Leistungsausbeute bei 2takt und 4-takt motoren

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ganz so unrecht hast du nicht. Wegen der doppelten Anzahl der Arbeitstakte pro Umdrehung der Kurbelwelle sollte der Zweitakter die doppelte Leistung haben - ABER.

Gleichen technischen Stand vorausgesetzt, haben die Zweitakter tatsaächlich eine höhere Leistung und ein höheres Drehmoment als Vierrtakter. Die Leistungshöchstgrenze bei Rennviertaktern mit Saugmotor liegt bei annähernd 300 PS/Liter Hubraum. Die Zweitakt - Rennmaschinen von Suzuki und Yamaha gingen locker über 400 PS/Liter. Die Zweitakter sind stärker, aber nicht doppelt so stark.

Das liegt zum Einen daran, dass der Hubraum bei Zweitaktern nur ein Theoretischer ist (ein geometrischer). Der Viertakter benutzt zur Gaswechselsteuerung Ventile die sich im Zylinderkopf befinden. Als Arbeitsraum steht ihm also der gesamte Hubraum zur Verfügung. Entscheidend für die Leistung ist da der Füllungsgrad der Zylinder. Diese bequeme und exakte Gassteuerung hat der Zweitakter nicht. Bei ihm werden die Zylinderwände und die Kolben zum Gaswechsel genutzt. Das bedeutet, dass beim Zweitakter ein erheblicher Teil des Hubes und damit des Hubraumes ohne Leistungsbeitrag nur als Pumpe und Ventil für den Gaswechsel benutzt wird. Deshalb steht einem Zweitakter, abhängig von der Konstruktion, nicht der doppelte Arbeitsraum zur Verfügung, sondern im Schnitt nur das etwa 1,4 fache. Andererseits kommt dem Zweitakter zugute, dass durch klevere Gestaltung der Kanäle und der Auspuffanlage und durch die sogenannte Kurbelgehäusepumpe (siehe Schnürle Umkehrspülung) ein gewisser Auladungseffek entsteht, der beim Viertakter schwer zu erreichen ist, wenn man keinen Turbolader oder Kompressor verwenden will oder darf. In gewissen Drehzahlbereichen haben extreme Rennzweitakter eine Überladung über den geometrischen Hubraum hinaus bis fast 200% erreicht. Aber nur in gewissen Drehzahlbereichen, weshalb das nutzbare Drehzahlband in der Regel schmal war und die Motoren sehr "spitz" waren. Daher brauchten Hochleistungszweitakter bis zu 14 Gänge. Ein weiterer Nachteil des Zweitakters ist, dass er gegenüber dem Viertakter "langhubiger" ausgelegt werden muß, da ein Teil des Hubes durch die Gaswechselsteuerung verloren geht. Dadurch ist die Kolbengeschwindigkeit und damit die Drehzahl begrenzt. Suzuki hat das dadurch ausgeglichen, dass man der 50er Werksrennmaschine stolze DREI Zylinder verpasst hat.

Fazit: Tatsächlich ist der Zweitakter grundsätzlich etwas leistungsfähiger als der Viertakter. Durch moderne Werkstoffe, Zündungen und Einspritzung könnte dieser Vorteil noch weiter ausgebaut werden. Dadurch wäre der Nachteil der etwas "schlampigen" Gassteuerung zu beseitigen und die Schmierprobleme (bis zum Kolbenfresser) gehören wegen der modernen Schmierstoffe und der Beschichtungen auf Kolben und Zylinder auch der Vergangenheit an. Leider ist sein Image versaut und kaum jemand kümmert sich noch um die Weiterentwicklung und Produktion von Zweitaktern, obwohl der Zweitakter heute genauso umweltfreundlich wie ein Viertakter laufen kann.

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danke hast mir sehr weiter geholfen, habe jetzt festgestellt dass ich doch noch nicht so der 2-takt vollahungtyp bin ;D. Ich persönlich würde am liebsten eine neue firma ründen die nur 2takter herstellt /entwickelt-wird aber leider wohl ein Traum bleiben aber wer weiß (= die hoffnung stirbt zu letzt.

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@Thunderman

Den Gedanken hatte ich auch schon mehrmals und habe ihn auch noch nicht ganz aufgegeben. Ich war mal an der Entwicklung von Kleinflugzeugmotoren beteiligt (bis ca 130 PS). Das waren hochmoderne Zweitakter. Daher weiß ich, was in diesen Motoren steckt.

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Du hast da einen "Denkfehler". Egal ob 2-Takter oder 4-Takter. Beide haben nur einen Arbeitstakt. Beim 4-Takter = Ansaugen, verdichten, Arbeitstakt, ausstoßen. Beim 2-Takter sind "Ansaugen und verdichten" sowie "Arbeitstakt und Ausstoßen" jeweils zusammengefasst.

Nur der Arbeitstakt, der durch die Explosion den Kolben nach unter "drückt" hat die Kraft, der die Welle zum rotieren und damit die Kraft weiter zum Verbraucher bringt. Die anderen Takte bringen beim 4-Takter Verluste weil sie den Motor abbremsen. Dadurch ist ein 2-Takter einem 4-Taker in der Leistung (bei gleicher PS-Zahl) immer überlegen. Es gibt eigentlich nichts besseres als einen 2-Takter. Wenn nur die "gewinnorientierte Industrie" mit ihren Absprachen nicht wäre. Gruß Bonny

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Also... Nee ,-)

Dadurch ist ein 2-Takter einem 4-Taker in der Leistung (bei gleicher PS-Zahl) immer überlegen. 

Das ist ja schon ein Widerspruch in sich - auf den hubraum bezogen stimmt's dann wieder einigermaßen - aber der kost ja nur bei der Steuer Geld - also kein technisches problem.

Problem bei den 2-Taktern in der ' Preisklasse ' ist halt immer die Spülung (Neues Gas rein, Abgas raus)

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