Mache ich nicht

Also bei 30 Grad fahr ich erst gar nicht in die Stadt, sondern lieber Landstraße oder Autobahn, um solche Ampelphasen und Luftzug-Engpässe zu vermeiden.

Zum Glück gibts in meiner Gegend keine langen Autoschlangen vor den Ampeln, so dass ich i.d.R. nur eine Ampelphase benötige. Es gibt daher auch keinen wirklichen Grund, mich nach vorne durchzuschlängeln.

Andererseits bin ich auch Autofahrer - wie wohl alle hier. Und ich habe absolut kein Problem damit, wenn sich Biker an sie Spitze setzen. Warum auch? Trotz meines PS-starken 4-Räders würde mich doch noch nicht mal ein 50PS-Bike behindern. Ich seh eh nur das Rücklicht und wünschte mir, ich würde jetzt darauf sitzen ;) Deshalb setze ich mein Car bewusst so vor Ampeln, dass Biker vorbei kommen.

Resümee: An langen Ampelschlangen mit still stehenden Autos würde ichs auch tun, ist die Schlange in Bewegung (insbesondere bei Stau mit spurwechselnden, nervösen Drängler) sicherlich nicht.

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Hi Fender,

pauschal würde ich sagen, das Benzin-Luft-Gemisch stimmt nicht. Aus meiner privaten Erfahrung kann ich nur beim Ausgehen nach ca. 1 Km nur vermuten, dass irgend etwas die Benzin-Zufuhr unterbricht. Ich hatte bereits folgende Fälle: Dreck/Rost im Tank bzw. Benzinfilter und Dreck im Vergaser, welcher die Düse zugesetzt hat. Wenn der Sprit aus dem Bezinschlauch/Vergaser aufgebraucht ist, geht die Maschine aus. Und natürlich, dass das Gemisch falsch eingestellt ist, aber ich glaube das würde nicht erklären, warum Dein Geländemoto nach 1 Km ausgeht.

Bitte um Nachsicht, fals ich falsch liegen sollte...

VG Zuray

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Hi Kurvenknutscher,

ich habe vor 15 Jahren aufgehört. Warum? Mein Bekannter, mit dem ich vor 20 Jahren zusammen die Motorradprüfung gemacht habe, ist ein Jahr später tödlich verunglückt. Ich selbst bin auf ein Auto aufgefahren, weil ich durch eine hübsche Frau abgelenkt war. Dummer, hormongesteuerter Fehler, ich weiss. Aber ich habe auch Leute getroffen, die einen Arm abgerissen hatten (Leitplanke) oder nur noch unter starken Schmerzen an Krücken laufen konnten. Ich wollte nicht so enden und hab meine Enduro verkauft.

Was kam danach? 15 Jahre vermeintliche Sicherheit und das wehmütige Hinterherschauen, wenn Biker vorbeifuhren. Bei jedem typischen KTM-Einzylinder-Knattern schlug mein Herz höher und die Sehnsucht war wieder da. Die erste Fahrt, die Beschleunigung, das Gefühl von Freiheit und das Auskosten jeder Kurvenschräglage. All das fühlte ich noch immer, aber ich versagte es mir selbst, es wieder zu erleben. Man lebt vielleicht ein wenig sicherer, aber es fehlte ein Teil von mir.

Vor 2 Wochen bin ich 40 geworden. Ich wachte morgens auf und wusste, ich will nicht mit 60 auf mein Leben zurückblicken und mir frustriert eingestehen müssen, dass ich meine Träume nicht gelebt habe, weil ein Risiko sie begleitet hätte. Ich habe keine Ahnung, ob ich vieleicht mit 45 an Lungenkrebs sterbe oder mich Morgen auf der A3 am Stauende ein 40 Tonner platt macht. Aber eines ist mir an diesem Morgen klar geworden: Ich will gelebt haben. Und ich will Spaß!

Ich hatte es so satt, nur zu träumen und anderen hinterher zu schauen. Ich wollte nicht mehr entsagen, ich wollte wieder leben! Samstag habe ich mein Supermoto vom Händler abgeholt und ich fahre wieder. Es ist ein geiles Gefühl wieder auf einem Bock zu sitzen und die Power zu kontrollieren. Vielleicht verstehts nicht jeder, aber es fühlt sich an, als wäre ich 15 Jahre lang kastriert gewesen und wäre nun wieder ein vollständiger Mann.

Und wenn ich nicht das Pech haben sollte, dass mich irgendwann ein Auto runterholt, werde ich noch mit 60 fahren und meinen Enkeln davon vorschwärmen, wie erfüllend es ist, seine Träume auszuleben. Oder wofür leben wir sonst? Nur um vom Spaß zu träumen? Lebt man noch, wenn Tag ein, Tag aus vergeht und man nur noch auf die Rente wartet?

LG Zuray

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