Nach unverschuldetem leichten Unfall wieder fahren, wie seid ihr damit umgegangen ?

gefragt von Wolfo am 02.07.2009 um 20:39 Uhr

Hallo, ich habe hier schon diese Frage von Zackl gelesen. Den scheint es aber ganz schön und selbstverschuldet erwischt zu haben. Bei mir war es etwas anderes. Mich hat ein anderer Verkehrsteilnehmer mit 4 Rädern seitlich gerammt. Mein Moped hat es zwar bös erwischt, ist ein Fall für Aufkäufer, aber ich hab mir Gott sei Dank nur ein paar leichte Prellungen beim Runterfallen geholt. Bin momentan wieder auf der Suche nach einem fahrbaren Untersatz und obwohl ich es mir selbst nicht erklären kann, beschleicht mich ein ungutes Gefühl bei dem Gedanken wieder zu fahren. Angst würde ich es nicht nennen weil ich unbedingt wieder will. Wie kommt man damit am besten klar ? Auch einfach draufsetzen und losfahren oder gibt es vielleicht ein paar Tricks ?

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Spider
beantwortet von Spider am 2. Juli 2009 21:11
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Ich hatte einen schweren Fahrradunfall -> Jochbein und der Knochen unter der Augenbraue gesplittert. Nach zehn Tagen, als das Gesicht einigermaßen abgeschwollen war, kaufte ich mir den ersten Klapphelm.

Ich wollte unbedingt Motorradfahren, kam aber in meinen AGV- Helm beim besten Willen nicht rein ...

Übrigens: Fahrrad fahre ich seit vier Wochen nach dem Unfall wieder!

Wenn Du vom Pferd fällst - steig sofort wieder auf, sonst machst Du das nie wieder. Alte Weisheit, die auch bei uns paßt.


triplewolf
beantwortet von triplewolf am 3. Juli 2009 00:11
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Ich hatte einen Vollcrash mit 50 KM/H, ungebremst in ein Auto gekracht das aus dem Gegenverkehr ohne zu blinken gewendet hat. Ziemlich viele Prellungen,( Moped völlig zertrümmert) aber sonst unverletzt, nach vier Wochen hinken, wimmern und jaulen sofort auf mein Zweitmoped gestiegen und weitergefahren. War ein komisches Gefühl wenn ein entgegenkommendes Auto sich unklar verhielt und nicht abzusehen war was der genau machen will. Ich hatte einige Zeit das Geräusch von dem Anprall ständig im Ohr und war extrem vorsichtig unterwegs. Das dauerte einige Wochen und ich habe aber trotzdem sofort eine neue Triple bestellt. Gelobt sei was hart macht!


Bonny2
beantwortet von Bonny2 am 2. Juli 2009 23:06
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Sobald es irgendwie geht, ohne die Gesundheit zu gefährden, wieder aufs Motorrad. Die Angst stellt sich erst später ein. Oft ist es dann zu spät.

Nach einem schwerem Unfall im vorigem Jahr, bei dem ich mir u.A. das Rückrad in der Mitte einmal glatt durchgebrochen hatte, wurde mir erklärt, dass ich die nächsten Jahre, wenn überhaupt, nicht mehr Motorrad fahren kann. Im Krankenhaus hatte ich täglich Besuch „in Leder“. Das war, eigentlich das schlimmste, ohne, dass ich es mir anmerken ließ. Ca. sechs Monate später, nachdem ich aus dem Krankenhaus kam, bin ich mit meinem Bike (und Korsett) an meiner „Spinnerbrücke“ erschienen. Es war fast ein Volksfest. Trotz Schmerzen, werde ich diesen Tag nie vergessen. Es ist einer meiner schönsten Erlebnisse. Gleich darauf ging es schnell bergauf. Mein Ortophäde, selber Biker, hat mich zwar „rund gemacht“, gab aber zu, dass es die beste und schnellste Heilung war, die er je erlebt hat (klappt aber nicht immer).

Gruß Bonny

Kommentar von 0d55a64bf592a264db94b6939326d18bsmallbadboybike am 3. Juli 2009 18:17

Ich finde kaum Worte dafür. Einfach großartig!


motobunny
beantwortet von motobunny am 2. Juli 2009 23:53
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Erstmal sollte klar sein, wenn du das Motorradfahren liebst, so schnell wie möglich wieder aufs Bike. Wie schon gesagt wurde, man kann aus jedem Unfall lernen. Wenn du z.B. keine Schutzkleidung anhattest, solltest du das nun mal in Erwägung ziehen. Weiterhin kannst du auch überlegen warum es zum Unfall gekommen ist, du bist bestimmt auch Autofahrer und solltest vll. auch dort mal dein Verhalten analysieren, wie z.B. mehr Schulterblick usw.

Was das fahren mit dem Bike angeht, vergewissere dich, dass die Autofahrer dich sehen, wenn du z.B. abbiegst oder so. Im Zweifelsfall einfach warten, den anderen durchlassen oder so. Auch zu empfehlen ist, wenn dir wichtig ist weiterhin gut zu fahren und Angst los zu werden, mal ein Fahrsicherheitstraining zu machen oder ähnliches. Nimm dir mal ein Buch zum Motorradfahren zur Hand oder so.

Auf alle Fälle kann man aus jedem Unfall lernen, egal ob verschuldet oder nicht, egal ob selbst betroffen oder nur Zeuge. Ich spreche aus Erfahrung, aber möchte nicht weiter ausholen.


anonym
beantwortet von FieserFriese am 2. Juli 2009 23:51
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Ich habe heute nach einem unverschuldeten mittelschweren Unfall ein neues "Übergangsbike" gekauft. Morgen wirds bezahlt und umgemeldet. Probefahrt heute war die erste Fahrt nach dem Unfall, und es fühlt sich GUT an. Es hilft mir psychisch auch gewaltig, dass ich nicht die Schuld habe. Vor allem gegenüber den Kollegen die sagen, ich solls sein lassen. Und ganz ehrlich: der Zoff mit der natürlich nur widerwillig zahlenden Versicherung nimmt mich mehr mit, als der ganze Unfall, bei dem ich auch hätte sterben können.

So jetzt genug Gefühl gezeigt, wir sind doch harte Biker ;)


Kommentar von D5e1df772de2554fef041891bd42b8c6small1200RT am 3. Juli 2009 08:30

Hoffentlich keine bleiben Probleme, lG 1200RT


anonym
beantwortet von greigri am 2. Juli 2009 22:56
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Servus Nach einem Sturz solltest so bsld als möglich wieder sachte beginnen. Dann bist bald wieder drin.

AAABER... selbst wenn du 100%ig schuldlos am Unfall warst, versuche zu analysieren, was du hättest besser machen können, damit es nicht zur Kollision gekommen wäre.

Denn wenn du selbst auch fehlerlos fährst, kommst du noch immer bei jedem 2. Unfall zum Handkuss.

Beste Grüße, unfallfreie Kilometer, Reinhold


1200RT
beantwortet von 1200RT am 2. Juli 2009 21:57
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Kaum war ich im Hafenkrankenhaus wieder repariert saß ich wieder auf dem Moped. MfG 1200RT

Kommentar von E737a5be5862c9a7f5842148405a353dsmallBonny2 am 2. Juli 2009 22:49

Hafenkrankenhaus? - Hast Du wieder nicht aufgepasst, dass Schiffe, die von rechts kommen Vorfahrt haben, besonders auf Wasserstraßen ( Grins). -- Hoffentlich ist alles gut verheilt und keine Narben oder Schlimmeres zurückgeblieben. Gruß Bonny

Kommentar von D5e1df772de2554fef041891bd42b8c6small1200RT am 3. Juli 2009 08:27

Ein Lob auf die Handwerker im Hafenkrankenhaus. Bis auf diese Piep piep ist alles piep klar. LG

Kommentar von 5f6812a7b0109fb9a1df11c834332c2csmalldemosthenes am 3. Juli 2009 11:36

@Bonny2:

Nur zur Klarstellung: Auf dem Wasser gibt es keine Vorfahrt, sondern einer ist "ausweichpflichtig" und der Gegner "muss Kurs und Geschwindigkeit beibehalten", darf also allenfalls im letzten Moment ausweichen, falls ein Zusammenstoss anders nicht mehr vermieden werden kann.

Kommentar von 0d55a64bf592a264db94b6939326d18bsmallbadboybike am 3. Juli 2009 18:21

Ja und nu: was haben die denn bei dir getauscht? Die Pumpe? Den Motor? Die Bremsleitung? Oder sogar den Auspuff? :-))

Kommentar von D5e1df772de2554fef041891bd42b8c6small1200RT am 3. Juli 2009 18:36

Nein, nur Fahrgestellinstansetzungsarbeiten und das Hirn ;-))) Hehehehe


fernseher
beantwortet von fernseher am 3. Juli 2009 07:44
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Ich bin mit 100 kmh abgeflogen, hatte aber nur Prellungen gehabt. Wegen des schönen Wetters war ich am nächsten Tag schon wieder heiß auf Fahren, aber die Maschine hatte Totalschaden, mußte ca 30 Tage warten.
Ich würde mich an deiner Stelle aber nicht unter Druck setzen, du wirst das Motorradfahren ganz sicher nicht in einem halben Jahr verlernen.


enigmaenomine
beantwortet von enigmaenomine am 2. Juli 2009 20:54
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bei mir kommt es drauf an wie es zum Unfall gekommen ist und was mir passiert ist

also wenn ein Fahrzeug mich abgeworfen hat weil es einen Fehler hatte, dann hatte ich dieses Fahrzeug gemieden

wenn ich einen Unfall hatte wo ein anderer Schuld war, dann bin ich sofort mit dem Fahrzeug weiter gefahren wenn man das damit noch konnte

wenn es meine Verschulten war, dann habe ich überlegt was habe ich Falsch gemacht, und fahre dann erst mal vorsichtig weiter, weil die ankst ja noch in einen steckt, aber nach 1 -2 tagen geht es normal weiter


anonym
beantwortet von Wolfo am 15. Juli 2009 16:36
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Vielen Dank für die Meinungen. Morgen kauf ich ein Motorrad :-)


badboybike
beantwortet von badboybike am 3. Juli 2009 18:24
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Ich hatte noch nie einen Unfall, seit den 27 Jahren, in denen ich den Führerschein besitze, nicht! Oh-Jott-oh-Jott, Lisbeth, bin ich wirklich schon so alt? HEUL!!!!

Muss ich jetzt ein schlechtes Gewissen haben?


Branca195
beantwortet von Branca195 am 3. Juli 2009 17:17
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ich hatte 2001 einähnlichen unfall nur mit einem 70cm Roller und bin ca 20 m geflogen .bin weiter gefahren und 8 monate später meinte ein auto fahrer er könnte mein hinterrad mal bei seite schieben.habe aber trotzdem 2003 mein motorradschein gemacht.muß zu geben , manchmal zucke ich doch wenn einer schnell in die kreuzung fährt auch wenn ich mit dem auto fahre


demosthenes
beantwortet von demosthenes am 3. Juli 2009 11:40
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Auf einer längeren Tour machte ich bei Dauerregen in einer abschüssigen Spitzkehre mit Splitt einen Ausflug ins Grüne.

Nachdem am Bike alles "gerichtet" war, fuhr ich weiter, habe aber auch heute bei abschüssigen Spitzkehren, die so ähnlich aussehen, manchmal noch ein leichtes Flattern im Bauch.


DrRossi
beantwortet von DrRossi am 3. Juli 2009 09:19
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Da gibt es wohl keine Regel. Bei mir kam die Lust nach einer Weile von alleine wieder. Lass dir die Zeit, die du dafür brauchst...


Endurist
beantwortet von Endurist am 3. Juli 2009 09:15
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Hi Wolfo,

ich kann dir nur von meinem Freund Martin (Präsi vom AT-Stammtisch Sauerland www.atfs.de) berichten. Den hat´s vor ein paar Jahren bei einer KTM 950 Adventure Probefahrt im Odenwald geschmissen. Ein Auto ist ihm auf seiner Spur entgegen gekommen und er ist ohne Kollision die Böschung runter. Fazit: Fußgelenk kaputt.

Nach der Genesung war der immer noch "krank im Kopf", d.h. er fuhr bummelig und fast ohne Schräglage in Kurven, war zögerlich beim überholen und wirkte beim fahren immer mit sich selbst beschäftigt. So kannten wir ihn nicht.

Dann hat er eine Auszeit genommen und ist alleine 1 Woche in die franz. Seealpen gefahren. Ohne Stress und Gruppe hat er sich jeden Tag gesteigert, hat den Fahrspaß und die Sicherheit wiederbekommen und fährt seitdem wieder wie früher, d.H. ich habe wieder Probleme an ihm dran zu bleiben. ;-)

Alles wird gut. Gruß aus Bochum

T.J.



anonym
beantwortet von hojo1955 am 3. Juli 2009 08:46
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Es gibt bei uns eine Biker Fahrschule die Sicherheitstrainings anbietet und dabei auch auf Leute eingeht die nach einem Unfall wieder fahren wollen. Es ist dann möglich z.B. einige Stunden mit dem Instrukter alleine zu fahren damit man das Vertrauen in sich und dem Fahren wieder bekommt. Vieleicht gibt es so etwas ja auch bei Dir in der Gegend. Ich wünsche Dir einen guten Anfang, Gruß hojo.


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