Ältere KTM LC4 wirklich so anfällig?

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5 Antworten

KTM sind genauso gut/schlecht wie Japaner oder BMW. Der wesentliche Unterschied bei älteren Modellen liegt im Wartungsaufwand. KTM waren/sind im Gegegnsatz zu fast allen Herstellern immer ready to Race ab Werk und brauchen dementsprechend Pflege. Wenn man den Motor und das Bike gut behandelt kannst Du mit der KTM locker zigtausende Kilometer fahren. Die älteren KTM´s mögen es aqber gar nicht wenn Du bei der Wartung schluderst (öl etc) wo der Japaner evtl ein Auge zudrückt. Allerdings würde ich mir keine 620er kaufen. Die Maschinen wurden in der Regel eher für Rennen/hartes Gelände genutzt und sind dementsprechend belastet worden. Mehr Wartungsaufwand heisst dann auch mehr Ausgaben.

Das wichtigste bei Gebrauchtkauf einer KTM ist aber auch ein tadelloses Scheckheft. KTM hat Modelle immer nachrüsten lassen, wenn ein Produktionsfehler bekannt geworden ist.

hallo,

ich fahre (noch immer...) eine 620 SC KTM LC4 Bj. 98, bis dato ohne ein einziges technisches problem.

ich hab das motorrad im jahr 2002 erworben, bin damit hobbymäßig zwei saisonen lang supermoto-rennen gefahren, das highlight waren drei intercup läufe in denen ich sogar im ersten drittel platziert war.

des weiteren bin ich recht viel enduro gefahren, auch hier wieder ein highlight: die tiroler alpen mit beiden kinigadner-brüdern (wir waren eine gruppe von 15 personen).

zum motorrad selbst: ich wechsle ca. alle 3.000 km motoröl bzw. lasse auch gleich die ventile einstellen - muss nicht sein, kostet aber nicht viel. luftfilter reinige ich einmal pro saision, fahre aber auch kein enduro. gabelservice mache ich alle zwei jahre, federbein kam bis dato erst einmal dran. aufgrund der tatsache, dass ich keine SM-rennen fahre und somit nicht mehr springe, wird dieses auch meines erachtens viel weniger belastet.

was bei mir nicht mehr original ist: bremse, diese habe ich gegen eine 320er spiegler + 4-kolben brembo getauscht, das fahrwerk habe ich seinerzeit für meinen SM-auftritt überarbeiten lassen - allerdings kommen nach wie vor die orig. komponenten zum einsatz.

betreffend meiner fahrweise: ich lasse die LC4 ca. 20-30 sek. am stand laufen bevor ich losfahre, die ersten 5-10 min. fahre ich sehr verhalten um das öl aufzuwärmen, ab dann fahre ich wie ich will. stoppy/wheely usw. überhaupt kein problem. was ich NICHT mache: autobahn, aber das sollte hoffentlich klar sein. kein KTM einzylinder ist für autobahn bzw. vollgasetappen gebaut, das tut einem fast weh...

ach ja: am pannonia-ring war ich auch damit. nicht auf der go-kart-bahn, sondern am ring. zeit: 2:25,482 mit normaler pilot power bereifung, hat spaß gemacht.

WOVON ICH ABRATE: sehr alte LC4 modelle bis 1996 wie z. b. die LC4 600. das ist zwar ein dampfhammer aber dieses teil war wirklich andauernd kaputt.

keine ahnung wieviele km meine LC4 jetzt schon am buckl hat. dieses vid entstand im herbst 2009, auf der strecke wurde ich bis dato nicht überholt und solange das nicht geschieht, sehe ich keinen grund mir was neues zuzulegen.

cheers

ach ja - einzig der tacho spielt verrückt hahaha

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Hatte selbst eine ganze Zeit lang eine LC4. Sogar den Vorgänger der 620er. Also die 600er SixDays ohne Batterie und ohne Ausgleichswelle (Vibration pur). Es stimmt zum Teil... Der Motor ist bei richtiger Pflege nicht kaputt zu kriegen und sehr einfach gehalten. Das Schrauben daran fällt also leicht. Vor allem mit dem richtigen Schrauberhandbuch. Alle Teile lassen sich flott tauschen und sind auch in der Anschaffung nicht all zu teuer. Trotzdem gilt die Faustregen, für 10 Std. Fahren, eine Std. schrauben. Des öfteren sind Schrauben losvibriert, nach längerer Standzeit kleben auch mal die Kupplungslamellen zusammen und müssen freigeruckt werden, aber in Sachen Fahrverhalten natürlich was ganz anderes als eine weichgespühlte XT von Yamaha oder DR von Suzuki. Falls du nicht unbedingt weite Strecken damit fahren willst oder jährlich Kilometerleistungen von 4000km aufwärts drauf runterreitest, ist gegen ne 620er nix zu sagen. Ich selbst habe sie, ebenfalls als SuMo Umbau, als Zweitmotorrad gefahren. Dafür war das Teil perfekt.

Wenn ich mich recht erinnere, hatten die LC4 anfangs häufiger mit schnell verschlissenen Pleuellagern zu kämpfen, auch das obere Pleuelauge war ab und zu betroffen. In der mo habe ich im letzten Jahr(?) über eine Motorrestaurierung einer LC4 gelesen, wo auch sehr genau auf die häufigeren Schäden eingegangen wurde. Ruf doch da einmal an, damit du das Heft bekommst. mo-web.de

Danke für den Tipp!

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