Ölpumpe per Batterie?

3 Antworten

Hallo zusammen, triplewolf hat es schön geschildert. Bei grossen Motoren gibt es eine Vorschmierung. Diese kann sehr unterschiedlich sein. Damals, als ich noch Wehrpflichtiger war.... Beim Anlassen des Panzermotors (auch 30 Liter Hubraum, V8 32 Ventile Diesel) wurde zuerst ohne Einspritzung der Motor vom Anlasser einige Zeit drehen gelassen, dann die Einspritzung zugeschaltet und den Anlassvorgang nochmal von vorne. Dann lief er los. Moderne klein Motoren brauchen das nicht. Sie sind räumlich so kompakt, dass das Öl schnell genug ist. Der Panzermotor zum Beispiel ist gut einen Meter hoch und 1,5. Hier mal was zu sehen: http://www.youtube.com/watch?v=YoDHs9yjLY8 Da braucht das Öl länger bis es die weiten Wege durchlaufen hat. Gruß Kuhtreiber

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Alter Schwede, das sieht aus als säße er auf einer riesigen Kanonenkugel ;-D Gruß

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Ölpumpe per Batteriebetrieb ist aus mindestens 3 Gründen wenig sinnvoll: 1) ist diese Technik weniger zuverlässig und kann ausfallen. 2) Eine mechanisch an den Motor gekoppelte Ölpumpe fördert automatisch drehzahlabhängig die richtige Ölmenge. 3) Ölpumpen benötigen eine sehr große Menge Energie, das müßte also ein sehr starker E-Antrieb sein. Darüber hinaus ist diese Lösung überflüssig. Es gibt einen wesentlichen Unterschied in der Motorentechnologie zwischen alten Motoren und modernen. Alte Motoren waren auf Kaltstart sehr empfindlich und hatten dabei enormen Verschleiß, weil man damals Zahnradpumpen mit sehr geringer Förderleistung und hohem Öldruck verwendet hat. Moderne Motoren werden durch Hochleistungspumpen geschmiert, die schon bei geringer Drehzahl eine enorme Förderleistung bringen, in einen Niederdruck - Ölkreislauf. Möglich wurde dies durch bessere Schmierstoffe mit guten Notlaufeigenschaften und gutem Haftvermögen und Gleitflächen mit hoher Oberflächengüte. Bis alle Schmierstellen in einem heiß abgestellten Motor trocken sind, vergehen Wochen, was bedeutet, dass es praktisch kein wirkliches Trockenlaufen mehr gibt. Dazu kommt, dass sich in modernen Motoren der Öldruck bis ins letzte Eck innerhalb Sekundenbruchteilen aufbaut. Großdiesel sind da anders gestrickt. Sie werden in 3 Stufen gestartet. Ein normaler Elektrostarter wirft einen normalen Motor an (meistens einen 4Zylinder PKW Motor). Dieser Motor hat mit dem Fahrmotor einen gemeinsamen Wasser - und Ölkreislauf. Während der Anlaufphase erwärmt er bereits Öl und Kühlwasser und baut bereits einen normalen Öldruck im Fahrmotor auf. Erst wenn der Fahrmotor ungefährliche Werte bei Öldruck und Öl-und Wassertemperatur erreicht hat, wird über eine Kupplung der Fahrmotor in Rotation versetzt. Diese Phase dauert noch einmal ein paar Minuten. Erst dann werden die Ventile geschlossen und Treibstoff eingespritzt - der Fahrmotor startet. Ein echter Kaltstart würde jeden Großdiesel sofort zerstören.

Das ist gar nicht so abwegig, ich war früher mal Lokomotivführer bei der ÖBB und die Dieselloks hatten alle im Anlasserstromkreis einen Öldruckschalter der erst bei 0,5 Bar Druck durch die elektrische Vorschmierpumpe seinen Kontakt schloss. Ebenso konnte der Motor unter 40°C Wassertemperatur (Webasto Heizgerät mit 220 Volt) nicht gestartet werden. Die Motoren überstanden eine Laufleistung von über einer Million Kilometern völlig unbeschadet. Aber das waren Motoren mit ca. 30 Liter Hubraum, da ist der Verschleiss beim Kaltstart enorm, bei den modernen Motoren wie sie in Mopeds oder Autos verbaut sind ist dies offensichtlich nicht nötig. Gruss

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30 Liter :-DDD Das ist ne Menge Holz ;) Danke dir für deine Antwort, interessant das mal von einer anderen Seite (Lok) erklärt zu bekommen! Gruß

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