Auspuffanlage/Endtopf - ohne modellspezifische ABE - Eintragungsfähig?

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2 Antworten

Du stellst nicht eine, sondern zwei Fragen.

Zuerst die Antwort auf die Frage in deinem Text : Nein, man kann nicht "Anlage/Endtopf "A", mit ABE für Motorrad "B", an Mopped "C" verbauen und das Ganze dann beim TÜV eintragen lassen".

Diese ABE ist ausschließlich für einen Endschalldämpfer erteilt worden, mit deinen Worten "Endtopf A für Motorrad B" und hat an einem anderen Moped nichts zu suchen. Diese ABE ist keine Sammel-ABE, wie sie z.B. für Bremshebel gem. §22 StVZO erteilt wird.

Zu deiner Frage in der Überschrift: Ja, auch Auspuffanalgen / Endtöpfe ohne modellspzifische ABE sind (genehmigungs- und) eintragungsfähig und zwar im Rahmen einer Einzelabnahme. Hierzu benötigst du ein Gutachten zur Erlangung einer Ausnahmegenehmigung gem. § 70 StVZO und § 47 FZV., dann ein Gutachten zur Erlangung der Betriebserlaubnis gem. § 21 StVZO ( § 19 (2) StVZO).

Zu guter Letzt benötigst du eine Ausnahmegenehmigung, die besagt, dass der § 49 Abs. 2a außer Kraft gesetzt ist. ( Das wiederum bedeutet, dass die Antwort des Dauergastes "Markus" vielleicht gut gemeint war, aber völlig falsch ist. )

Nicht, dass der Eindruck entsteht, ich würde hier im Fieberwahn schreiben: Im Mai / Juni diesen Jahres wurde von der Firma MAB eine Auspuffanlage für mein Moped gebaut, die keine ABE hat, da sie nicht serienmäßig hergestellt wird, sondern auf Bestellung. Dadurch ist, rechtlich gesehen, die Auspuffanlage ein "Eigenbau". Das beschriebene Procedere hört sich schlimmer an, als es tatsächlich ist.

Hi,

das regelt §49 der STVZO (siehe unten), richtig verstehen tue ich das aber auch nicht, also: Auf Nummer sicher gehen und beim TÜV fragen.

LG

Markus

(2a) Auspuffanlagen für Krafträder sowie Austauschauspuffanlagen und Einzelteile dieser Anlagen als unabhängige technische Einheit für Krafträder dürfen im Geltungsbereich dieser Verordnung nur verwendet werden oder zur Verwendung feilgeboten oder veräußert werden, wenn sie

1. mit dem EWG-Betriebserlaubniszeichen gemäß Anhang II Nummer 3.1.3 der Richtlinie 78/1015/EWG des Rates vom 23. November 1978 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über den zulässigen Geräuschpegel und die Auspuffanlage von Krafträdern (ABl. L 349 vom 13.12.1978, S. 21), die zuletzt durch die Richtlinie 89/235/EWG (ABl. L 98 vom 11.4.1989, S. 1) geändert worden ist, oder 2. mit dem Genehmigungszeichen gemäß Kapitel 9 Anhang VI Nummer 1.3 der Richtlinie 97/24/EG oder 3. mit dem Markenzeichen „e“ und dem Kennzeichen des Landes, das die Bauartgenehmigung erteilt hat gemäß Kapitel 9 Anhang III Nummer 2.3.2.2 der Richtlinie 97/24/EG

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