Verbraucht ein Motorrad durch eine Einspritzung tatsächlich weniger als ein Vergaser?

1 Antwort

Im Prinzip ja-aber! Dieser eindeutige Vorteil wird durch verschieden Maßnahmen verwässert brw ins Gegenteil verkehrt. Die Einstellung für die optimale Funktion des Kat und damit gute Abgaswerte treibt den Verbrauch hoch. Außerdem verschiedene Tricks, mit denen im unteren und mittleren Drehzahlbereich die Läutstärke reduziert wird fressen Sprit. Hinzu kommt das vertrackte Lambda 1, um das kein Weg herum führt. Um den Treibstoff optimal zu verbrennen, benötigt man aus chemischen Gründen für 14,1 kg Luft ziemlich genau 1 kg Benzin(= Lambda 1). Durch technische Tricks läßt sich dieser Bereich geringfügig strecken. Diese mögliche Abweichung liegt im Bereich von + - wenigen Prozent. Mehr Leistung bedeutet mehr Gasdurchsatz und damit mehr Benzin. Bereits 10% Mehrleistung kann auch die beste Einspritzanlage nicht mehr kompensieren und quittiert den Leistungszuwachs mit Mehrverbrauch.

Bei meiner TRX hat die Umrüstung der Serienvergaser auf Flachschiebervergaser eine Reduzierung des Verbrauchs um ca. 25 % ! gebracht. Eine motorseitig grob vergleichbare TDM 900 mit Einsprtzung liegt in etwa auf dem selben Niveau vom Verbrauch her wie die flachgeschieberte TRX...

Ein gut eingestellter und abgestimmter Flachschieber ist also absolut auf der "Höhe" und macht zumindest mir viel mehr Spaß als diese Einspritzer...

Bei vergleichbaren Motoren ja. Durch die Einspritzung ist eine viel exaktere Kraftstoffzumessung für jeden Betriebsbereich möglich.

Also ich denke das kann niemand pauschal beantworten: Es kommt auf den Fahrer an, wie er mit der Technik umgeht. Zwar misst die Einspritzung den Kraftstoff genauer zu, aber je nach Fahrweise wird der dadurch ja auch mit mehr Leistung behaftete Motor mit Sicherheit auch im oberen Drehzahlbereich bewegt, was den Vorteil gleich wieder negiert! Bei Probefahrten mit Fahrern die den Spritverbrauch monierten gab es große Augen, wenn die mit einem als Sozius mitgefahren sind, und der Verbrauch war trotzdem geringer, als wenn der Eigentümer selbst gefahren wäre. Die Jungs nutzen den Energiespareffekt der neuen Technik nicht richtig aus!

Theoretisch ja, wie man bei Autos sieht. In der Praxis braucht die Yamaha FZ1 über 1 L/100 km mehr als die FZS 1000. Dürfte bei Motorräder noch nicht wirklich sparsamer sein

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