatur üblicherweise als jene Temperatur definiert, die in einer bestimmten Standardumgebung herrschen müsste, um ein identisches Temperaturempfinden zu verspüren, sei es nun Komfort (als angenehm wahrgenommene Temperatur) oder Diskomfort (unangenehme Temperatur, Kälte/Hitze). Ziel der gefühlten Temperatur ist es, diesen Komfort bzw. Diskomfort zu quantifizieren. Einen solchen Ansatz verfolgt beispielsweise das Klima-Michel-Modell des Deutschen Wetterdienstes.

Die Grundprinzipien der gefühlten Temperatur gelten nicht nur für den Menschen, denn jedes Lebewesen und auch jeder Gegenstand unterliegt den für sie maßgebenden Einflüssen. Aufgrund der unterschiedlichen Physiologie und auch Anatomie wird die gefühlte Temperatur jedoch lediglich für den Menschen berechnet und ist nicht übertragbar.

Ich hätt's nicht schöner beschreiben können :-)

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