Frage von DennisHondaCBR, 756

Wie fährt man richtig an eine rote Ampel ran (zurückschalten)?

Also ich habe vor 2-3 Wochen mein Führerschein bekommen und habe auch ein eigenes Moped (125er). Genauer gesagt dir Honda cbr 125 von 2005.

Bei dem Fahrschul Moped war es immer so, dass wenn ich an eine rote Ampel zugefallen bin, dass ich dann die Kupplung gezogen habr und die gänge direkt nacheinander in den ersten Gang runtergeschalten habe. Und dabei bin ich dann eben mit dem restlichen Schwung bis zur haltelinie gekommen. Bei meiner jetzigen Maschine jedoch geht das nicht! Wenn ich an eine Ampel ran fahre und es genau so machen will, wie mit dem Fahrschul teil, dann fühlt und hört es sich so an, als würden 2 Zahnräder gegeneinander laufen ( anders kann ich das nicht wirklich beschreiben) wenn ich jedoch die hänge nach und nach runterschalte und dazwischen auch immer die Kupplung Raus kommen lasse, dann schaltet sie bitter weich. Im stand lässt sich auch alles gut schalten, also das Problem ist nur wenn man fährt.

Nun wollte ich euch fragen, wie ihr an so eine Ampel oder sonstwas heran fahrt?

Und liegt das an mir, dass ich mir das falsch Angewohnt habe, oder stimmt da was bei dem Moped nicht?

LG Dennis :)

Antwort
von mausekatz, 725

Die Gänge abwärts nacheinander so durchschalten, dass du für die jeweils gerade gefahrene Geschwindigkeit immer den passenden Gang drin hast. Jetzt stell dir mal vor, du rollst auf die Ampel zu und es schießt von irgendwoher ein Auto auf dich zu. Wenn du da nicht im richtigen Gang bist und nicht sofort Gas geben kannst, wars das für dich...

Dieses dämliche sofortige Durchschalten in den Leerlauf lehren sie in den Fahrschulen, selbst beim Auto. Hat ewig gedauert meiner Frau diesen Unsinn auszureden!

Antwort
von FrauElster, 618

Hi,

Ich würde vermuten, es liegt auch am Motorrad selbst. Manche Motoren geben dir halt auch eine stärkere Rückmeldung, wenn du mal mit der falschen Drehzahl einkuppelst.

Zur Ampel-Technik: da sehe ich nicht so das Problem. In der Stadt bist du nicht schnell im höchsten Gang unterwegs . Anders sieht es aus,wenn du auf der Bundesstraße an einer Abzweigung aus dem höchsten Gang und über 100 km/h anhältst und dabei gefühllos alle Gänge runter trittst. Ich finde, dieses ewige „mit gezogener Kupplung Fahren“ fühlt sich schon falsch an.

Ganz blöd, wenn du es dir angewöhnst und schnell auf eine Kurve zu fährst. Dann auskuppelst, runterschaltest und im falschen Gang landest (zu hoch oder zu niedrig für deine Geschwindigkeit in der Kurve). Ich denke, als Anfänger vertut man sich dann schon mal und erschreckt sich im ungünstigen Moment, wenn dann der Motor aufheult oder fast abstirbt.

Kuppelst du zwischendrin ein, hast du immer die „Rückmeldung“,dass du dein Tempo der Gangwahl angepasst hast. Und ich vermute, dass so auch ein besseres Gefühl für die richtige Geschwindigkeit bei dir entstehen kann.

Antwort
von geoka, 429

Ich rolle auf die Ampel zu und schalte einige Meter vor der Haltelinie runter bis in den Leerlauf, während ich weiter bis zum Stillstand abbremse.

 

Oder ich nutze die Motorbremse indem ich unter Anpassung der Drehzahl herunterschalte. Das verlangt aber etwas Übung und Eingewöhnung, wenn es halbwegs leise und schonend passieren soll.


 

Antwort
von fritzdacat, 456

Man kann erst runterschalten, wenn die Geschwindigkeit einigermassen zum gefahrenen Gang passt, du schaltest also beim anbremsen oder beim auf die Ampel zurollen einen Gang nach dem anderen herunter. Kann auch sein, dass bei dir die Kupplung nicht richtig trennt, was das Problem verstärkt, das kann man aber am Bowdenzug einstellen, grundsätzlich führt aber o.g. Methode zum Erfolg.

Antwort
von Mankalita2, 458

Hm... da musste ich jetzt echt nachdenken, ich mach das total automatisch...

Also... wenn ich an eine rote Ampel fahre, dann habe ich entweder eh nur den zweiten Gang drin (meist) oder selten mal den dritten...

Das kommt immer drauf an, ob Verkehr vor mir ist oder nicht. Ist Verkehr vor mir, und ich bin im dritten Gang, dann kann's schon sein, dass ich in den zweiten schalte und die Kupplung nochmal kommen lasse, dann meine Geschwindigkeit weiter reduziere, die Kupplung nochmal ziehe und dann erst vom zweiten in den Leerlauf schalte.

Ist kein Verkehr vor mir, dann ziehe ich die Kupplung und schalte während dem Bremsen runter in den Leerlauf.

Grundsätzlich aber schalte ich nicht gleich in den ersten Gang. Eigentlich nur dann, wenn die querende Fußgängerampel schon wieder auf rot ist (also wenn's schon kurz vor gelb-grün ist), ansonsten bleibe ich im Leerlauf (neutral) stehen... warum sollte ich die ganze Zeit über, während ich an der Ampel stehe, die Kupplung gezogen halten wenn's bequemer und einfacher geht. Erst wenn die querende Fußgängerampel auf rot schaltet, lege ich den ersten Gang ein.

Antwort
von Nachbrenner, 471

Hm,

also wenn ich auf einer roten Ampel zufalle, schau ich, dass ich möglichst schnell vom Bock wegkomme,

nicht unter ner Leitplanke rutsche,

möglichst 0 Promille habe

und dass ich niemandem so eine Steilvorlage liefere ;-)

ansonsten wie dir schon beschrieben oder du legst dir ne Boss Hoss zu, dann ist es fast egal in welchem Gang du anfährst.

Kommentar von Nachbrenner ,

no was, wenn das schon mit der Schule nicht so geklappt hat, schreibe deinen Text in Word, lasse ihn korrigieren und kopier ihn dann hier rein, wirkt besser.

Kommentar von mausekatz ,

Die Idee mit der Boss Hoss hat was... :-))

Antwort
von nagelpilzotto, 378

Wenn ich auf eine rote Ampel zufahre, dann verzögere ich die Geschwindigkeit und schalte einen Gang nach dem anderen runter. Wenn ich dann an der Ampel angekommen bin, habe ich meistens schon den ersten Gang drin. Es kann natürlich vorkommen, daß ich so schnell auf die Ampel zufahre, daß ich noch den dritten oder vierten Gang drin habe und die Kupplung ziehe. Dann stehe ich mit angezogener Kupplung da und schalte bis zum ersten Gang runter. Was manchmal nicht auf Anhieb klappt. Manchmal bin dabei den ersten Gang der den Leerlauf richtig zu suchen. Es kann aber auch passieren daß ich die Maschine abwürge. Nicht so schlimm, ist ja gleich wieder an. ....ich versuche es zu vermeiden an der Ampel zu stehen und noch einen höheren Gang (3. oder 4.) drin zu haben, daher schaue ich zu daß ich vor dem Stehenbleiben, also im langsamen Rollen,  runterschalte. 

Antwort
von BMWRolf, 319

Außer bei einer Gefahrenbremsung sind die die Gänge zur Sicherheit immer einzeln runterzuschalten, das heißt, bei jedem Gang wieder einkuppeln.

Sonst kann es passieren, dass man alle Gänge runterschaltet, aber noch zu schnell unterwegs ist um wieder einzukuppeln. Kuppelt man dann trotzdem ein, kann es mächtig krachen im Getriebe und es kann außerdem durch blockieren des Hinterrades zum Sturz führen.

Also: Gänge immer einzeln runter schalten, oder mit gezogener Kupplung bis zum Stillstand an die Haltelinie rollen und erst im Stand alle Gänge zusammen runterschalten.

Kommentar von BMWRolf ,

Noch was...

Ich empfehle Dir ein Fahrsicherheitstraining, beispielsweise beim ADAC. Dort wird dies auch so geschult.

Dein Fahrlehrer hatte die Sache wohl nicht ganz im Blick, sodaß Du es Dir bereits falsch angewöhnt hast.

Kommentar von Floyd ,

Die Gänge erst im Stillstand runter zu schalten,geht bei vielen Moppeds eher schlecht....

Kommentar von BMWRolf ,

OK, im langsamen rollen...

Kommentar von FrauElster ,

Ah, da hätte ich mir meinen Schrieb ja sparen können. Stimme dir voll und ganz zu, was die ersten Absätze angeht :-)

Nur im Stand schalten ist manchmal tatsächlich schwierig. Den 1. Gang bekomm ich bei kaltem Zustand nur unter Gegenwehr rein...

Kommentar von BMWRolf ,

Du hast Recht, im Stand ist das ungünstig. Ich mache das,  beim heranrollen und nicht im Stand, außer bei Gefahrenbremsung.

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