Kann man einen Lenkimpuls auch über die Fußrasten auslösen?

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4 Antworten

Klappt nicht! Es gibt ein Fahrertraining, bei dem eine zweite Lenkstange fest am Rahmen montiert ist, die also keinen Lenkimpuls über den Lenkkopf aus Vorderrad zulässt. Die Fahrer versuchen alles - mit Verrenkungen, Gewichtsverlagerung, Schenkeldruck - aber es kommt nichts dabei raus, was man wirklich Kurvenfahrt nennen könnte. Da gibt es nur den Lenkimpuls am Lenker, alle anderen Maßnahmen können lediglich unterstützend wirken. Spider hat da, finde ich, schon gute Tips gegeben. Und wenn Du das mal gemacht hast, drückst Du auf der einen und ziehst kräftig an der anderen Seite, dann schaffst Du es auch bei höheren Geschwindigkeiten moderate Richtungswechsel einzuleiten.

Hallo.

Ja, man kann eine Kurvenfahrt auch über die Fußrasten einleiten. Dazu muß man am besten die Ballen auf den Rasten haben, um mehr Gefühl aufwenden zu können. Abhängig vom Motorradtyp ist diese Technik aber teils wenig effektiv, sogar mühsam.

Eine kleine Enduro könnte man auch (fast wie ein Pferd) mit den Schenkeln drücken.

Der Lenkimpuls "klassisch" über den Lenker ist wesentlich zuverlässiger und genauer.

Probiere doch Folgendes: Fahre auf einem weiträumigen Gelände, z.B. einem großen, freien Parkplatz, gerade aus. Um eine Rechtskurve einzuleiten DRÜCKE DAS RECHTE LENKERENDE VON DIR WEG. Aber sei vorsichtig! Mach' das nicht zu heftig! Scheinbar 'lenkst' du wohl nach links, aber der Schwerpunkt des Motorrades liegt sofort rechts von der Fahrzeugmitte und das Bike 'fällt' in eine Rechtskurve. Du darfst das rechte Lenkerende nun natürlich nicht weiterhin krampfhaft von dir wegdrücken, sondern lass das Motorrad machen und halte den Lenker locker: Du wirst sehen, wie wunderbar dein Bike in die Kurve zieht.

Das Ganze sehr vorsichtig und mit mäßiger Geschwindigkeit!! Nach ein wenig Übung wirst du dich nicht mehr beklagen, dass du Schwierigkeiten mit dem Lenkimpuls hast.

Alles Gute!

kurvenflitzer 28.05.2008, 07:34

sobald das Motorrad durch die Kreiselkräfte der Räder stabil geworden ist, kann ich alles versuchen wie Drücken hier und Gewichtsverlagerung dort. Ich kann nichts verändern. Das beschriebene Verhalten mit der Enduro tritt nur auf bei geringen Geschwindigkeiten. Manch Stuntman macht es vor, gesehen zb bei "Buddy", der "reitet" sein Motorrad und bewegt es durch Schenkeldruck. Allerdings Schrittgeschwindigkeit. Sobald du schneller fährst, kannst du nur über Lenkimpuls etwas verändern. Wenn das Motorrad dann in einer neuen Lage ist, zb schräg und in Kurvenfahrt, will es auch dieses beibehalten. Es tritt nur dann eine Veränderung auf, wenn zb die Geschwindigkeit verändert wird durch Gaswegnehmen oder mehr geben oder durch Bremsen. Dann verändert sich auch die Schräglage. gruss der kurvenflitzer

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die Antworten sind alle gut und stimmen! Es ist aber auch abhänging von der Geschwindigkeit. Im instabilen Bereich bis 25 km/h wird bei Schwerpunktverlagerung durch den Fahrer automatisch das V-Rad in diese Richtung kippen und dadurch lenken. Stellt euch mal beim Rollen aus 50km/h aufs Motorrad und verlagert den Druck in den Fußrasten auf eine Seite. Je langsamer das M. wird, um so enger will es in die Kurve. Im stabilen Bereich, so etwa ab 40-50 km/h, ist der Lenkimpuls unumgänglich. Alles zusammen aber wirkt am besten. Lenkimpuls, Schulter gleichzeitig nach vorne, auch das innenseitge Knie und damit der Oberschenkel. Dann reagiert auch ein "schwerfälliges Motorrad optimal.

Die ersten Zweiräder besaßen keine lenkbaren Vorderräder. Folglich fuhren sie auch nur geradeaus. Für die Kurvenfahrt musste man anhalten (sofern man denn eine Bremse hatte). Ein Druck auf das Pedal (oder hier, die Fußraste) führt beim Motorrad lediglich zu einer Veränderung der Neigung bzw. des Schwerpunktes. Eine Richtungsänderung läßt sich allein dadurch nicht erzielen. Für die Kurvenfahrt bedarf es also schon eines abgestimmten Lenkimpulses.

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